
Liebhaber von Pferdefleisch vertreten diese Meinung. Die Analyse mit dem aktuellen Bundeslebensmittelschlüssel bescheinigt zwar ein gutes Nährstoffmuster, aber auch Beachtenswertes. So liefern 100 g Pferdefleisch im Durchschnitt 20,6 g Eiweiß, 2,7 g Fett, 109 Kalorien, 52 mg Cholesterin und 3 µg Vitamin B12, alles vergleichbar mit den Durchschnittswerten anderer magerer Fleischsorten. Der Zinkgehalt von 4,9 mg entspricht etwa dem von Rind, das Eisen, ebenfalls 4,9 mg, liegt etwas höher. Pferd enthält 400 mg Kalium, rund 25 Prozent mehr als andere Fleischsorten. Nicht verboten, aber wenig empfehlenswert ist Pferd für Gichtkranke. Bei 200 mg Harnsäure je 100 g Fleisch fällt es schwer, die tägliche Maximalempfehlung von 500 mg einzuhalten. Zum Vergleich: Mageres Schweinefleisch enthält 160 mg, Rindfleisch 110 mg Harnsäure. Verzichten sollten auch Rheumatiker. Sie begrenzen die Arachidonsäure im Essen auf 50 mg täglich. 100 g Pferdefleisch enthält bereits 120 mg. Das Fazit: Pferdefleisch kann die ausgewogene Ernährung gesunder Menschen aller Altersgruppen bereichern. Allerdings sticht kein Nährstoff hervor, der nicht auch in anderen Fleischsorten enthalten ist.