Bio-Produkte verzeichnen derzeit hohe Wachstumsraten. Ob Fleisch- und Wurstwaren, Obst, Gemüse oder Molkereiprodukte: Verbraucher schätzen die Lebensmittel aus kontrolliert ökologischer Herkunft. Zu den Pionieren auf diesem Gebiet gehört die Metzgerei Packlhof aus dem oberbayrischen Eurasburg.
Sicher versiegelt
Bereits vor 26 Jahren beschloss Josef Urban, seinen Hof auf biologische Landwirtschaft umzustellen. Fünf Jahre später kam eine Bio-Metzgerei hinzu. „Fleisch ist eine Frage des Vertrauens“, ist Urban überzeugt. „Wir verarbeiten nur Fleisch von Tieren aus biologischer Landwirtschaft, die in einem biozertifizierten Schlachthof geschlachtet werden. Unserem Familienunternehmen sind hohe Qualität in Geschmack und Verarbeitung ein Anliegen.“
Dank dieser Qualität und der wachsenden Bedeutung des Bio-Sektors wuchs die Metzgerei Packlhof zu einem Unternehmen mit heute 25 Mitarbeitern. Die Produkte tragen außer dem EU-Biosiegel auch das Zertifikat „ökologischer Landbau“ des Bioland-Fachverbandes. Die Qualität von Packlhof-Produkten wurde vielfach mit dem goldenen Gütesiegel dieses Verbands ausgezeichnet. Aufgrund des stetigen Wachstums bezog das Unternehmen 2006 neue, größere Produktions- und Zerlegegebäude. Rund zehn Tonnen Rind- und Schweinefleisch werden dort pro Woche verarbeitet. Einen Teil davon verkauft Packlhof in einem eigenen angeschlossenen Markt, wo die Kunden auch andere Bioprodukte kaufen können. Das meiste vertreibt das Unternehmen jedoch über den Bio-Einzelhandel. Unter anderem beliefert die Metzgerei Packlhof die Filialen der Supermarktkette Alnatura in ganz Deutschland.
Bis zu drei Wochen haltbar
Bei diesem Vertriebsweg spielt die Verpackung eine entscheidende Rolle: Das Abpacken unter modifizierter Atmosphäre oder Vakuum hält das Fleisch frisch und in hoher Qualität bis zum Verbraucher. Überdies verfügen viele Bio-Supermärkte nicht über eine Fleischtheke, die Produkte werden ausschließlich im Kühlregal als SB-Ware verkauft. Vor einigen Jahren erwarb Urban darum eine Vakuumkammermaschine Multivac C 450, zum Verpacken in Vakuumbeutel. Die Maschine hat zwei Kammern mit leicht beweglichem Schwingdeckel. Während die eine Kammer den Produktbeutel vollautomatisch versiegelt, kann die andere bereits wieder beladen werden. „Die Maschine war immer zuverlässig im Betrieb,“ urteilt Josef Urban. „Wir haben sie immer noch im Einsatz, zum Verpacken von verschieden großen Stücken in Beutel. Aber die ständig steigenden Mengen ließen sich mit dieser halbautomatischen Lösung alleine nicht mehr abdecken.“
Aus diesem Grund investierte Packlhof 2005 in eine zweite „Multivac“: eine Tiefziehmaschine vom Typ R 140. „Diese Maschine ist kompakt und braucht relativ wenig Platz“, erläutert Urban, „aber arbeitet vollautomatisch und mit großer Zuverlässigkeit. Wir verwenden sie in erster Linie zum Vakuumverpacken von Fleisch- und Wurstwaren für das SB-Regal.“ Die Maschine erreicht eine dichte Versiegelung und einen sehr geringen Restsauerstoffgehalt. So verlängert sich die Haltbarkeit der Produkte auf bis zu 21 Tage – ideal für den Verkauf im SB-Regal.
Zuverlässiger Betrieb
Letztes Jahr kaufte Packlhof den Traysealer T 350 vom gleichen Hersteller. Mit dieser ebenfalls vollautomatischen Maschine verpackt das Unternehmen zum Beispiel Gulasch und Hackfleisch unter modifizierter Atmosphäre. „Wenn der Transporter auf den Hof rollt, müssen die Verpackungen fertig sein“, sagt Urban. „Bei der Multivac-Maschine können wir uns darauf jederzeit verlassen. Wir verpacken wöchentlich rund 10.000 Trays, und auch bei sehr hohem Durchsatz ist jede Verpackung immer dicht und sauber versiegelt.“ Das Siegelwerkzeug ist mit Inline-Cut ausgestattet, das heißt der Rand der Siegelfolie ragt nicht über den Trayrand hinaus, sondern schließt mit ihm ab. Dadurch gewinnen die Verpackungen in der Optik. „Mit der Einführung der Tray-Verpackungen hat sich der Absatz unserer Produkte bei Alnatura fast verdoppelt“, berichtet Urban.