Zentrag eG Stabile Lage im Fleischerhandwerk

Wie die Zentralgenossenschaft des europäischen Fleischergewerbes, Zentrag eG, Frankfurt am Main, mitteilt, hat sich das deutsche Fleischerhandwerk im vergangenen Jahr trotz unsicherer Wirtschaftslage im Wesentlichen behaupten können. Die Marktverhältnisse sind nach Auskunft von Vorstandssprecher Anton Wahl und Aufsichtsratsvorsitzenden Michael Boddenberg durchaus als stabil zu bezeichnen und in Teilbereichen auch von Wachstum geprägt.

Stabile Lage im Fleischerhandwerk

Die Preise von Fleisch und Fleischerzeugnissen seien im vergangenen Jahr moderat gestiegen, lediglich bei Lammfleisch war eine drastische Erhöhung von rund 20 Prozent zu registrieren. Für dieses Jahr geht die Zentrag davon aus, dass die Preise bei Schweinefleisch weiterhin kaum steigen und für Rindfleisch auf dem hohen Niveau von 2011 bleiben. Bei Lammfleisch sehen die Fachleute den Zenit in der Preisentwicklung überschritten und erwarten für die zweite Jahreshälfte sogar einen leichten Preisrückgang. Die Preise von Geflügel werden zum Beginn der Grillsaison in 2012 etwas ansteigen.

Zur Zeit registriert die Zentrag eine starke Nachfrage nach Biofleisch: Der Wunsch der Verbraucher nach Bio-Geflügelprodukten sei so stark gestiegen, dass der Bedarf zur Zeit nicht gedeckt werden könne und erst zur Jahresmitte mit einem größeren Angebot zu rechnen sei. Auch bei Bio-Schweine- und Bio-Rindfleisch gebe es eine starke Nachfrage, wobei sich das derzeit knappe Schweinefleischangebot in den nächsten Monaten etwas erholen werde.

Insgesamt lag der Pro-Kopf-Fleischverzehr in Deutschland 2011 bei 61 kg. Schweinefleisch war auch im vergangenen Jahr mit 39,6 kg „des Deutschen liebstes Kind“. Auch beim Geflügelfleisch hielt sich der Anteil 2011 bei einem Verbrauch von 11,5 kg. Ähnlich geblieben ist der Konsum von Rind- und Kalbfleisch, er liegt bei 8,4 kg.

Die Zentrag nimmt nach aktuellen Marktdaten an, dass sich die dynamische Entwicklung im Fleischerhandwerk, das in Deutschland über insgesamt 25.250 Verkaufsstellen verfügt, auch 2011 auf hohem Niveau halten wird. Die Branche setzte 2011 insgesamt 16.460 Mio. Euro um, das entspricht einem Umsatzplus von 3,2 Prozent. Insgesamt gibt es knapp 15.000 Fleischer-Fachgeschäfte in Deutschland.

„Die Einbindung in regionale Wirtschaftstrukturen und ein nachhaltiges Auftreten am Markt sind wesentliche Vorteile der Fleischerfachbetriebe im Wettbewerb. Der handwerkliche Fleischermeister und sein Rohstofflieferant verfügen weiterhin über exklusive Qualitäten, hochwertige Produkte und vielfältige Sortimente“, betonte Boddenberg. Dennoch habe sich der Trend zu größeren und leistungsfähigeren Betrieben im Handwerk fortgesetzt.

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