Eine Anlageform, die für eine kontinuierliche finanzielle Altersabsicherung vor allem aktuell, in Zeiten niedriger Kapitalmarktzinsen, interessant sein kann, sind Aktienfonds, die ausschließlich sogenannte „Dividendenstars“ enthalten.
Aktienfonds, die das Geld der Anleger in Aktiengesellschaften mit traditionell hohen Dividendenzahlungen investieren, können als „Beimischung“ zu absolut risikolosen, aber entsprechend renditeschwachen Formen der Altersvorsorge durchaus sinnvoll sein. Um das nicht vermeidbare Risiko einer Aktienanlage möglichst weitgehend zu minimieren, sollten einige grundsätzliche Voraussetzungen gegeben sein:
- Es handelt sich um einen Aktienfonds mit einer überdurchschnittlichen Beurteilung („Rating“). Nahezu jeder Fonds erhält heute ein solches Rating einer oder mehrerer Agenturen, die sich auf Investmentfonds spezialisiert haben.
- Die Gesamtkosten sind möglichst gering. Neben den unmittelbaren Fondskosten sollten Betriebsverantwortliche insbesondere auf die Höhe des Ausgabeaufschlages achten. Hier ist mindestens eine Halbierung meist problemlos möglich.
- Der Fonds hat während der vergangenen mindestens zehn Jahre eine überdurchschnittliche Wertentwicklung aufzuweisen. Zwar lässt eine solche „Performance“ natürlich keine zuverlässige Prognose für die bevorstehenden Jahre zu. Immerhin zeigt sie aber, dass es sich zumindest innerhalb des Betrachtungszeitraumes um einen erfolgreichen Fonds handelt, dessen Management sein Geschäft zu verstehen scheint.
- Weitere wichtige Überlegungen sollten mit Blick auf die Verteilung der im Fonds befindlichen Aktien beziehungsweise der dahinter stehenden Aktiengesellschaften angestellt werden. Grundsätzlich gilt, dass es sich bei diesen Unternehmen nahezu ausnahmslos um bekannte und erfolgreiche Firmen handelt. Denn wenn es um die finanzielle Altersvorsorge geht, dann stehen die Sicherheit der Anlage an erster und eine (sichere) Rendite an zweiter Stelle. Damit ist der Erfolg des Unternehmens notwendiges Qualitätsmerkmal eines Fonds, damit er in die nähere Auswahl kommt.
Regionale Aspekte
als Kriterium
Je nach Präferenz des Anlegers können bei einer Verteilung nach Branchen beispielsweise Aktiengesellschaften aus der Industrie, der IT- oder der Dienstleistungsbranche Schwerpunkte im Fondsvermögen bilden. Wer dagegen eine Investitionsvariante mit einer möglichst breiten Branchenstreuung wünscht, wird angesichts der Vielfalt der Fonds ebenfalls ohne Probleme fündig.
Auch unter dem Gesichtspunkt der Länder- beziehungsweise der Regionenverteilung sind ausreichende Alternativen zur Auswahl eines geeigneten Fonds vorhanden. Aktien von Unternehmen, die mit Schwerpunkt auf den Märkten in den größeren Industrienationen Europas aktiv sind, bieten sich für Investitionen ebenso an wie Papiere von Großkonzernen, die weltweit aufgestellt sind.
Auf Grund des individuellen Sicherheitsaspektes, der vor dem Hintergrund einer finanziellen Altersabsicherung wesentliches Auswahlkriterium ist, werden Aktienfonds mit engem Bezug etwa zu Schwellenländern dagegen eher nicht in Frage kommen.
Über sämtliche Kriterien, die bei der Auswahl eines geeigneten Aktienfonds eine Rolle spielen, informieren die verschiedenen Fondsgesellschaften beispielsweise im Internet oder auch die Banken als Anbieter solcher Fonds. Hier finden sich auch zusätzliche Informationen wie die Höhe der Gesamtkosten oder auch das jeweilige Fondsvolumen.
Der Kauf eines Fonds mit „Dividendenstars“ muss jedenfalls nicht daran scheitern, dass damit die eigene „Spekulationsquote“ überschritten wäre. Es kann nämlich durchaus sinnvoll sein, einen derartigen Kauf mit dem Verkauf eines anderen Aktienfonds, der bisher vielleicht weniger erfolgreich war, zu kompensieren. Die dazu erforderliche Durchsicht und Prüfung des gesamten Fondsvermögens sollte ja ohnehin Teil des Finanzcontrollings des Anlegers sein.