Im sonnenverwöhnten Südwesten der Republik hat Genuss seit jeher einen hohen Stellenwert. Bekannt vor allem durch ihren Wein, wartet die Pfalz für Kenner aber auch mit zahlreichen kulinarischen Highlights auf. Bringen Sie ihren Kunden die Pfälzer Lebensart doch einmal mit einer Verkaufsaktion Pfalz näher.
Probier’s mal mit Gemütlichkeit
Einer Sage nach sollen der Teufel und Gott vor vielen Jahren um mehrere Landstriche gerungen haben. Als sie gemeinsam auf einen Berg im Pfälzer Wald stiegen und Gott über das vor ihm liegende Land schaute, sagte der Teufel zu Gott: „Wenn du niederkniest und mich anbetest, wirst du in Zukunft der Herr über diese liebliche Region sein!“ Gott überlegte lange, sprach aber dann „B’halts“. Daraus, so will es die Sage, habe sich dann der im Dialekt der Region gesprochene Name „Palz“ entwickelt.
Tatsächlich hat die Pfalz einiges zu bieten, bei dem andere schwach werden könnten. Der Pfälzer Wald lädt zu ausgiebigen Wander- und Radtouren ein und in den zahlreichen Hütten kann man traditionelle Hausmannskost genießen. Für kulturell Interessierte sind die mittelalterlichen Burgen und Festungen oder die Kaiserstadt Speyer ein Pflichttermin. Hier steht der berühmte Kaiser- und Mariendom, die weltweit größte noch erhaltene romanische Kirche. Mit insgesamt 1.800 Sonnenstunden im Jahr, einem besonders milden Klima, in dem Feigen-, Orangen und Zitronenbäume gedeihen, mit vorzüglichem Wein und einer hervorragenden regionalen Küche weiß die Pfalz auch bei Genießern zu punkten. In einigen Ortschaften prägen Pinien und Zypressen das Straßenbild und tragen zu einem mediterranen Flair bei. Der Ausdruck „deutsche Toskana“, den die Werbe- und Tourismusindustrie gerne für die Pfalz benutzt, ist angesichts dieser Beschreibung verständlich. Allerdings pocht man in dem Landstrich im Süden des Bundeslandes Rheinland-Pfalz auf seine eigene kulturelle Identität. Zwischen Rhein und Saarland, Hunsrück und Elsass pflegt man eben sein eigenes „savoir vivre“. Das wurde und wird vor allem durch den Weinbau geprägt, der mit den Römern etwa zu Zeiten der christlichen Zeitenwende in die Pfalz kam. Aber auch die Pfälzer Küche ist mittlerweile über die Grenzen der Region hinaus bekannt. Und mit der sprichwörtlichen Gemütlichkeit der Pfälzer können die kulinarischen Genüsse auch entsprechend gewürdigt werden.
Der Pfälzer Wein
Zwischen den Ausläufern des Pfälzer Waldes im Westen, auch Haardt genannt, und der Rheinebene im Osten liegt auf 110 bis 150 m Höhe eine schmale, etwa 85 km lange und maximal 15 km breite hügelige Höhenstufe, die das größte pfälzische Weinbaugebiet bildet. Auf insgesamt 23.000 ha Anbaufläche werden hier mehr als 100 Millionen Rebsorten gepflegt. Damit ist das Weinbaugebiet der Pfalz das zweitgrößte in Deutschland. Rund 3.600 Betriebe leben vom Weinbau, davon mehr als die Hälfte im Nebenerwerb.
Das Weinbaugebiet Pfalz ist in zwei Bereiche unterteilt. Im Norden beginnt an der Grenze zu Rheinhessen bis hinunter an die Südgrenze von Neustadt die Mittelhaardt-Deutsche Weinstraße. Der Bereich der südlichen Weinstraße reicht von der elsässischen Grenze im Süden – einzelne Flächen liegen bei Weißenburg sogar auf französischem Staatsgebiet – bis zur nördlichen Kreisgrenze am Südrand von Neustadt. An den Weinbaugebieten entlang verläuft mitten durch die Pfalz die Deutsche Weinstraße. Sie beginnt am Deutschen Weintor an der französischen Grenze in Schweigen und führt auf einer Länge von 85 km bis nach Bockenheim im Norden, wo das Haus der Deutschen Weinstraße steht.
