Westfleisch wächst weiter
Im Jahr 2007 erzeugte und vermarktete die Westfleisch-Unternehmensgruppe 774.670 t Fleisch und Fleischprodukte und damit 11,2 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Dabei handele es sich laut Geschäftsführer Helfried Giesen um einen Rekord, mit dem das genossenschaftliche Unternehmen seine solide Marktposition behauptet. Westfleisch ist drittgrößter Fleischvermarkter in Deutschland und gehört zu den fünf größten Vermarktern in Europa. Der Umsatz der Westfleisch-Gruppe belief sich 2007 auf rund 1,684 Milliarden Euro (plus 1,1 Prozent). Die Exportumsätze stiegen um 12,8 Prozent auf 384 Millionen Euro. Der Export sorgte vornehmlich für das Mengenwachstum bei Westfleisch, der einen Absatzanteil von 32,5 Prozent erreichte. Knapp ein Drittel des in den Fleischcentern der Westfleisch-Gruppe in Coesfeld, Hamm, Lübbecke und Paderborn sowie von den Tochterfirmen Westfalen-Land in Münster und Gustoland in Oer-Erkenschwick verarbeiteten Fleisches (233.650 t) wurden in die EU und in Drittlandsmärkte ausgeführt.
2007 konnten die Schlachtungen und die Zerlegung von Schweinen und Sauen deutlich auf rund 5,95 Millionen Tiere (plus 11,2 Prozent) ausgebaut werden.
In den Sparten Rind und Kalb lag die Entwicklung der Schlachtzahlen deutlich über dem Bundestrend. So wurden 2007 mit 288.000 Stück 1,9 Prozent mehr Rinder geschlachtet (bundesweit minus 1,7 Prozent), die rund 40.000 Kälberschlachtungen stellen einen Rückgang von 2,3 Prozent zum Vorjahr dar (deutschlandweit minus 8,8 Prozent).
Viele namhafte Handelsunternehmen greifen laut Giesen für ihre Eigenmarken auf die Westfleisch-Qualitätsfleischprogramme Transparind und Bestschwein zurück. Angesichts gestiegener Anforderungen des Handels an die Herkunft, Sicherheit und Qualität von Fleisch biete Westfleisch eine überprüfbare Glaubwürdigkeit.
Mäster von Rindern und Schweinen und Ferkelerzeuger hätten im zurückliegenden Jahr durch ein großes Angebot und außergewöhnlich gestiegene Futterkosten unbefriedigende wirtschaftliche Ergebnisse hinnehmen müssen, erläuterte Giesen. Der Schlachtschweinepreis werde sich künftig den gestiegenen Futter- und Energiekosten stellen müssen.
Giesen konstatierte gewonnenes Vertrauen der Verbraucher in das Produkt Fleisch und die Branche insgesamt. Er sehe darin auch eine Bestätigung für die 2007 gestartete „Qualitätspartnerschaft Westfleisch“, mit der sich die gesamte Gruppe auf die Ziele Qualität, Nachhaltigkeit, Partnerschaft und Fairness ausgerichtet habe. Verbraucher achteten zunehmend darauf, wie Unternehmen ökologische, ökonomische und soziale Aspekte in Einklang bringen. Dazu sagte Giesen, Westfleisch habe das Thema mit den 15 Bausteinen der „Partnership for Quality“ vorausgedacht, erarbeitet und sei der erste Anbieter in der Fleischbranche, der eine ökosoziale Corporate Social-Norm erfülle – seit März 2008 sogar SGS-zertifiziert.
Westfleisch-Finanzvorstand Bernd Cordes sieht mit einem Jahresüberschuss von insgesamt 6,6 Millionen Euro nach Steuern das Ziel der Genossenschaft als voll erfüllt an.
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