Mess- und Wägetechnik half ursprünglich vor allem, Fehler beim Verwiegen von Fleischprodukten zu vermeiden. Heute ist sie Teil von Qualitätskontrollsystemen, die mit IT und Künstlicher Intelligenz Temperatur- oder Gewichtsabweichungen sowie Fremdkörpern auf die Spur kommen und so Lebensmittelsicherheit garantieren.
Qualität ist gut, Kontrolle ist besser!“ muss als zeitgemäßes Motto gelten. Denn zu warm gewordenes Fleisch, Plastiksplitter in einem Wurstbrät oder Reinigungsmittelrückstände in einer Charge Hack können existenzgefährdend für einen Betrieb werden. Produktrückrufe und der dadurch entstehende Imageschaden beim Kunden sind kaum wiedergutzumachen.
Mosaiksteine einer modernen Qualitätssicherung können Standalone-Kontrollanlagen oder in branchentypische Geräte wie Waagen, Füller oder Preisauszeichnungsgeräte integriert sein. Ziel: Produkte inspizieren und bei Problemen automatisch aussortieren.
Neben Gewichtskontrollen dienen Thermometer und pH-Messgeräte zur Betestung von Proben wie visuelle (Kameras) und Röntgen-Prüfsysteme sowie Metalldetektoren zur Feststellung von Verunreinigungen. Allesamt sind im Idealfall mit Fernwartungstools kontrollierbar und direkt mit Datenmanagementsystemen und/oder HACCP-Software verknüpft, dokumentieren und speichern alle Testdaten. Ihre Kompatibilität zur Geräte- und IT-Ausstattung des Betriebes sollte ein wichtiges Auswahlkriterium sein; ebenso die Gestaltung im Hygienic Design, was die Sicherheit hebt und für das Bedienpersonal Aufwand bei der Reinigung spart.
Im folgenden Beitrag stellt Die Fleischerei mehrere branchenspezifische Lösungen aus den Bereichen Mess- und Wägetechnik beziehungsweise Qualitätskontrolle vor, die Betrieben dabei helfen können, ihre Produktionsprozesse und ihr Qualitätsmanagement zu optimieren.