Verkäufer/innen, die ihre Waren genau kennen, können Kunden individueller beraten und ein besseres Verkaufsergebnis erzielen. Das gilt für Fleisch und Wurst ebenso wie für Zusatzprodukte und Zutaten. Die Fleischerei informiert in jeder Ausgabe über Lebensmittel, die im Fleischer-Fachgeschäft verkauft oder verarbeitet werden.
Aus der Keule, dem wertvollsten Teil vom Schwein, lassen sich Braten, Schnitzel, Gulasch zuschneiden und international bekannte Schinkenspezialitäten herstellen. Verbraucher schätzen die schnelle, einfache Zubereitung der Fleischteilstücke in der Alltagsküche. Doch Massentierhaltung und multiresistente Keime verderben Ernährungsbewussten zunehmend den Appetit auf das Fleisch der klassischen Hausschweine.
Rasse und Haltung als Kaufkriterium
Fleischer mit Anspruch heben sich von der Masse ab. Das beginnt mit der sorgfältigen Auswahl der Tiere, dem Schlachten, Zerlegen und reicht bis zur Wurstherstellung. Die größte Herausforderung in der Praxis ist die Kommunikation an der Theke. Nur wenn Kunden erfahren, was ihr Fleischer anders macht als Billiganbieter, und sie ihren persönlichen Nutzen erkennen, akzeptieren sie einen höheren Kaufpreis. Alte Schweinerassen wie Bunte Bentheimer oder Schwäbisch Hällische liefern gute Argumente. Eichelmastschweine und Mangalitza gelten als besonders edel. Lieber seltener, dafür sehr gutes Schweinefleisch essen. Mit dieser Formel treffen Fleischer den Nerv bewusster Kunden, die auf gesunde Ernährung, Tierschutz und Umwelt achten.
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