Kamakshi Südpack eröffnet neues Werk in Indien

Am 14. Oktober 2022 wurde ein hochmodernes Produktionswerk von Kamakshi Südpack in der Nähe von Ahmedabad eröffnet. Der neue Standort ist ein wichtiger Baustein der Internationalisierungsstrategie.

Das neue Produktionswerk von Kamakshi Südpack in der Nähe von Ahmedabad ist ein wichtiger Baustein der Internationalisierungsstrategie. - © Südpack

Er ist zugleich ein strategischer Knotenpunkt, um den stark wachsenden Markt auf dem indischen Subkontinent intensiver bearbeiten und den Bedarf an hochwertigen flexiblen Folien in den unterschiedlichsten Branchen mit einem umfassenden Produkt- und Leistungsportfolio erfüllen zu können.

Asien gewinnt neben Osteuropa und auch Afrika sowohl für die Lebensmittelproduktion als auch in den Bereichen Medizin und Technik immer stärker an Bedeutung. Das Joint Venture mit Kamakshi Flexiprints Pvt. Ltd. ist daher für Südpack ein wichtiger Baustein seiner Internationalisierungsstrategie.

Der im indischen Ahmedabad ansässige Hersteller von bedruckten, flexiblen Verpackungsmaterialien wurde 1994 gegründet und beliefert die Food- und Non-Food-Industrie mit flexiblen Verpackungslösungen. Jetzt wurde nach rund eineinhalb Jahren Bauzeit der neue Produktionsstandort der Kamakshi Südpack Pvt. Ltd. eingeweiht. An der Zeremonie nahmen die Geschäftsführende Gesellschafterin von Südpack, Carolin Grimbacher, und der Südpack Geschäftsführer Tharcisse Carl, die Geschäftsführer der Kamakshi Südpack, Harish Goel und Narendra Dhupar, wie auch hochrangige Kommunalpolitiker teil.

Nachhaltigkeit ist auch in Indien ein Thema

In einer Pressekonferenz gab Carolin Grimbacher einen kurzen Einblick in die Strategie der Unternehmensgruppe gab. Anschließend skizzierte sie die Nachhaltigkeits-Roadmap von Südpack – ein Thema, das auch in Indien zunehmend an Relevanz gewinnt. Im Anschluss an die Pressekonferenz erfolgte die Danksagung an die am Neubau des Standorts beteiligten Unternehmen.

Am darauffolgenden Tag stand die offizielle Einweihung des Standorts auf dem Programm. In diesem Rahmen präsentierte Tharcisse Carl seine Vision für Kamakshi Südpack – und unterstrich explizit die hervorragende Zusammenarbeit aller Beteiligten in den letzten Monaten.

Das neue Werk von Kamakshi Südpack ist mit hochmodernen Extrusions-, Druck-, Beschichtungs- und Kaschieranlagen für die Herstellung und die Veredelung von Hochleistungsfolien ausgestattet. Es entspricht den IGBC Standards für umweltfreundliches Bauen. Ebenso wird der Standort in Zukunft geltende internationale Vorschriften und Normen der Lebensmittelindustrie wie GMP (Good Manufacturing Practice), BRC, FSMS ISO 22001, QMS ISO 9001 und SMS-ISO 45001 erfüllen.

Der Komplex umfasst eine Gesamtfläche von rund 47.000 m² und unterteilt sich in die Bereiche Extrusion, Druck, Kaschierung sowie Beutelherstellung. Schrittweise wurden in den letzten Wochen die einzelnen Anlagen in Betrieb genommen und hochgefahren, so dass an dem Standort bereits flexible Verpackungslösungen produziert werden, die die höchsten qualitativen Anforderungen erfüllen.   

Mehr Kapazitäten und bessere Marktdurchdringung

„Unser durchdachtes Standortkonzept ist so angelegt, dass wir die Kapazitäten sukzessive weiter ausbauen können, um dem stetig steigenden Bedarf an innovativen und zugleich auch nachhaltigen Mehrschichtfolien für flexible Verpackungen auf dem indischen Subkontinent gerecht zu werden“, erklärt Tharcisse Carl, der bei Südpack für den Neubau des Produktionsstandorts verantwortlich zeichnet. Zu den weiteren Zielen zählen eine bessere Marktdurchdringung, schnellere Reaktionszeiten auf die sich wandelnden Bedürfnisse in der Verpackungsbranche und eine zeitnahe Versorgung der Kunden vor Ort. Harish Goel bekräftigt: „Die einzigartige, langjährige Expertise von Südpack in den Bereichen Coextrusion und Folienveredelung in Kombination mit unserer ausgezeichneten Marktkenntnis eröffnet uns Möglichkeiten, die wir bislang so nicht ausschöpfen konnten.“

Insbesondere auch die wachsende Nachfrage nach nachhaltigen Verpackungslösungen soll konsequent bedient werden. Denn auch in Indien ist die Reduzierung von Kunststoffabfällen seit einigen Jahren ein zunehmend wichtiges Thema: Bereits 2016 erkannte die indische Regierung die Problematik und verabschiedete die sog. „Plastic Waste Managements Rules“. Demnach sollen Einweg-Kunststoffartikel wie beispielsweise einfache Kunststofftragetaschen bis Ende 2022 nicht mehr produziert werden.

Ein weiterer Schritt ist die stufenweise Abschaffung von Mehrschichtverbunden, die nicht recyclingfähig sind und daher meist der thermischen Verwertung zugeführt werden müssen. „Mit unserem breiten Portfolio im Bereich der recyclingfähigen und besonders materialeffizienten Hochleistungsfolien und Verpackungskonzepte sind wir hervorragend aufgestellt – und können daher auch unsere indischen Kunden optimal bei der Erfüllung der gesetzlichen Anforderungen in puncto Nachhaltigkeit unterstützen“, unterstreicht Carolin Grimbacher. www.suedpack.com