Die Pfalz ist vor allem für ihre trockenen Weißweine bekannt. Führende Rebsorte beim Pfälzer Weißwein ist seit langem der Riesling, der fast 22 Prozent der gesamten Anbaufläche einnimmt. Auch die edlen Weiß- und Grauburgunder aus pfälzischen Betrieben machen bei Wettbewerben immer häufiger eine gute Figur. Daneben gehören unter anderem Silvaner, Müller-Thurgau, Scheurebe, Gewürztraminer, Kerner und Morio-Muskat zum vielfältigen Weißweinangebot der Pfalz. Auf die gestiegene Nachfrage nach Rotwein haben die pfälzischen Winzer schon früh reagiert, so dass die Pfalz inzwischen das größte deutsche Rotweinanbaugebiet ist. Mehr als ein Drittel der Weinanbaufläche wird hier mit Rotwein bebaut. Früher dominierte den Rotweinanbau die pflegeleichte Rebsorte Portugieser, die aber zugunsten der enormen Zuwächse des Dornfelders nunmehr auf dem zweiten Platz liegt.
Typisch für die Pfalz sind auch die zahlreichen Weinfeste, die von April bis November in vielen Gemeinden gefeiert werden. Neben den bekannten Weinfesten wie dem Dürkheimer Wurstmarkt, dem größten Weinfest der Welt, lässt sich in nahezu allen Weinorten entlang der Deutschen Weinstraße so manches Kleinod entdecken. In gemütlicher Runde wird dann der Wein aus den traditionellen Schoppengläsern genossen. Für Nichtpfälzer eher ungewöhnlich ist die Sitte, dass mehrere Personen dabei aus einem Glas trinken. Das fördert die Geselligkeit und schützt vor übermäßigem Konsum des Rebensafts, schließlich fasst ein Schoppen einen halben Liter Wein.
Die Pfälzer Küche
Durch die Fokussierung auf den Wein trat die regionale Küche der Pfalz etwas in den Hintergrund. Der traditionelle kulinarische Dreiklang aus „Worscht, Weck un Woi“ spiegelt diesen Umstand wider. Wer einen guten Tropfen Wein im Glas hat, der gibt sich mit Brot und Wurst als Beilage schnell zufrieden.
Dabei sind die Pfälzer Wurstspezialitäten nicht zu verachten, insbesondere die „Pfälzer Hausmacher Wurst“. Der Name „Hausmacher“ spielt auf die in der Pfalz beliebte Tradition der Hausschlachtung an. Auf diese Weise sind die genannten, sehr würzigen Wurstsorten entstanden. Dabei handelt es sich um Leber- und Griebenwurst (die pfälzische Variante der Blutwurst) sowie Schwartenmagen. Bei der original „Pfälzer Hausmacher Leberwurst“ darf vor allem eines nicht fehlen: eine ordentliche Portion frische Schweineleber. Die Leberwurst kann beispielsweise in der Dose oder auch in ringförmigen und länglichen Därmen in der Theke angeboten werden. Inzwischen hat der Wein aber dazu beigetragen, dass die Pfalz zu einem Eldorado für Feinschmecker geworden ist. So finden sich entlang der Weinstraße beispielsweise viele Restaurants und Gasthäuser der gehobenen Klasse. Aber auch die traditionelle Pfälzer Küche, die sich durch derb-deftige Speisen auszeichnet, wird außerhalb der Region geschätzt. Hier sind auch deutliche Anklänge an die Küche des Elsasses erkennbar. So ist beispielsweise der Zwiebelkuchen oder Sauerkraut als Beilage zu vielen Gerichten in der Pfalz sehr verbreitet. Eine der wichtigsten Zutaten der Pfälzer Küche ist seit ihrer Einführung im 17. Jahrhundert die Kartoffel, oder „Grumbeer“, die als Arme-Leute-Essen früher in jedem Haushalt auf dem Speiseplan stand. Ob in der Suppe, gebraten oder gekocht, die Kartoffel war und ist ein Hauptnahrungsmittel der Pfälzer.
