Fleischerverband Bayern Schlagbauer folgt auf Kleeblatt

Auf dem Bayerischen Fleischerverbandstag am 14./15. Mai 2011 in Bad Wiessee wurde Georg Schlagbauer, Obermeister der Metzger-Innung München, zum neuen Landesinnungsmeister des Fleischerverbands Bayern gewählt. Sein Stellvertreter ist Konrad Ammon jun., Obermeister der Metzgerinnung Fürth.

  • Bild 1 von 3
    © Conny Salzgeber
    Der neu gewählte Vorstand des Fleischerverbandes Bayern (v.l.n.r.): Kurt Preußner, Thomas Krinner, Werner Braun, Anton Kittel, Georg Schlagbauer, Roland Braun, Konrad Ammon, Hans-Peter Rauch, Bernd Mack.
  • Bild 2 von 3
    © Conny Salzgeber
    Sie leiten die Geschicke des Fleischerverbands Bayern: Landesinnungsmeister Georg Schlagbauer und sein Stellvertreter Konrad Ammon.
  • Bild 3 von 3
    © Conny Salzgeber
    Georg Kleeblatt (Bildmitte) wurde zum Ehrenlandesinnungsmeister ernannt. Mit ihm freuen sich (v.l.): Manfred Rycken, Georg Schlagbauer, Alexander Höcht und Josef Fendt.

Schlagbauer folgt auf Kleeblatt

Eigentlich waren schon Wochen vor dem Bayerischen Fleicherverbandstag in Bad Wiessee die Weichen für die Neuwahl des Landesinnungsmeisters gestellt: Wie vom Vorstand gewünscht, sollte Georg Schlagbauer, Obermeister der Metzgerinnung München, die Nachfolge von Georg Kleeblatt, Obermeister der Metzgerinnung Miesbach-Bad Tölz/Wolfratshausen antreten. Kleeblatt stellte sich nicht mehr zur Wahl – einerseits wegen seines Alters, insbesondere aber, weil „vor diesem Verbandstag wesentliche Sachthemen und fachliche Problembereiche abgeschlossen werden konnten, die die Verbandsarbeit der letzten Jahre beherrscht haben. Horst Schömig, Obermeister der Metzgerinnung Würzburg, sollte als stellvertretender Landesinnungsmeister im Amt bleiben. Doch dann folgte die Überraschung: Konrad Ammon jun., Obermeister der Metzgerinnung Fürth kandidierte ebenfalls für das Amt des neuen Landesinnungsmeisters. Das sorgte für viel Gesprächsstoff im Vorfeld der Mitgliederversammlung.

Nachdem nun in Bad Wiessee die Regularien und die Ehrungen vorgenommen waren, stieg die Spannung. Wer macht das Rennen?

Georg Schlagbauer, dem bei der Vorstellung seiner Person und Ziele die Kommunikation auf allen Ebenen sowie eine breitere Aufstellung in den Verbänden sehr wichtig sind, und der die Neugründung des Arbeitskreises Zukunft, an dem jedes Mitglied teilnehmen kann, erfolgreich umsetzen will. „Ich bin für ein offenes und deutliches Wort, nur so kann man die besten Kompromisse finden“, sagt Schlagbauer.

Konrad Ammon präsentierte sich selbst als „Mann der Praxis und klaren Sprache, dem Handeln wichtiger ist, als Worte“ und der die derzeitigen Strukturen auf den Prüfstand stellen will. Sein Ziel ist es, den Verband langfristig finanziell abzusichern und noch stärker als Dienstleister zu positionieren.

Dann hatten von 77 stimmberechtigen Mitgliedern die 74 anwesenden Stimmberechtigten die Wahl – und wählten mit 47 zu 26 Stimmen Georg Schlagbauer als neuen Landesinnungsmeister. So weit, so gut. Die Überraschung folgte auf dem Fuß: Stand bislang Horst Schömig als einziger Kandidat für den stellvertretenden Landesinnungsmeister auf der Vorschlagsliste, kam aus dem Plenum der Wunsch, diese um Konrad Ammon zu ergänzen. Die Mitglieder schritten wiederum zur geheimen Wahl und entschieden sich mit 48 zu 25 Stimmen für Konrad Ammon als stellvertretenden Landesinnungsmeister.

Neben Schlagbauer und Ammon gehören nun Werner Braun (Oberbayern), Thomas Krinner (Niederbayern), Roland Braun (Oberpfalz), Kurt Preußner (Oberfranken), Bernd Mack (Mittelfranken), Anton Kittel (Unterfranken) und Hans-Peter Rauch (Schwaben) zum neuen Vorstand des Fleischerverbands Bayern. Alle Personen sind satzungsgemäß für drei Jahre gewählt.

Kleeblatt zum Ehrenlandes-innungsmeister ernannt

Georg Kleeblatt verabschiedete sich nach zehneinhalbjähriger Amtszeit als Landesinnungsmeister. Für seine Verdienste um das bayerische Fleischerhandwerk wurde er bereits 1992 mit der Goldenen Ehrennadel des Fleischerverbandes Bayern und 1993 mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. Nun wurde er als Dank und Anerkennung zum Ehrenlandesinnungsmeister ernannt.

Conny Salzgeber