Die langfristige Produktionsplanung im CSB-System integriert die strategische Planung von Unternehmen so, dass alle Planungssysteme von der Absatzplanung bis zur Budgetierung auf den gleichen Daten aufsetzen. Hierdurch ist gewährleistet, dass Änderungen nicht zum Auseinanderlaufen der Planungen führen.

Langfristige Produktionsplanung
Die strategische Unternehmensplanung als Instrument zur Erhaltung oder Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens braucht Werkzeuge, die detaillierte Plankennzahlen liefern können. Mit Modulen zur Absatzplanung werden bereits anforderungsgerechte Umsatz- und Absatzprognosen für das laufende oder die folgenden Wirtschaftsjahre erzeugt. Bei der Kostenbudgetierung und Ressourcenplanung werden meist in separaten Kalkulationsprogrammen redundante Planzahlen gepflegt und kalkuliert. In einem integrierten ERP-System werden dagegen alle Planungswerkzeuge miteinander verzahnt. So trägt ein integriertes PPS-System dazu bei, Redundanzen zu vermeiden, die Datenintegrität zu erhöhen und damit die Planungssicherheit zu verbessern.
Die langfristige Produktionsplanung im CSB-System ist ein weiterer Baustein eines hochintegrierten Prozessplanungssystems (PPS). Hier werden dem Anwender alle notwendigen Instrumente und Berechnungsmethoden zur Ermittlung von umfassenden Planungskennzahlen geliefert. Die daraus resultierenden Ergebnisse werden wiederum bereichsübergreifend zur Verfügung gestellt. Basierend auf den Absatzplanungszahlen aus dem CSB-Power-Management wird die Produktionsplanung direkt im PPS aufgebaut. Eine frei konfigurierbare Planungsmatrix stellt die gewünschten Informationen übersichtlich und detailliert zusammen. Die Konfiguration der Planungsmatrix erlaubt die Wahl der Periodendarstellung auf Monats- oder Wochenbasis. Die Anzahl der Perioden ist wählbar, so dass bei geeigneten Plandaten auch mehr als zwölf Monate beziehungsweise 52/53 Wochen betrachtet und die Zeitraumbetrachtungen per Mausklick verändert werden können. Über eine Liste von Sortierkriterien können die Plandaten entsprechend übersichtlich aufgebaut werden, um zum Beispiel Produktionsstätten oder Produktionsbereiche bis hin zu einzelnen Maschinen detailliert betrachten zu können. Ebenso ist es über Selektionskriterien möglich, den Umfang der Plandaten zu reduzieren. Dies ermöglicht eine übersichtliche Planung gemäß den jeweiligen Zuständigkeiten.
Für den Aufbau der Planungsmatrix stehen neben den Absatzplanmengen die Leistungsdaten der einzusetzenden Abteilungen und Maschinen zur Verfügung. In vielen Systemen wird bei langfristigen Planungen immer davon ausgegangen, dass gegen unendliche Kapazitäten geplant wird. Dies ist sicherlich unter dem Aspekt richtig, dass die Kapazität nicht als beschränkendes Kriterium in der Planung verwendet wird. Für eine strategische Planung der Produktionsauslastung ist es allerdings von großer Bedeutung, die benötigten Kapazitäten mit den vorhandenen zu vergleichen – auch langfristig. Denn nur so können strategische Entscheidungen im Personal- oder Sachanlagenbereich rechtzeitig und fundiert getroffen werden.
Mit frei definierbaren Formeln können die Absatzplanzahlen zu einer Produktionsplanmenge automatisch berechnet werden.
Gemeinsame Basisdaten
Die langfristige Produktionsplanung kann zu einem definierten Zeitpunkt vollautomatisch erfolgen. Hierbei bereitet das Planungssystem die eingestellten Daten für die Planung vor und der Planer kann dann ohne Zeitverlust planen. Der Aufbau des Planungsbildschirms teilt sich in vier Ansichts- oder Bearbeitungsbereiche auf. Für die leichte Navigation sorgt eine Baumstruktur. Wenn der Anwender sich auf eine Abteilung oder Maschine positioniert, werden in der Planungsmatrix alle Daten dieser Auswahl direkt angezeigt. Gleichzeitig erscheint die Gesamtsumme dieser Auswahl in einem Summenbildschirm. Diese umfasst die Gesamtmenge der Rohstoffe aller Planaufträge, die benötigte Herstelldauer, die Gesamtkapazität und die geplante Auslastung. Der Planer wird so darüber informiert, ob für die geplanten Produktionsmengen die Kapazitäten im Planungszeitraum ausreichend vorhanden sind. In einem Materialbedarfsfenster werden die notwendigen Rohstoffbedarfe vorgeblendet, um diese nach verabschiedeter Planung der langfristigen Beschaffungsplanung zur Verfügung zu stellen. Mit dem Abschluss der Planung werden die Produktionsplandaten in der Dispositionsdatenbank in den vorgesehenen Planungsspalten gespeichert. Diese können im CSB-System jederzeit abgerufen werden.
So ist die langfristige Planung im CSB-System Bestandteil des gesamten rechnerischen Planungswesens. Nur so können die Planungsergebnisse im langfristigen Bereich optimiert werden.Michael Müller