Eine breite Palette an Fleisch-Erzeugnissen stellt die Vlevico S. A. im belgischen Halle her. Eine ganz zentrale Rolle dabei spielt der SwopperV 330 von Tipper Tie Alpina. Produktionsleiter Bart Boelen spricht über seine Erfahrungen mit diesem leistungsstarken Kutter.
Kuttern auf höchstem Niveau
Auf rund 17.000 Quadratmetern Produktionsfläche arbeiten etwa 520 Mitarbeiter für die Vlevico S. A., eine Tochter der Colruyt-Gruppe, zu der mehrere, auch international operierende Einzelhandelsketten, Transportunternehmen und andere Dienstleister gehören. In der Produktion des industriellen Fleischverarbeiters wird unter anderem der SwopperV 330 von Tipper Tie Alpina eingesetzt.
„Die Entscheidung für den Kutter ist das Ergebnis einer großen Studie“, erklärt Bart Boelen. Vor dem Kauf standen umfangreiche Tests mit diesem, aber auch mit den Kuttern anderer Hersteller, bei denen die Eignung der Maschinen für das spezifische Produktprogramm von Vlevico im Mittelpunkt standen.
Vlevico produziert sein Sortiment als Tochterunternehmen ausschließlich für die Lebensmittel-Einzelhandelskette Colruyt, dort aber eine umfangreiche Palette, die von Kochwürsten, Pasteten und Schinken über Fleischsalat und Soßen bis hin zu regionalen Spezialitäten reicht. Entsprechend vielseitig sind auch die Ansprüche, die das Unternehmen an einen Kutter stellt: „Wir stellen mit dem Kutter Roh-, Brüh- und Kochwurst her, aber auch Soßen und Mischungen“, erklärt Bart Boelen, „und speziell für unsere Produkte hat sich der Swopper V330 als der schnellste und auch als der am besten emulgierende Kutter erwiesen.“ Die Arbeitsergebnisse haben schließlich den Ausschlag gegeben. „Wir erzielen die von uns gewünschte Qualität bei dieser Maschine mit dem geringsten Aufwand“, stellt der Produktionsleiter fest
Einstieg mit Unterstützung
Der Kutter-Bedienung gibt Bart Boelen die Bestnote. Bei Vlevico kommt die SVA-Ausführung zum Einsatz (Swopper-Vollautomat), mit deren Hilfe sich der Kutterprozess weitgehend automatisieren lässt, sodass sich einmal erzielte Ergebnisse auch nach einem Personalwechsel oder bei Einsatz von Hilfskräften reproduzieren lassen.
Bis zu tausend Rezepte können in der Steuerung hinterlegt und bei Bedarf in einfachen Schritten abgerufen werden. „Wir sind erst einmal vollautomatisch gestartet“, erinnert sich der Produktionsleiter, „und haben die ersten Programme zusammen mit den Leuten von Alpina eingerichtet. Wir haben vielleicht drei oder vier Programme gemeinsam angelegt, und dann konnten wir es auch alleine. Alle Prozesse lassen sich auf eine Zehntelsekunde genau bestimmen.“
Als sehr praktisch empfindet Bart Boelen die Möglichkeit, den Bedienern individuell unterschiedliche Benutzerrechte einzuräumen. So kann verhindert werden, dass ein nicht dazu befugter Mitarbeiter, ob nun absichtlich oder durch einen Irrtum bei der Eingabe, Programme dauerhaft ändert. Dennoch kann diesem Mitarbeiter die Möglichkeit eingeräumt werden, einzelne Parameter, abhängig von der jeweiligen Situation, fallweise zu ändern.
Die Steuerung des SwopperV ist in der Lage, mit Computern zu kommunizieren, sodass die Rückverfolgbarkeit, die von der Qualitätsnorm ISO 9001 gefordert wird, jederzeit gegeben ist. Auch sonst ist diese kommunikative Fähigkeit von praktischem Nutzen, wie Bart Boelen schildert: „Ich plane die Produktion vom Laptop aus, eine Etage über der Produktionshalle, in der der Kutter steht. Die Leute unten können dann jeden Schritt in ihrer eigenen Sprache lesen.“
Das Bedienkonzept des SwopperV zahlt sich für Vlevico aus, wie Bart Boelen weiter ausführt. „Alle Details zur Bedienung lassen sich direkt am Display ablesen, was die Arbeit für die Anwender und Techniker sehr einfach macht.“
Ergonomisches Arbeiten
Zum Bedienkonzept gehört nicht nur nur die von einem Klartext-Display unterstützte automatische Steuerung.
