Schweinefleisch-Gemüse-Eintopf

Frisches Gemüse gehört zur gesunden Ernährung wie die Sonne zum Sommer. Und wie dieser haben im Juli und August die meisten Sorten Hauptsaison. Gemeinsam mit saftigem Schweine-fleisch ergeben sie einen schnell zubereiteten leckeren Eintopf – gemäß dem Motto: warmes Wetter, warmes Essen.

Der Schweinefleisch-Gemüse-Eintopf eignet sich gut als sommerlicher Mittagstisch. - © CMA-Bestes vom Bauern

Schweinefleisch-Gemüse-Eintopf

Schweinefleisch, das Lieblingsfleisch der Deutschen, ist seit dem Mittelalter vom Speiseplan nicht mehr wegzudenken. Zwischenzeitig als fett, cholesterinreich und schwer verdaulich verschrien, ist Kochen mit Schweinefleisch durchaus wieder zeitgemäß. Dank moderner Züchtungsmethoden ist der Fettgehalt deutlich gesunken. Heute zählt Schwein sogar zu den fettarmen Lebensmitteln. Sein Fleischeiweiß enthält lebensnotwendige Aminosäuren, und auch als Vitaminlieferant kann sich Schweinefleisch sehen lassen. Kaum ein anderes Lebensmittel enthält mehr Vitamin B1, das wichtige Funktionen im Energie- und Kohlenhydratstoffwechsel erfüllt und die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit unterstützt. Vitamin B6 regelt den Eiweiß- und Aminosäurenstoffwechsel, koordiniert Enzyme, stärkt Nerven- und Immunsystem und ist mitverantwortlich für die Bildung von roten Blutkörperchen. Überdies ist Schweinefleisch ein wertvoller Lieferant für essenzielle Mineralstoffe und Spurenelemente. Neben den beachtlichen Mengen an gut verfügbarem Eisen ist der hohe Gehalt an Selen hervorzuheben, das die Funktion der Schilddrüse unterstützt und als Antioxidans vor freien Sauerstoffradikalen schützt.

Im Juli hat die Frühlingszwiebel – ihrem Namen zum Trotz – Hochsaison. Wie ihre Schwester, die Haushaltszwiebel, enthält sie außer Vitaminen und Mineralstoffen auch so genannte Sekundärpflanzenstoffe (SPS), also Substanzen, die die Pflanzen bilden, um sich vor Schädlingen und Krankheiten zu schützen. Neuere Forschungsergebnisse weisen darauf hin, dass es bis zu 10.000 SPS sind, die auch für den Menschen wichtige Funktionen erfüllen. Sie wirken antibakteriell und blutdrucksenkend und beeinflussen Cholesterinspiegel und Herzdurchblutung günstig. Der Erfolg der Frühlingszwiebel, vor allem in der asiatischen Küche, rührt aber auch daher, dass sie geschmacklich zarter ist als die gemeine Zwiebel, sie mit Stumpf und Stiel verwendet werden kann und ihre ätherischen Öle weniger ausgebildet sind.

Kartoffeln, Karotten, Kohlrabi, Stangensellerie und Weißkohl haben im Juli und August Hauptsaison. So vielfältig die Farben, so groß die Zahl an Inhaltsstoffen. Hier nur ein kleiner Ausschnitt aus dem Repertoire der gesunden Multitalente: Die Kartoffel liefert hochwertiges Eiweiß – zwar in bescheidener, aber dafür umso wertvollerer Menge. Von allen pflanzlichen Eiweißlieferanten hat sie den höchsten Anteil an verwertbarem Eiweiß. Abgerundet wird der hohe Ernährungswert durch Vitamin C, B1 und B2, Magnesium, Eisen, Kalium und Phosphor. Karotten sind reich an Ballaststoffen, Mineralstoffen, vor allem Selen und fettlöslichem Bettacarotin, der Vorstufe von Vitamin A, das im Sehfarbstoff eine tragende Rolle spielt, den Stoffwechsel und das Wachstum unterstützt sowie das Immunsystem und die Hautbildung. Auch der Kohlrabi trägt mit einem hohen Ballaststoffgehalt zu einer geregelten Verdauung bei. Selen, B-Vitamine, Folsäure, Phosphor, Kalium, Eisen, Kupfer und Vitamin C machen die energiearme Knolle zusätzlich interessant. Auch Sellerie ist reich an den Vitaminen A, B und C sowie an Kalzium, Magnesium, Mangan, Kalium und essenziellem Öl, das die Nierenfunktion unterstützt. Zudem ist er sehr kalorienarm.

Zubereitung

Das Fleisch in Würfel schneiden. Das Gemüse putzen, Frühlingszwiebeln in 2 cm große Stücke, Bleichsellerie in dünne Streifen, Möhren und Kohlrabi in Stifte schneiden. Kartoffeln würfeln. In einem Topf das Fett erhitzen und die Fleischwürfel anbraten, Zwiebeln zugeben und mit Fleischbrühe ablöschen. Gemüse, bis auf die Kartoffeln, zugeben, mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen und ca. 35 Minuten bei mittlerer Hitze kochen. Zehn Minuten vor Ende der Garzeit die Kartoffeln zugeben. Nach Geschmack nachwürzen. CMA