
Die Österreichische Fleischkontrolle (ÖFK) und SLA, Quakenbrück, bauen ihre Kooperation zur Implementierung von Künstlicher Intelligenz (KI) aus. Zukünftig wird auf der gemeinsamen IT-Plattform „Foodfair“ eine Schnittstelle von Technologie und Lebensmittel geschaffen, die Transparenz in die gesamte Wertschöpfungskette bringt. „KI-Technologie setzt neue Standards in der Lebensmittelindustrie. Von der Prozessoptimierung bis zur Qualitätskontrolle erleben wir bereits, wie KI den Unterschied macht“, sagt SLA Geschäftsführer Jörg Brezl nach der gemeinsamen Tagung. Für die Österreichische Fleischkontrolle ist die Intensivierung der Kooperation auf der Plattform Foodfair die Konsequenz der Marktanforderungen. „Die Fleischproduzenten stehen unter einem erheblichen Marktdruck. Preiskampf, hohe Transparenzanforderungen und gleichzeitiger Personalmangel setzen viele Unternehmen unter Handlungszwang. Mit der Kooperation bieten wir den Unternehmen eine KI-Lösung, die Prozesse verbessert und Kosten einspart“, sagt ÖFK Geschäftsführer Stefan Mader.
Bei Brand Qualitätsfleisch in Lohne ist die neue Technik bereits im Einsatz. Der Zerlegeausgang wurde von SLA mit KI-Technologie ausgestattet. Dabei wird dem Mitarbeiter das richtige Teilstück vorgeschlagen. Dieser muss in der aktuellen Phase nur noch bestätigen und das Etikett auf der Kiste anbringen. Zukünftig wird auch dieser Prozess automatisiert und von einer Produktionslinie auf alle Linien ausgeweitet. „Wir sind genauer, schneller, haben keinen zusätzlichen Schulungsaufwand mehr und sparen damit einen mittleren sechsstelligen Betrag pro Jahr ein“, berichtet Geschäftsführer Niko Brand. Dieser Fortschritt wird jetzt gemeinsam in Deutschland und Österreich weiterentwickelt.