Lagerung und Transport des sensiblen Lebensmittels Fleisch ist für verarbeitende Betriebe eine komplexe Aufgabe. Chargen und Behälter müssen gekennzeichnet und codiert, intern zum Verpacken und gekühlt zur Filiale oder zum Kunden befördert werden. Hightech hilft, dabei Temperaturen und Lebensmittelsicherheit zu gewährleisten.
Die Kühlkette sicherzustellen, ist in der Logistik eine Hauptforderung, denn bei den Überwachungsbehörden wird Lebensmittelsicherheit großgeschrieben. Aber auch die Herkunftskennzeichnung und Chargenfeststellung von der Anlieferung bis zum Versand sind essentiell und erfordern moderne Etikettier- und Codiersysteme. Diese sind Voraussetzung auch für professionelle Lagerverwaltung mit Stapelung oder den Transport von Roh- oder verarbeiteten Fleischwaren innerhalb des Unternehmens. Eine einheitliche und elektronisch überwachbare Kategorisierung von Inhalten, E2-Kisten, Paletten, Rollwägen, Stapelbehältern & Co. sorgt hier für einen schnellen, personal- und zeitsparenden Warenfluss.
Vom Highspeed-Drucker bis zum Laserprüfgerät, vom fahrerlosen Fördersystem bis zum Akku-Stapler, vom Kühlbehälter mit Temperaturzonen bis zum Elektro-Lieferfahrzeug mit Batterielademanagement und „grünem“ Fußabdruck – vieles ist technisch möglich und individuell konfigurierbar.
Welche Lösungen einsetzbar und sinnvoll sind, hängt von der Ausrichtung des Betriebes ab. Werden frische oder nur (tief)gekühlte Produkte verarbeitet, gelagert, transportiert? Sind auch Rohrbahnen zum Hängendtransport und verschiebbare Trennwände ins Gebäude integriert? Passen Dicke und Material der Isolierschicht der Kühlbehälter zum Produkt? Betriebsinhaber sollten ihre Ansprüche checken und Neuheiten mit Tests auf Praxistauglichkeit prüfen.
Die Fleischerei stellt branchenspezifische Lager- und Logistiklösungen vor, die Unternehmen dabei helfen können, ihren Warenfluss besser und effizienter zu machen sowie für Lebensmittelsicherheit zu sorgen.
Automatisch stapeln und transportieren

Wer auf der Suche nach einer automatisierten Stapellösung auf kleinstem Raum ist, findet bei Reich, Großkarolinenfeld, ein patentiertes Sauberbehälterlager. Es kompensiert den unregelmäßigen und zeitlich versetzten Behälterfluss an der Waschanlage und sorgt für einen reibungslosen und kontinuierlichen Behälternachschub an den Verbrauchsstellen und beim Mitarbeiter.
Das gesamte Lager ruht auf zwei Trägern. Die Bodenbeschaffenheit dazwischen, also unter dem Lager, ist nicht entscheidend. Das ermöglicht einen schnellen Aufbau und einfache Justierung der Träger, ohne aufwendige Vorbereitungsarbeiten für die Standfläche. Die Kisten lassen sich bis zu einer Höhe von maximal 7 m stapeln und individuell der verfügbaren Raumhöhe anpassen. Die automatische Ein- und Auslagerung gewährleistet mit einer Leistung von 2.000 Behältern pro Stunden einen kontinuierlichen Produktionsablauf. Das Lager ist erweiterbar und kompatibel zu anderen Systemen.
Lebensmittelsicherheit beim Transport
Für den Transport der Kisten hat Reich ein autonom agierendes fahrerloses Transportsystem (FTS) im Angebot. Mit einer Stapelhöhe von bis zu 3,80 m und der Flexibilität im Behältertransport übernimmt das FTS mühelos die Lageroptimierung. Die Stapel werden mit einem separaten Bestapler gebildet. Von dort werden diese von einem FTF (fahrerlosen Transportfahrzeug) abgeholt. Dank Lasernavigation kennt das FTF jederzeit seinen genauen Standort. Die Platzierung erfolgt automatisch. Via Display kann die Lagersituation jederzeit individuell angepasst werden.
