Von hohen Blutfetten spricht man, wenn das Cholesterin erhöht ist, die Neutralfette (Triglyceride) oder beides. In allen Fällen ist Schweinefleisch erlaubt. Wichtig sind die richtige Auswahl des Teilstückes, die Zubereitung und die Kombination, denn ein einziges Lebensmittel macht weder eine gesunde noch eine ungesunde Ernährung.

Empfohlen wird mageres Fleisch, weil das wenig gesättigte Fettsäuren enthält. Und die gilt es bei hohen Blutfetten einzusparen. Teilstücke mit weniger als fünf Prozent Fett bevorzugen wie Filet, Rücken, Oberschale. Zum Braten Öle verwenden. Sie enthalten mehr ungesättigte Fettsäuren als feste Fette und wirken senkend auf das Cholesterin.
Hartnäckig hält sich das Vorurteil vom cholesterinreichen Schweinefleisch. Dabei liefern die mageren Teilstücke nur 49 mg Cholesterin, fünf mehr als Pute und rund 20 weniger als Rindfleisch. Maximal 300 mg pro Tag empfiehlt die DGE. Weil der fettähnliche Stoff nur in tierischen Lebensmitteln vorkommt, hält ein Großteil der Bevölkerung die Grenze unbewusst ein. Ohnehin gehört das Cholesterinzählen der Vergangenheit an. Nach heutigem Kenntnisstand wirken andere Faktoren senkend auf die Blutfette. Dazu gehören die Bevorzugung von Ölen, die Zufuhr von Omega 3-Fettsäuren aus fetten Fischen und ein reichlicher Verzehr von Ballaststoffen aus Vollkorn, Hülsenfrüchten, Nüssen, Gemüse und Obst. Öle und ballaststoffreiche Pflanzen lassen sich mit magerem Schweinefleisch zu stoffwechselgünstigen Mahlzeiten kombinieren. Barbara Krieger-Mettbach