
Der Handel verlangt zunehmend gewichtsgleiche Verpackungen mit definierter Scheibenzahl. Das ist beim konventionellen Schneiden von Käse-, Wurst- und Fleischstangen aufgrund von Formabweichungen, Poren sowie der ungleichen Verteilung von Fleisch, Fett und Knochen kaum zu erreichen. Etwaige Gewichtsunterschreitungen reklamiert der Handel, Überschreitungen gehen als „Give-away“ zu Lasten des Verarbeiters – und das gilt es zu verhindern.
Das Technologie-Zentrum von GEA Food Solutions am Standort Kempten bietet laut Hersteller hervorragende Möglichkeiten, eine Vielzahl von innovativen Anwendungen des GEA-Produktportfolios in den Bereichen Beladen, Aufschneiden und Verpacken zu demonstrieren. Technologie- und Applikationsseminare, praxisorientierte Trainings sowie Leistungstests und Schulungen stehen regelmäßig im Terminkalender.
Anlässlich des GEA Slicer-Tages wurden an zwei Demonstrationsanlagen innovative Konzepte zum automatisierten Schneiden auf Fixgewicht präsentiert. Den Anfang jeder Linie bildete ein Röntgenscanner GEA OptiScan mit integrierter Waage zum Erfassen von Gewicht und Dichteverteilung der einzelnen Produktstränge inklusive Inline-Detektion etwaiger Fremdkörper im Produktstrang. Aus den Scanner-Daten errechnet die Schneidsoftware des nachgeschalteten Slicers (zum Beispiel GEA DualSlicer) den erforderlichen Vorschub der Zuführeinheit zum Schneiden gewichtsgleicher Scheiben (Variation der Scheibendicke).
In Linie 1 übernahm ein GEA ShingleLoader anschließend das Stapeln, Gruppieren und Verteilen der geschnittenen Ware in die vorgeformten Schalen des Thermoformers GEA PowerPakRT. Linie 2 simulierte das Sortieren und Beladen mit dem GEA RobotLoader, einem hochflexiblen Deltaroboter für schnelles und produktschonendes „Pick & Place“ unregelmäßig auf einem Förderband verteilter Produkte.