Regional und nachhaltig wird zur Preisfrage

Nachhaltig und regional erzeugte Lebensmittel – dafür stehen vor allem Bio-Betriebe. Die aktuellen Krisen stellen sie jedoch vor besondere Herausforderungen. Die hohen Energiepreise spüren die Betriebe gleich doppelt: Zum einen müssen sie mit höheren Betriebsmittelkosten kalkulieren, zum anderen sparen Verbraucher wegen hoher Energiekosten beim Einkauf von Lebensmitteln.

Erzeugnisse aus der Region stehen für Nachhaltigkeit und sind zudem relativ preisstabil. www.pixelio.de - © Rainer Sturm, PIXELIO

Massive Umsatzrückgänge in allen Bio-Unternehmen von der Erzeugung bis zum Handel sind die Folge. „Das Paradoxe: Konventionelle Lebensmittel und Discounter-Bio-Produkte steigen teilweise massiv im Preis, während regionale Bio-Erzeugnisse tendenziell preisstabiler sind. Regionale Bio-Erzeugnisse sind im Vergleich also häufig sogar erschwinglicher geworden“, sagt Stefan Gothe, Geschäftsführer der Regionalwert Impuls GmbH, dem Dachverband der Regionalwert AGs. Dennoch griffen Verbraucherinnen und Verbraucher zu vermeintlich günstigeren Alternativen – in der Annahme, bioregional sei teuer.

Um auf die Probleme aufmerksam zu machen und Lösungsideen aufzuzeigen, machen Regionalwert AGs aus den Regionen Rheinland, Münsterland, Bremen/Weser-Ems, Berlin, Bodensee-Oberschwaben, Hamburg und Freiburg unter dem Titel "Was ist es dir wert?" eine Kampagne und richten sich mit kurzen Video-Botschaften direkt an Verbrauchende. Die Botschaft dabei lautet: Jeder regionale Bio-Einkauf ist eine Investition in die Daseinsvorsorge. Die Umsätze zu steigern sei aktuell am wichtigsten für die Betriebe und die schnellste und gesündeste Finanzierung für Leistungen mit gesellschaftlichem Mehrwert. Der regelmäßige Kauf regionaler Bio-Produkte stärke die Wertschöpfung vor Ort und das Geld sorge für Umwelt-, Tier- und Naturschutz, für Vielfalt und faire Bezahlung. Nicht zuletzt sei es gerade in Krisenzeiten wichtig, auf regionale Erzeugnisse zu achten, um Strukturen zu erhalten und den Wandel hin zu mehr Nachhaltigkeit und Ernährungssouveränität zu ermöglichen, heißt es in einer Pressemitteilung zum Kampagnenstart. Renate Kessen, www.bzfe.de