Insbesondere bei der Produktion von Leberwurst, Blutwurst und Knackwurst nach Hausschlachter-Art setzt die Schildauer Fleisch- und Wurstwaren GmbH auf den Doppel-Clip-Automaten RCA 600 von Poly-clip System. Im Fleischerei -Praxistest sprechen Inhaber Wilfried Naumann und Produktionsleiterin Dietlind Missal über ihre Erfahrungen mit dem Ringwurstspezialisten.
Der Spezialist für Ringwurst
Die Schildauer Fleisch- und Wurstwaren GmbH ist bekannt für ihr regionaltypisch gewürztes Fleischereisortiment, zu dem neben Fleisch- und Wurstprodukten auch Salate zählen. Vom Produktionsbetrieb im sächsischen Schildau aus versorgt das Unternehmen nicht nur die eigenen Filialen, sondern produziert auch für zahlreiche Discounter. Insgesamt 83 Mitarbeiter sind am Standort Schildau beschäftigt, davon 60 in Produktion und Versand.
„Wir haben nur ganz kurz gebraucht, um uns einzuarbeiten, vielleicht eine Stunde“, erinnert sich Diplom-Ingenieurin Dietlind Missal, „inklusive Programmierung und allem drum und dran waren es höchstens drei Stunden.“ So bekommt die Handhabung des Doppel-Clip-Automaten denn auch die Bestnote von ihr, sie bescheinigt dem RCA 600 nicht nur übersichtlich und ergonomisch angeordnete Bedienelemente, sondern vor allem auch kurze Rüstzeiten bei der Umstellung auf ein anderes Produkt oder beim gelegentlich erforderlichen Messerwechsel oder der Montage neuer Cliprollen.
Minimierte Rüstzeiten
Die meisten der im Laufe der Zeit erforderlichen Arbeiten sind werkzeuglos möglich: Die Bediener können das Abschneidmesser wechseln, den Verdränger öffnen oder die Auslaufschale demontieren, ohne ein Werkzeug in die Hand zu nehmen. Das erleichtert die Bedienung und verhindert Wartezeiten, die sich gerade in etwas größeren Betrieben leicht ergeben können, wenn das aktuell benötigte Werkzeug nicht zur Hand ist, weil es von einem Kollegen ausgeliehen und an einen anderen Platz zurückgelegt worden ist.
Den Wechsel auf ein anderes Produkt vereinfacht zudem die Easy Touch-Steuerung, ein berührungsempfindlicher Bildschirm, der im Klartext und mit Hilfe eingängiger Piktogramme Zugriff auf alle erforderlichen Parameter wie Zykluszeit, Verdrängergeschwindigkeit, Verdrängerkraft oder Stempelverweildauer bietet. Die für ein individuelles Produkt erforderlichen Parametersätze lassen sich als Programme speichern: Statt beim Produktwechsel jeden Parameter einzeln an das neue Produkt anzupassen, genügt es dann, das entsprechende Programm aufzurufen, Fehleingaben, etwa durch Zahlendreher oder schlichten Irrtum, sind damit weitgehend ausgeschlossen.
Auch typische, immer wieder erforderliche Arbeiten wie das Nachladen von Clips nehmen nur wenig Zeit in Anspruch: Das S-Clip-Spulenmagazin macht ein Nachladen nur alle 3.600 Portionen notwendig.
Ergonomisch und schnell
„Wie schnell der RCA 600 in der Produktion tatsächlich ist, hängt vom Kaliber ab und auch von der Person, die damit arbeitet“, erklärt Missal, „aber die Maschine ist schon auch in der Produktion sehr schnell, und zudem sehr bedienerfreundlich.“ Technisch erreicht der Doppel-Clip-Automat bis zu 105 Takte pro Minute.
Mit der Füllmaschine mechanisch und elektrisch gekoppelt, genügt dem Anwender ein Druck auf die Füll-Clip-Tasten, damit der RCA 600 die im Programm festgelegte Portion gewichtsgenau vom Füller abruft, verclippt und schneidet.
