Die Metzgerei Höcherl setzt Standards für das modern aufgestellte Fleischerhandwerk. Nicht allein bei Herkunft und Verarbeitung des Fleisches achten die Metzgerei-Inhaber auf Nachhaltigkeit, sondern auch in puncto Energieversorgung. Daher liefern inzwischen drei „Dachs“ Mini-Blockheizkraftwerke aus dem Hause SenerTec Strom und Wärme nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung.
Jung, nachhaltig, modern – in dritter Generation interpretieren Andreas und Franz Höcherl das Metzgerhandwerk im eigenen Familienbetrieb neu. Fleisch von regionalen Erzeugern, die nach höchsten Qualitäts- und Tierwohlstandards produzieren, gehört ebenso dazu wie die professionelle Verarbeitung nach allen Regeln der Handwerkskunst und eine zeitgemäße Vermarktung der hochwertigen Erzeugnisse.
Gerade die Verarbeitung des Fleisches erfordert enorme Mengen an Strom und Wärme. Neben dem Betrieb von Kühlung, Beleuchtung und Verarbeitungsgeräten, der vorwiegend Strom benötigt, sind bei verschiedenen Verarbeitungs- und Brühprozessen sowie für die Beheizung und Reinigung der Arbeitsstätten große Mengen an Prozesswärme und warmem Wasser notwendig. Strom aus konventionellen Kraftwerken und eine rein fossile Heizlösung passten dabei nicht in das nachhaltige Konzept des seit 1959 bestehenden Familienbetriebs.
Strom und Wärme vom Dachs
Andreas und Franz Höcherl, die das Unternehmen seit 2017 führen, entschieden sich daher für die Anschaffung eines neuen Dachs 20.0 von SenerTec. Neben dem Aspekt der Nachhaltigkeit war auch die hohe Wirtschaftlichkeit maßgeblich für die Anschaffung des Dachs. Bei ständig steigende Energiepreisen und somit hohen Stromkosten brauchten die jungen Höcherls eine geeignete Perspektive. Vor diesem Hintergrund fiel die Entscheidung für die nachhaltige Energieversorgung nicht allzu schwer. Ebenso folgten die jungen Höcherls damit erneut einer Familientradition. Denn bereits ihr Vater hatte zwei kleinere der Mini-Blockheizkraftwerke Dachs F5.5 des Herstellers aus Schweinfurt angeschafft.
Der Clou bei den Anlagen liegt in der gekoppelten Produktion von Strom und Wärme. Ein Gasmotor treibt einen Generator an, der Strom produziert. Die bei der Verbrennung entstehende Abwärme steht dann als Heizenergie, für die Warmwasserbereitung oder als Prozesswärme zur Verfügung. Da die beiden alten Anlagen jedoch mit einem Holzkessel als Zusatzheizung kombiniert worden waren, konnten sie ihre Stärken nicht voll ausspielen. Denn war der Holzkessel heiß, füllte er den vorhandenen Wärmespeicher, sodass keine zusätzliche Heizwärme von den Blockheizkraftwerken benötigt wurde. Dadurch produzierten sie allerdings auch keinen Strom.
KWK als maßgebliche Energiequelle
Die Lösung lag darin, den Holzkessel lediglich zur Zusatzheizung für kalte Wintertage zu machen. An seine Stelle trat der neue Dachs 20.0, der speziell für die Versorgung von Gewerbebetrieben und Mehrfamilienhäusern entwickelt wurde. Er orientiert sich modulierend am tatsächlichen Energiebedarf und liefert eine elektrische Leistung von 10 bis 20 kW. Die thermische Leistung beträgt 29 bis 44 kW. Durch die gekoppelte Produktion von Strom und Wärme erreicht der Dachs 20.0 einen Gesamtwirkungsgrad von 102,4 Prozent und liegt damit in der Effizienzklasse A++. Der neue Dachs arbeitet in einer Kaskade harmonisch mit den beiden Altanlagen zusammen. Die erzeugte Wärme speisen sie gemeinsam in einen ebenfalls neu installierten 2.000-l-Pufferspeicher und einen 1.000-l-Warmwasserspeicher ein. Mit den Blockheizkraftwerken kann die Metzgerei Höcherl rund zwei Drittel ihres Strombedarfs decken, den Rest liefert eine eigene Photovoltaikanlage auf dem Dach. Damit ist das Unternehmen bei der Stromversorgung nahezu autark, spart enorme Kosten und ist ebenso wie bei der Fleischverarbeitung besonders nachhaltig unterwegs.