Zusätzlich können über einen Onlinezugang alle Geräte in Echtzeit verfolgt und überprüft werden. Mit der integrierten Hubmechanik heben alle Fahrzeuge nahezu alle gängigen Kistentypen. Sowohl Kisten im Format 600 × 400 als auch im Format 650 × 450 können mit demselben Gerät aufgenommen, transportiert und gelagert werden. Die FTF stellen sich selbständig auf die jeweiligen Formate ein. www.reich-gmbh.net
Mehrweg-Box für Frisches und Tiefgefrorenes
Viele optional erhältliche Features machen den robusten Mehrwegbehälter MB Food & Delivery von Bito-Lagertechnik, Meisenheim, zu einem praktischen Lebensmittel-Transport-System. Der Behälter ist mit mehrfach verwendbaren Isoliereinsätzen aus EPP für verschiedene Trocken- oder Kühlbereiche ausgestattet, um Frischeprodukte oder auch Tiefkühllebensmittel ohne Unterbrechung der Kühlkette sicher transportieren zu können. Somit ist entsprechend den Anforderungen an Lebensmittelsicherheit gewährleistet, dass die Qualität der Ware bei Transport und Lieferung nicht beeinträchtigt wird.
Die Isoliereinsätze lassen sich in den beiden Temperaturbereichen auf die entsprechende Füllmenge anpassen. Kühlakkus aus „Phase-Change“-Material (PCM) halten die Temperatur konstant und haben dabei gleichzeitig eine Unterteilungsfunktion. Die Tiefkühlakkus für Temperaturen bis –21 °C sind zudem eine sichere und mehrwegfähige Alternative zu Trockeneis. Bei Bedarf ist es möglich, in einem Behälter gleichzeitig zwei verschiedene Temperaturbereiche miteinander zu kombinieren. Sowohl Behälter als auch das Innenleben sind leicht zu reinigen, sie sind lebensmittelecht und entsprechen den gesetzlichen Anforderungen an den Lebensmitteltransport. Als nestbarer Lager- und Kommissionierbehälter spart das nachhaltige Mehrwegbehältersystem zudem Platz bei der Lagerung der Leerbehälter ein. www.bito.de
Kennzeichnung und Code-Prüfung

Individuelle Kennzeichnung ist die Grundlage für die automatisierte Steuerung interner und externer Warenströme. Sie ist zudem unverzichtbar für Lebensmittelsicherheit und die lückenlose Rückverfolgbarkeit. REA Elektronik, Mühltal, zeigt in Kürze auf der LogiMAT in Stuttgart bewährte und neue Kennzeichnungs- und Codeprüfsysteme.
Mehr Flexibilität in der Kennzeichnung geben jetzt die Rea-Label-Plu-Paletten-Etikettiersysteme. Nach der ersten Variante, die A4-Etiketten im Hoch- und Querformat druckt und appliziert, gibt es jetzt eine neue Variante: den A5-Paletten-Etikettierer. Er fügt sich nahtlos in die Fertigung ein und platziert im Durchlauf oder Stillstand A5-Etiketten auf bis zu drei Seiten der Palette.
Bei unterschiedlich dimensionierten Verpackungen entfaltet der Etikettierer Rea Label High-Speed Servo sein Potenzial. Mit hoher Qualität beim Druck und einer Spende-Geschwindigkeit von bis zu 2.500 Produkten pro Stunde steigert der servo-elektrische Spendeapplikator den Automatisierungsgrad in der Produktion. Er erkennt Versandgebinde mit variierenden Höhen und platziert das Etikett berührungslos mithilfe von Druckluft an der richtigen Stelle.
Perfektes Druckergebnis
Der Farbetikettendrucker Rea Label ColorJet 2 in drei Varianten ist für kleine bis mittlere Volumen eine preiswerte Alternative zu externen Druckereien. Er bedruckt einzeln oder in Serie kleine und mittlere Mengen Etiketten vollfarbig mit einer Druckbreite von bis zu 21 Zentimetern und in hoher Auflösung. Der Rea-Label-5-Farb-Etikettendrucker liefert UV-stabile und kratzfeste Etiketten.
Die neue Kennzeichnungstechnologie Rea Jet UP (Universal Print) auf Piezo-Basis druckt kontrastreich und zuverlässig Kennzeichnungen auf saugende Untergründe wie Papier, Karton, Holz oder glatte Flächen.
Die Code-Prüfgeräte von Rea Verifier unterstützen bei der Optimierung der Druckqualität von 1D- und 2D-Codes, Verbesserung der Erstleserate und Einhaltung gesetzlicher Qualitätsvorgaben – auch nach internationalen Normen, GS1 und weiteren Spezifikationen. Stationär überprüft das Matrix- und Strichcode-Prüfgerät Rea Verifier VeriCube nahezu jedes Prüfmuster – ob liegend, stehend oder von oben nach unten. Das Offline-Codeprüfgerät VeriMax Mobile erlaubt die mobile Code-Prüfung in Produktion, Labor, Wareneingang und Qualitätssicherung. www.rea-jet.de