Wem ist es nicht auch schon passiert, dass zu viele Wursthüllen gewässert wurden und schließlich nicht verbraucht wurden. In der Regel werden die zu viel gewässerten Därme dann zum Trocknen aufgehängt oder anderweitig versorgt.

Wursthüllen nicht aufbewahren
Naturdärme werden wieder eingesalzen und können so problemlos unter Kühlung aufbewahrt werden. Anders sieht es bei Kunstdärmen aus.
Kunstdärme aus Viskose oder Hautfasern sind ab Werk mit Glycerin behandelt, was ihnen die Geschmeidigkeit gibt, auch im trockenen Zustand. Beim Wässern wird das Glycerin herausgewaschen und die Därme werden beim Trocken spröde und brüchig, was in der Folge wieder zu Problemen führen kann.
Därme aus Kunststoff haben das Problem nicht, doch sind Sie für die Feuchtigkeit undurchlässig, so dass Kunststoffdärme innen kaum wirklich trocknen. Das Wasser, in dem die Därme gewässert werden, ist jedoch kein reines Trinkwasser mehr, sondern mit Fetten und Eiweißen kontaminiert, welche dann einer Vielzahl von Mikroorganismen als Nährboden dienen.
Werden derartige Därme doch wieder zur Produktion eingesetzt, kann es durch die Mikroorganismen auf der Darmoberfläche zum Verderb kommen, bevor die Wurst noch gebrüht wird.