Nüsse haben ernährungsphysiologisch viel zu bieten

Ob zum Knabbern, als Zutat für Plätzchen oder als Topping für winterliche Salate und Suppen: Im Winter essen viele Menschen Walnüsse, Haselnüsse, Erdnüsse, Mandeln & Co. mehr als sonst im Jahr. Auch wenn die meisten Schalenfrüchte fett- und kalorienreich sind, empfiehlt das Bundeszentrum für Ernährung täglich eine Handvoll Nüsse zu essen.

Walnüsse, Haselnüsse & Co. Enthalten viele Nährstoffe. www.pixelio.de - © knipseline, PIXELIO

Nüsse haben schließlich jede Menge Gutes zu bieten: So sollen einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren (Omega-Drei-Fettsäuren), bestimmte Antioxidantien (Polyphenole) und Ballaststoffe einen positiven Einfluss auf die Blutfettwerte und das Herz-Kreislauf-System haben. Des Weiteren enthalten Nüsse wertvolles Eiweiß, sie sind reich an B-Vitaminen, Vitamin E sowie Kalium, Natrium, Magnesium und Phosphor.

Paranüsse gelten als hervorragender Lieferant für Selen. Den Schätzwert für eine angemessene Zufuhr von Selen von 60 Mikrogramm (Frauen) bzw. 70 Mikrogramm (Männer) erfüllen bereits zwei Paranüsse (8 Gramm). Das Spurenelement schützt den Organismus vor Zellschädigungen durch Radikale und es wird für die Produktion von Schilddrüsenhormonen benötigt. Aber: Paranüsse sind des Öfteren in der Diskussion, weil sie radioaktiv belastet sein können. Der Grund: Der Paranussbaum, der meist wild in Südamerika wächst, weist ein besonders feines Wurzelgeflecht auf. So kann er große Mengen Radium, das natürlicherweise im Boden vorkommt, aufnehmen. Aber kein Grund zur Sorge. Der Verzehr von zwei Paranüssen pro Tag erhöht zwar bei Erwachsenen rechnerisch die natürliche Strahlenbelastung um die Hälfte, aber „Bei einer Strahlenbelastung in dieser Höhe muss niemand mit negativen gesundheitlichen Folgen rechnen“, teilt das Bundesamt für Strahlenschutz mit.

Die Selenaufnahme kann aber grundsätzlich auch mit anderen selenhaltigen Lebensmitteln erfolgen. Dazu zählen nach Informationen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) zum Beispiel Fleisch, Eier, Fisch, Kohl, Zwiebelgemüse, Pilze, Hülsenfrüchte und Spargel. Bei einer veganen Ernährung gehört Selen zu den kritischen Spurenelementen. Selenhaltige Nahrungsergänzungsmittel sollten aber – wenn überhaupt – nur in Absprache mit dem Arzt eingenommen werden. Hedda Thielking, www.bzfe.de