So beträgt die Schüsselhöhe ergonomische 105 Zentimeter. „Die Bedienelemente sind logisch und in der richtigen Reihenfolge angeordnet“, ergänzt Boelen und schränkt dann, freilich mit einem Lächeln, ein: „Die SVA-Steuerung ist für sehr kleine Personen vielleicht etwas zu hoch, aber sonst ebenfalls sehr einfach zu handhaben.“ Der Lärmschutzdeckel trägt seinen Namen zu Recht, wie Bart Boelen urteilt: „Bei hoher Kuttergeschwindigkeit bleibt der Geräuschpegel bei geschlossenem Deckel unter 85 dBA.“
Auch die Rüstzeiten halten sich dank durchdachter Handhabung in engen Grenzen. Der Messerwechsel dauert beispielsweise weniger als zehn Minuten, und dank eindeutiger Positionierung ist ein Nachstellen der Messer nach dem Schleifen überflüssig.
Sicherheit – für Mitarbeiter und Produktion
Ein Zwerg ist der SwopperV freilich nicht, auch nicht gemessen an der Schüsselgröße von 330 Litern, die bei Vlevico zum Einsatz kommt –alternativ gibt es den SwopperV auch mit Schüsselgrößen von 200 oder 550 Litern Inhalt. Doch das liegt durchaus im Interesse des Betriebes: „Der Kutter ist die größte Maschine im Raum. Aber Sicherheit braucht Platz, deshalb haben wir uns für genau diesen Kutter in dieser Größe entschieden“, begründet der Produktionsleiter seine Kaufentscheidung. Bei anderen Maschinen sparen die Hersteller beispielsweise auch dadurch Platz, dass sie den Schaltschrank in einem separaten Gehäuse unterbringen, das dann auch nicht in unmittelbarer räumlicher Nähe zum Kutter aufgestellt sein muss. Beim SwopperV ist auch der Schaltschrank im Maschinengehäuse untergebracht. „Unsere Techniker haben sich alles in einer Maschine gewünscht“, erklärt Bart Boelen. Sie versprechen sich davon einfachere Wartungs- und Reparaturarbeiten. Die Wartung übernehmen bei Vlevico hauseigene Techniker. „Unsere Techniker haben nach dem Kauf der Maschine einen Lehrgang bei Tipper Tie Alpina bekommen, deshalb können wir die Wartung jetzt zum größten Teil selbst machen.“ Einen Stillstand aufgrund einer technischen Panne hat Boelen allerdings mit diesem Kutter bislang nicht erlebt.Einfachere Wartungsarbeiten unterstützt die Maschine durch ein servicefreundliches Design. So macht das Display auf anstehende Wartungsarbeiten optisch aufmerksam. Die Schmierstellen sind zentral angeordnet, und auf Wunsch ist sogar eine automatische Zentralschmierung erhältlich. Ist ein Ölwechsel bei der Vakuumpumpe erforderlich, lässt sich diese auf einer Schublade aus dem Maschineninneren ziehen. Die wesentlichen Wartungsarbeiten von eigenen Mitarbeitern durchführen zu lassen, ist beim SwopperV daher kein Luxus, den sich nur Unternehmen in der Größe von Vlevico leisten können.
Eine runde Sache
Auch nach der eigentlichen Arbeit erweist sich das Handling des SwopperV als durchdacht. Der große Vakuumdeckel wird dann in Reinigungsstellung gebracht (zum Be- und Entladen des Kutters muss dieser Deckel nicht geöffnet werden), wodurch ein absolut freier Durchgang unter der Schüssel entsteht.
Glatte Oberflächen ohne Kanten oder Verschraubungen, an denen sich Verschmutzungen sammeln könnten, sollten zu den Selbstverständlichkeiten eines Hygiene-Konzeptes gehören. Beim SwopperV haben die Konstrukteure zusätzlich auf eine drei Grad starke Neigung aller Flächen geachtet, sodass Wasser nach der Reinigung abläuft. Ein Klimasystem sorgt zudem dafür, dass sich auch im Inneren der Maschine keine Feuchtigkeit sammeln kann.
Aus der Sicht von Produktionsleiter Bart Boelen ist der SwopperV 330 der für seine Produktion optimale Kutter. Die hohe Leistung spricht dabei ebenso für die Maschine wie die SVA-Steuerung, mit deren Hilfe eine gleichbleibende Qualität der Arbeitsergebnisse gewährleistet werden kann.
Dazu kommt eine hohe Ausfallsicherheit und ein durchdachtes Wartungs- und Reinigungskonzept, mit dessen Hilfe unproduktive, aber erforderliche Rüst- und Wartungszeiten auf ein Minimum reduziert werden können. „Wie schon gesagt, haben wir uns nach einer großen Studie für diesen Kutter entschieden. Ich wollte für unsere Produktion den besten Kutter, der zu bekommen war.“Dirk Bongardt