Antipasti und andere hochwertige Feinkost sind eine Bereicherung für das Zusatzsortiment von Fleischereien. Die leckeren Kleinigkeiten ergänzen das Kernsortiment an Fleischwaren ideal und passen zum Charakter eines Fachgeschäfts, vor allem wenn sie in Bedienung und mit kompetenter Beratung verkauft werden.

Tendenziell wird das Sortiment an Fleisch- und Wurstwaren von handwerklichen Fleischereien einerseits zwar kleiner, andererseits aber immer hochwertiger, wie zum Beispiel die positive Entwicklung von Dry Aged Beef zeigt oder auch die steigende Nachfrage nach handwerklichen Spezialitäten. Durchaus vergleichbar damit ist die wachsende Bedeutung von Feinkost für das Zusatzangebot der Fachgeschäfte. Auch hier lassen sich die Vorteile der Bedientheke gut nutzen, weil lose Ware den Eindruck von Frische noch besser vermittelt und eine Vergleichbarkeit über den Preis vermieden wird. Nicht zuletzt spielen natürlich vor allem Qualität und Geschmack für die anspruchsvollen Kunden im Fachgeschäft eine zentrale Rolle. Diesen Anforderungen müssen Fleischereien sowohl im Kern- als auch im Zusatzsortiment gerecht werden.
Frische Antipasti in der Kühlung wachsen seit einiger Zeit stärker als mediterrane Feinkost im Trockenbereich, berichtet Martin Schmidlin, Leiter Marketing-Kommunikation bei Feinkost Dittmann, Diez, von seinen aktuellen Erfahrungen. Und: Gerade auch in der Bedientheke erfreut sich ein breites, abwechslungsreiches Feinkostsortiment zunehmender Beliebtheit bei deutschen Verbrauchern.
Antipasti bieten ein Stück mediterrane Lebensart, gelten als gesundheitsfördernde Kost und sind ohne großen Aufwand verzehrfertig. Aus diesem Grund wächst die Nachfrage nach den leckeren „Kleinigkeiten“ seit Jahrzehnten stetig. Dies bestätigt auch die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) auf Grundlage der Daten ihres Konsumentenpanels, das auf der Basis von 30.000 Haushalten erhoben wird.
Rund 22 Millionen Haushalte und damit fast jeder zweite in Deutschland haben nach aktuellen Erhebungen der GfK mindestens einmal gekühlte oder ungekühlte Antipasti in Selbstbedienung (SB) gekauft. 72 Prozent dieser Konsumenten haben die Produkte mindestens ein zweites Mal erworben. Thekenprodukte erfassen die Daten der GfK nicht. Demnach kauft jeder Haushalt im Schnitt 1,8 kg/Jahr Antipasti aus der Selbstbedienung ein. 2018 wurden insgesamt rund 40.000 t Antipasti im SB-Bereich verkauft. Bei gekühlten Antipasti für SB und auch für Bedienung berichten die Hersteller von kontinuierlichen bis deutlichen Wachstumsraten.