Manchmal, insbesondere bei Ringware, ist ein einheitliches Portionsgewicht weniger wichtig als optisch gleich große Portionen. Deshalb kann der Bediener die Portionierung alternativ auch manuell steuern, da gerade bei Produkten wie zum Beispiel grober Leberwurst dasselbe Gewicht nicht immer zu gleich großen Portionen führen würde. Die Naturdarm-Tasten ermöglichen dabei ein gleichzeitig pralles und schonendes Füllen der ja vergleichsweise empfindlichen Naturdärme. Ein Platzen des Darms, das ja stets zu einer Unterbrechung führen und einigen Reinigungsaufwand verursachen würde, kann so nahezu ausgeschlossen werden. Übrigens verarbeitet der RCA 600 neben reinen Naturdärmen auch Collagen- und Cellulose-Därme.
Auf den Geräuschpegel angesprochen, vergibt Dietlind Missal erneut die Bestnote: „Ganz leise“, urteilt sie, „im Vergleich zu einem Clipper, mit dem wir vorher gearbeitet haben, hört man den RCA 600 gar nicht mehr.“ Das steht übrigens in direktem Zusammenhang mit dem sehr ökonomischen Luftverbrauch des Doppel-Clip-Automaten - schließlich kostet auch Luft in der Wurstproduktion bares Geld.
Robust und hygienisch
Lobende Worte findet Missal auch für das Maschinendesign: „Material, Verarbeitung und Größe sind für unseren Betrieb optimal. ,Zierlich‘ geht in der Produktion nicht, da geht es robust zu, und so ist der RCA 600 auch gebaut.“ Das durchdachte Maschinendesign zeigt sich auch, wenn es um die Reinigung geht. „Die Auslaufschale lässt sich leicht abschrauben, wir schäumen dann die Maschine ein, spülen sie ab und desinfizieren sie, das alles nimmt nur ein paar Minuten in Anspruch.“
Die glatten Edelstahlflächen weisen keine Nischen, Vorsprünge oder andere „Schmutzkanten“ auf, an denen sich Reste ansammeln könnten, selbst klebriges, zähes Brät lässt sich bei der Reinigung leicht entfernen. Die Maschine ist nach unten offen, es bleibt deshalb nach dem Abspülen nirgends Wasser stehen. Unterdessen ist das Innenleben der Maschine vor Feuchtigkeit geschützt, übertriebene Vorsicht bei der Reinigung entsprechend überflüssig.
Entsprechend niedrig ist der Wartungsaufwand: „Kleinere Dinge erledigen wir selbst, das ist ja nicht mit viel Arbeit verbunden. Nur größere Arbeiten überlassen wir dem Kundendienst von Poly-clip System.“
Die weitgehend werkzeuglose Handhabung erleichtert den Mitarbeitern der Schildauer Fleisch- und Wurstwaren die einfachen Wartungsarbeiten enorm, selbst der Messerwechsel lässt sich ohne weiteres von Hand bewerkstelligen. Sicherheit ist dabei übrigens zu keinem Zeitpunkt ein kritisches Thema: „Wenn man nicht gerade mutwillig handelt, ist ein Unfall eigentlich ausgeschlossen.“
Wenngleich Probleme selten sind, schätzt Missal den verlässlichen Service, den Poly-clip System bietet. „Wir arbeiten schon seit Jahren mit Poly-clip System zusammen und haben einige ihrer Maschinen in unserem Betrieb. Wenn es da mal ein Problem gibt, genügt ein Anruf beim Verkäufer oder dem zuständigen Techniker, der uns oft schon am Telefon bei der Lösung helfen kann. Wenn das nicht reicht, dann können wir uns darauf verlassen, dass spätestens am nächsten Tag ein Kundendienstmitarbeiter bei uns vor der Tür steht.“
Geschäftsführer Wilfried Naumann und seine Produktionsleiterin Dietlind Missal sind sich einig: Die Anschaffung des Doppel-Clip-Automaten RCA 600 hat sich für die Schildauer Fleisch- und Wurstwaren GmbH gelohnt. „Wir sind sehr zufrieden“, fasst Naumann zusammen, „der RCA 600 erfüllt unsere Anforderungen voll und ganz.“ Beide schätzen die hohe Produktionsleistung bei problemloser Handhabung, die Zeitersparnis im Hinblick auf Rüstzeiten und die mühelose Reinigung gleichermaßen. Aber auch der bereits gewohnte zuverlässige Service des Herstellers dürfte die Entscheidung für den RCA 600 positiv beeinflusst haben.Dirk Bongardt