Die Leibspeise der Pfälzer
Die Kartoffel ist auch eine wichtige Zutat der wohl bekanntesten Spezialität der Region, dem Pfälzer Saumagen. Die durch den ehemaligen Bundeskanzler Helmut Kohl bundesweit und international bekannt gewordene Speise erfordert ein gewisses Maß an Zeit und Geschick für die Zubereitung, ist aber aufgrund ihrer Einmaligkeit eine echte Delikatesse und typisch pfälzisch. Beim Pfälzer Saumagen handelt es sich um einen sorgfältig gereinigten Schweinemagen, der mit verschiedenen Zutaten gefüllt wird. Hier existieren die unterschiedlichsten Rezepturen, häufig dienen als Füllung mageres Schweinefleisch, Bratwurstbrät und eben Kartoffeln. Auch Eier und Karotten werden vielerorts hinzugegeben. Außerdem werden zahlreiche Gewürze hinzugefügt. Die meisten Rezepte enthalten Zwiebeln, Majoran, Muskat und Pfeffer; vereinzelt werden auch gemahlene Gewürznelken, Koriander, Thymian, Knoblauch, gemahlenes Lorbeerblatt, Kardamom, Basilikum, Kümmel, Piment oder Petersilie genannt. Der gefüllte Saumagen muss dann in heißem Wasser mehrere Stunden ziehen, darf jedoch nicht kochen, da die Hülle sonst platzen kann. Serviert wird er in Scheiben geschnitten, die häufig noch in der Pfanne angebraten werden. In diesem Fall wird meist auch der Magen mitgegessen.
In seinen verschiedenen Varianten bietet sich der Pfälzer Saumagen im Fleischer-Fachgeschäft für die Heiße Theke aber auch die Kalte Theke an. Gekocht oder gebraten, mit Sauerkraut und Kartoffelpüree kann das „Kanzlersteak“ angeboten werden. Eine Alternative ist das „Saumagen-Carpaccio“, ein in feine Scheiben geschnittener und in kräftiger Marinade angemachter Saumagen.
Eine für Nichtpfälzer exotisch anmutende Hauptspeise ist die Kombination „Grumbeersupp un Quteschekuche“, also Kartoffelsuppe und Zwetschgenkuchen. Die Pfälzer Kartoffelsuppe zeichnet sich durch eine sehr reichhaltige Zusammensetzung aus und ist von ihrer Konsistenz her recht steif, so dass sie auch als Eintopfgericht bestehen kann. Der Zwetschgenkuchen sollte nach Möglichkeit einen Hefeteigboden haben und saftig sein. Zu jedem Bissen Zwetschgenkuchen isst der Pfälzer dann einen Löffel Kartoffelsuppe. Diese Kombination ist tatsächlich gewöhnungsbedürftig, in der Pfalz schwört man aber auf das Geschmackserlebnis. Kleiner Tipp: Bei Nichtpfälzern wird auch schon mal ein Auge zugedrückt, wenn man sich den Zwetschgenkuchen als Nachspeise aufhebt.
Vielfältiges Zusatzangebot nutzen
Eine Verkaufsaktion Pfalz eignet sich hervorragend, um über das entsprechende Zusatzangebot weitere Umsätze zu erzielen. Dazu gehört vor allen Dingen ein Sortiment des Pfälzer Weins, das ruhig auch mal etwas größer ausfallen kann, als es sonst in Ihrem Laden der Fall ist. Da das Angebot nahezu unüberschaubar ist, sollten Sie aber darauf achten, nicht zu viele unterschiedliche Weine in Ihrem Regal zu präsentieren. Konzentrieren Sie sich stattdessen auf einige typische Pfalzweine.
Darüber hinaus lassen sich weitere Artikel aus der Pfalz verkaufsfördernd einsetzen. Dazu zählen beispielsweise „Hausmacher Wurst“ und fertiger Saumagen in Dosen sowie verschiedene Obstwasser oder Liköre. Sogar Zigarren aus der Pfalz, hergestellt aus dem dort angebauten Tabak, sind erhältlich. Präsentkörbe zum Thema Pfalz, ob von Ihnen zusammengestellt oder bereits fertig eingekauft, runden die Verkaufsaktion ab.
Bringen Sie die Pfälzer Gemütlichkeit in Ihr Geschäft. Servieren Sie typische Pfälzer Speisen und bieten Sie eine herzhafte Brotzeitplatte an. So können Sie mit einer Verkaufsaktion Pfalz neue Kunden in Ihr Fachgeschäft locken. Nutzen Sie die zahlreichen Möglichkeiten, mit einer Verkaufsaktion Pfalz Kunden in ihr Geschäft zu locken. Mit einer ansprechenden Dekoration, beispielsweise mit Weintrauben, aber auch gezielte Aktionen, etwa die Ausrichtung eines pfälzischen „Schlachtfests“, machen Sie auf sich aufmerksam. Moritz Grießbach