Weißkohl oder auch Weißkraut ist ein oft unterschätzter Gemüseklassiker. Er ist nicht nur lecker, sondern durch seinen besonderen Nährstoffmix auch gesundheitsförderlich. Botanisch gehört Weißkohl zu den Kreuzblütlern und ist eng mit anderen Kohlarten wie Rotkohl und Blumenkohl verwandt.

Das Gemüse ist ein wahres Nährstoffwunder. Es enthält reichlich Vitamin C und Zink, die eine wichtige Rolle im Immunsystem spielen. Zudem liefert es Folsäure, die für die Zellteilung und Blutbildung wichtig ist, sowie reichlich Kalium, Magnesium und Calcium. Diese Mineralstoffe haben Aufgaben im Wasserhaushalt und sind für die Muskeltätigkeit und die Knochengesundheit relevant. Aber Weißkraut bietet auch sekundäre Pflanzenstoffe, wie kohltypische Senfölglykoside. Sie wirken antibakteriell und entzündungshemmend und unterstützen den Zellschutz. Die reichlich enthaltenen Ballaststoffe tragen zur Sättigung bei, sind günstig für den Blutzuckerspiegel und fördern die Darmgesundheit.
Ganzjährig aus heimischem Anbau
Beim Kauf sollte man auf einen festen, schweren Kohlkopf mit frischen, unbeschädigten Blättern achten. Weißkohl lagert man am besten gekühlt. Ein ganzer und intakter Kopf hält sich dann gut drei Wochen lang. Ist er angeschnitten, sollte man ihn in eine Box packen oder in ein feuchtes Tuch wickeln und innerhalb einer Woche verarbeiten. Für längere Haltbarkeit lässt sich Weißkohl am besten so frisch wie möglich blanchiert und portioniert einfrieren.
Für Mensch und Umwelt ist regional und ökologisch angebauter Weißkohl immer eine gute Wahl. Aus dem heimischen Anbau ist er ganzjährig verfügbar, ab Juli bis November aus dem Freilandanbau.
Weißkohl ist ein Gemüse, das in der Küche vielfältige Verwendung findet. Klassische Gerichte sind Sauerkraut, Kohlrouladen und Krautsalat. Aber auch in Suppen, Eintöpfen und Pfannengerichten macht Weißkohl eine gute Figur. Für einen frischen Salat wird der Kohl in feine Streifen geschnitten und mit Karotten, Äpfeln und einer Kräuter-Vinaigrette vermischt – als Rohkost zubereitet bleiben die Inhaltsstoffe am besten erhalten. Um der leicht blähenden Wirkung von Kohl entgegenzuwirken, sind übrigens verdauungsfördernde Gewürze wie Kümmel, Fenchel oder Majoran sehr gut geeignet. Es hilft auch, die Verdauung zunächst mit kleineren Portionen an den Kohl zu gewöhnen.
Verena Dorloff, www.bzfe.de