Thekenfrage: Funktioniert klimafreundliche Ernährung auch mit Fleisch?

Gut für Klima und Gesundheit: Umwelt- und tierfreundlich erzeugtes Fleisch auswählen und mit saisonalen Pflanzen aus der Region kombinieren. Barbara Krieger-Mettbach - © Barbara Krieger-Mettbach

Am Thema klimafreundliche Ernährung kommt zurzeit niemand vorbei. Fleischesser sind verunsichert. Dass die Nutztierhaltung einen großen Anteil an den Treibhausgas­emissionen besitzt, ist Fakt. Daraus leitet sich die Antwort ab: Unter Klimaaspekten sollten Fleisch und Wurst nicht täglich auf dem Teller liegen. Weitere Faktoren zur Reduzierung der Emissionen: Fleisch aus der Region und aus artgerechter Haltung kaufen. Wenn es angeboten wird, Fleisch von alten Nutztierrassen bevorzugen und Fleischsorten abwechseln. Nur so viel kaufen, wie gegessen wird.

Rinder produzieren den höchsten Anteil an klimaschädlichen Gasen, mehr als Schwein und Geflügel. Entsprechend stehen Käse und Milchprodukte ebenfalls am Pranger, Lebensmittel, die vor allem viele Vegetarier in überdurchschnittlicher Menge essen. Die Lösung für alle: Abwechseln und maßhalten. Wöchentlich mindestens je eine warme Mahlzeit mit Ei, Käse, Fisch und rein pflanzlich mit Hülsenfrüchten und Getreide, an den restlichen Tagen Fleisch oder Geflügel einplanen. Zur klima­freundlichen Ernährung gehört zusätzlich zur richtigen Wahl tierischer Produkte die Bevorzugung saisonaler, regionaler Lebensmittel pflanzlicher Herkunft. Nicht einzelne Mahlzeiten zählen, sondern das Gesamtkonzept.