Convenience-Produkte stehen im Mittelpunkt des Programms der Bolinski Fleischgroßhandel und Agentur GmbH im westfälischen Borken. Die Produktpalette erstreckt sich von Fleischbällchen über Rostbratwürste bis hin zu gefüllten Paprikaschoten und panierten Schnitzeln. Eine wichtige Rolle in der Produktion spielt der Vakuumfüller Konti T260 von Frey. Fleischermeister Alfred Lefting, Leiter des Borkener Betriebes, spricht im ’Fleischerei‘-Praxistest über seine Erfahrungen mit der Maschine.
Vakuumfüller mit hoher Leistung
EVon den 40 Mitarbeitern des Borkener Betriebes sind 15 in der Produktion beschäftigt, die übrigen in Vertrieb und Verwaltung. Die Kunden, vorwiegend aus der Gastronomie, werden teils direkt, teils über den Großhandel beliefert. Haushalte und kleinere Gastro-Betriebe können sich auch über den Werksverkauf am Borkener Produktionsstandort eindecken.
Erst vor einigen Monaten ist Bolinski auf den Vakuumfüller von Frey umgestiegen; der Unterschied zur Vorgängermaschine ist Betriebsleiter Lefting damit ebenso deutlich vor Augen wie jene Eigenschaften, die vor allem in der ersten Zeit nach Inbetriebnahme einer neuen Maschine ins Auge fallen.
Einfacher Umstieg
Mit der Einarbeitungszeit, die Lefting und seine Mitarbeiter bei der Umstellung auf die neue Maschine benötigt haben, zeigt sich der Betriebsleiter sehr zufrieden. „Wenn die Programme einmal stehen, ist da gar kein großer Unterschied. Wir sind sehr schnell mit der T260 zurechtgekommen.“ Natürlich sei die Eingewöhnung von Produkt zu Produkt unterschiedlich, räumt Lefting ein, schließlich müssen die Parameter – wie Portionsgewicht, Abdrehzahl, Clipzeit, Pausenvorwahl und so fort – individuell angepasst werden. Sind jedoch die für ein Produkt erforderlichen Parameter einmal festgelegt, ist es ein leichtes, diese in ein Programm zu übernehmen. Der Bediener drückt dazu einfach die Taste „Speich/Progr“ und die aktuellen Einstellungen der Maschine werden in einem von insgesamt hundert zur Verfügung stehenden Speicherplätzen abgelegt. Über die Taste „Progr/holen“ lassen sich die gesicherten Programme auflisten und über die Richtungstasten das jeweils erforderliche Programm abrufen. Damit ist jederzeit eine schnelle Umstellung der Produktion möglich, unabhängig von Wissen und Erfahrung der jeweiligen Bediener.
Von der durchdachten Steuerung können wir uns vor Ort überzeugen. Das Display stellt die Maschinenparameter gut lesbar im Klartext dar, die Folientasten haben einen deutlich spürbaren Druckpunkt, sodass Fehlbedienungen sehr unwahrscheinlich sind. Über das LCD-Display können auch diverse Diagnose- und Serviceprogramme abgerufen werden, um Problemursachen schnell ausfindig zu machen. Bei Bedarf könnte ein Betriebselektriker die Displayausgaben telefonisch mit der Kundendienstabteilung abgleichen und nach deren Hinweisen die Störung beseitigen. Auch dadurch können kostspielige Stillstandszeiten auf ein Minimum reduziert werden. Zeit spart die Maschine auch bei der – bei vergleichbaren Füllern mitunter recht aufwändigen – Reinigung. „Die Maschine ist glatt, ohne Ecken und Kanten, an denen sich Reste sammeln könnten. Der Boden des Förderwerks ist mit einem eigenen Wasserablauf ausgestattet, sodass hier kein Wasser stehen bleibt“, deutet Lefting auf einen verschließbaren Ablauf an der Maschine.
