Stetig steigende Rohstoffpreise und der Wunsch von Verbrauchern, Lebensmittel günstig einzukaufen, verstärken den Zwang, so kostenminimal wie möglich zu produzieren, dabei aber eine konstant hohe Produktqualität zu gewährleisten.
Eine konkurrenzfähige Herstellung
von Produkten setzt voraus, dass der Einsatz teurer Ressourcen minimiert wird. Dieser Grundsatz gilt insbesondere in der Nahrungsmittelindustrie, denn hier sind die Kosten des Materialeinsatzes vergleichsweise hoch. Daher ist die optimale Zusammensetzung von Rezepturen und damit der Endprodukte ein wesentlicher Erfolgsfaktor der Unternehmen. Rezepturen sollen einerseits einem hohen Qualitätsanspruch genügen, andererseits müssen die Kosten der verwendeten Rohstoffe möglichst niedrig sein.
Für die Lebensmittelproduktion bedeutet diese zweifache und teilweise gegenläufige Zielsetzung, dass die optimale Rezeptur den lebensmittelrechtlichen und sensorischen Anforderungen Rechnung zu tragen hat und dass die Erzeugnisse aus einer Vielzahl von alternativ verwendbaren Rohstoffkombinationen herstellbar sein müssen.
Integrierte Rezepturoptimierung
Mit der integrierten Rezepturoptimierung im CSB-System steht Nahrungsmittelunternehmen ein leistungsfähiges und praxiserprobtes Modul zur Verfügung, das mit Hilfe der linearen Programmierung kostenminimale Rezepturen bei mindestens gleichbleibender Qualität entwickelt. Voraussetzung hierfür ist, dass sämtliche produktionsspezifischen Daten dem Optimierungsverfahren zugeführt werden. Das Optimierungsmodell im CSB-System basiert dabei im Wesentlichen auf der Berücksichtigung der folgenden Parameter:
- kostenminimaler Rohstoffeinsatz,
- Berücksichtigung von Produktionsverlusten,
- Beachtung der Zusatzstoffe in der Mischung,
- lebensmittelrechtliche Anforderungen,
- sensorische Bedingungen aus der Rezeptur.
Dabei können verschiedene Ausgangssituationen Grundlage für den Prozess der Rezepturoptimierung sein. Prinzipiell sind zwei Alternativen denkbar:
- Bei Alternative 1 ist die Produktionsplanung die Basis für die Optimierung. Hierbei werden die verschiedenen Planungshorizonte (lang-, mittel- und kurzfristige Planung) berücksichtigt. Zum Zeitpunkt der Produktionsplanung sind die Beschaffungsprozesse der zu optimierenden Komponenten für die geplanten Rezepturen noch nicht ausgeführt. Die vorliegende „Plan-Rezepturoptimierung“ ist in diesem Fall also ein Instrument zur optimalen Rohstoff- oder Komponentenbeschaffung.
- Bei Alternative 2 ist das verfügbare Rohstoff- oder Komponentenlager die Basis für die Optimierung. Hierbei wird unterstellt, dass sich der Produktionsprozess unvorhersehbar plötzlich ändert, zum Beispiel wenn es zu einer Störung der Produktionsabläufe kommt oder kurzfristig „Sonderaufträge“ von Kunden erfüllt werden müssen. Die Rezepturoptimierung wird in diesem zweiten Fall auf der Basis der verfügbaren Komponenten im Lager durchgeführt.
Dabei werden die Toleranzen jedes Inhaltsstoffes geprüft, den jeweiligen Preisen gegenübergestellt und so aus qualitativer und wirtschaftlicher Sicht die optimale Rezeptur zu einem bestimmten Zeitpunkt entwickelt. Die dabei durch die Optimierungsrechnung zu ermittelnde Materialrezeptur sollte im gesamten Beurteilungsrahmen (lebensmittelrechtlich und sensorisch) ebenso gut sein wie ein vergleichbares Produkt, das nach herkömmlicher Rezepturbildung hergestellt wurde. Die wichtigsten Resultate aus dieser Vorgehensweise sind eine klare Komponentenvorgabe für die optimalen Rezepturen, eine transparente Ermittlung der Analysewerte der optimierten Rezeptur sowie der konsequente Übertrag der optimierten Rezeptur in den Rezepturenstamm.
Steigende Deckungsbeiträge
Die Ergebnisse der Rezepturoptimierung werden in die Komponentenstücklisten übernommen. Auf Basis dieser optimierten Stücklisten werden die Materialbeschaffungsplanung sowie die Materialbereitstellungsverfahren ausgelöst.
Durch die Optimierung des Materialeinsatzes lassen sich so die Materialkosten deutlich senken und die Deckungsbeiträge für jedes Produkt erhöhen. Um auf stark schwankende Rohstoffpreise reagieren zu können, bietet das CSB-System variable Rezepturen, wodurch eine kurzfristige Anpassung der optimalen Rezeptur an veränderte Marktbedingungen ermöglicht wird. Dadurch können sich die Anwenderunternehmen zudem ihre Flexibilität im gesamten Produktionsprozess bewahren.
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