Thekenfrage: Ist Salami für Kinder schädlich?

Vorsichtige Eltern meiden Rohwurst in der Ernährung ihrer Babys und Kleinkinder. Grund ist das mögliche Vorkommen von Bakterien namens Listerien. In der Umwelt verbreitet können sie rohe Lebensmittel wie Salat aber auch Fleisch, Rohwurst, Rohmilchkäse kontaminieren. Durch deren Verzehr verursachte Infektionen verlaufen bei älteren und kranken Menschen sowie bei kleinen Kindern manchmal sehr schwer.

Auch in dünne Scheiben geschnitten ist würzige Rohwurst für Kleinkinder nicht empfehlenswert. - © Barbara Krieger-Mettbach

Schwangere sollten auf Rohwurst verzichten, weil eine Infektion ein Risiko für das Ungeborene darstellt. Grundsätzlich ist hygienisch einwandfreie Rohwurst wie Salami und Teewurst für Kleinkinder geeignet. Weil Listerien jedoch unsichtbar, geruchs- und geschmacklos sind, ist Verzicht der sichere Weg.

Gute Alternativen: Brüh- und Kochwurst. Für die beiden Wurstarten spricht auch der vergleichsweise geringere Salzgehalt, denn Kleinkinder nehmen hierzulande mehr Salz auf als sie benötigen. Brüh- und Kochwurst sind besser zu kauen als schnittfeste Rohwurst und leichter verdaulich. Wenn Kleinkinder die feste Wurst nicht zerbeißen können und grobe Partikel in den Magen gelangen, muss der mehr arbeiten, um die Wurst für die Verdauung vorzubereiten. Fettärmere Brüh- und Kochwurstsorten bevorzugen, weil große Fettmengen die kindlichen Verdauungsorgane überfordern.