Verarbeitung und Design
Die hochwertige Verarbeitung zeigt sich, wie Lefting sagt, auch in der spürbar geringeren Geräuschentwicklung. „Es läuft alles wesentlich ruhiger und runder ab. Die Geräuschentwicklung ist absolut im angenehmen Bereich.“
Mit dieser niedrigen Geräuschentwicklung geht auch ein im Vergleich zu einer hydraulischen Maschine gleicher Leistung im etwa 30 Prozent geringerer Energieverbrauch einher. Der wiederum resultiert aus einer durchdachten Servoantriebstechnik: Die Zubringer-einheit wird über einen separaten Servoantrieb betrieben, sodass die Umdrehungsgeschwindigkeit an die zu verarbeitende Ware und die Füllgeschwindigkeit angepasst werden kann. Der Verschleiß ist schon deshalb gering, weil in diesem Antrieb nur noch wenige mechanische Komponenten eingesetzt werden. Dabei kommt im Vakuumfüller ein Flügelzellenförderwerk mit 16 Füllkammern zum Einsatz. In Verbindumg mit dem Servoantrieb werden eine hochgenaue Portionierung und ein tadelloses Füllbild erreicht. Problemlos ist auch die Wartung. „Größere Wartungs- und Inspektionsarbeiten lassen wir natürlich von Frey durchführen“, erkärt Lefting, „für uns selbst bleibt da nur das regelmäßige Abschmieren der Maschine.“ Zwei leicht erreichbare Schmiernippel müssen dazu abgeschmiert werden. Die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten des Vakuumfüllers werden den Anforderungen des Bolinski-Produktionsprogramms voll gerecht, wie Lefting urteilt. „Die Maschine kann alles, was wir hier benötigen, und noch einiges mehr.“ Auch wenn die geänderten Ansprüche der Kunden in Zukunft andere Produktionsabläufe nötig machen sollten, „die Möglichkeiten sind da“. Diese Möglichkeiten realisiert Frey zum Teil mit Hilfe von optional erhältlichen Vorsatzgeräten. So wird bei Bolinski ein pneumatisches Messer eingesetzt. Weiter können beispielsweise halb- oder vollautomatische Clipmaschinen angeschlossen werden. Für automatische Clipmaschinen besitzt die Konti T260 eine elektronische Impulssteuerung. Auch das Frey-eigene Längenabdrehsystem BASO2 und die Aufhängelinie AHL02 können von der Maschine angesteuert werden. Die Beschickung kann auf Wunsch über einen Hydrauliklift für 200-Liter-Normbeschickungswagen erfolgen. Der Fülltrichter fasst bis zu 330 Liter. Weitere optionale Zusatzgeräte sind Darmhaltevorrichtungen und Darmaufziehgeräte, mit deren Hilfe die Stillstandzeiten bei der Wurstproduktion weiter reduziert werden können. Außerdem fertigt Frey auch Sonderfüllrohre und andere spezielle Vorsatzgeräte auf Kundenwunsch.
Individueller Service
Gerade hier zeigt sich Lefting sehr zufrieden mit dem Kundenservice von Frey. „Wir hatten für den vorhergehenden Vakuumfüller eines anderen Herstellers bereits eine Reihe von Vorsatzgeräten. Frey hat diese Geräte für uns an die T260 angepasst.“ Der Service zeigt sich aber auch in anderen Aspekten, in der individuellen Betreuung beispielsweise und der schnellen Hilfe im Bedarfsfall. „Da sind wir sehr zufrieden“, lobt Alfred Lefting, „das mag allerdings auch damit zusammenhängen, dass unser Servicemann nur sieben Kilometer von uns entfernt wohnt.“ Die Frey Maschinenbau unterhält, um diesen Service bieten zu können, bundesweit ein Netz von Servicemitarbeitern, die regelmäßig in der Wartung und Reparatur von Frey-Maschinen geschult werden und als Angestellte des Unternehmens auch ausschließlich diese Maschinen in ihren jeweiligen Gebieten betreuen. Dadurch kann Frey seinen Kunden einen schnellen, verlässlichen Service unabhängig von deren geografischem Standort bieten.
Betriebsleiter Alfred Lefting steht hinter der Anschaffung des Vakuumfüllers Konti T260. Die Flexibilität im Einsatz ist ihm ebenso wichtig wie die hochwertige Verarbeitung, das im Hinblick auf Leistung, Reinigung und Bedienung gleichermaßen durchdachte Design und der professionelle Service.Dirk Bongardt