Die hierzulande noch relativ unbekannte Norweger- oder Wikinger-Diät wurde von einem Komitee der skandinavischen Länder erstmals 2010 publiziert. Ziele waren die Erhöhung des Verzehrs regionaler und nachhaltiger Lebensmittel sowie eine Optimierung der Nährstoffzufuhr.
Der Begriff Diät steht in keinem Zusammenhang mit einer Gewichtsreduktion, sondern mit einer umweltverträglichen Alltagskost, die weniger Tierisches und mehr Pflanzliches berücksichtigt.
Traditionelle Nahrungsmittel der nordischen Länder bilden die Basis. Dazu gehören unter anderem viel Gemüse, Kräuter, Pilze, Hülsenfrüchte, Obst wie Äpfel, Birnen, Beeren, Vollkorn, fettreicher Fisch und Algen, aber auch Milch, Käse, Eier und Fleisch. Entsprechend dem Ernährungsziel sind die Verzehrsmengen kalkuliert. Dänemark empfiehlt 25 g Käse täglich, dazu 500 g Milch oder Milchprodukte. Weitere tierische Komponenten sind wöchentlich 3 bis 4 Eier und 300 g Fisch plus 35 g Algen. 80 bis 100 g Fleisch pro Tag dürfen es sein, verteilt auf drei Mahlzeiten die Woche. Empfohlen werden Wild und Fleisch aus artgerechter Haltung. Eine eigenständige Empfehlung für Wurst gibt es nicht.
