Mit entscheidenden Impulsen und Ideen den geschäftlichen Erfolg vorantreiben: Unter diesem Motto geht die Internorga als die Leitmesse für den Außer-Haus-Markt ab 15. März 2019 für fünf Tage an den Start. Zum Messehighlight der Gastrobranche werden mehr als 95.000 Fachbesucher erwartet.
Entscheider, Newcomer und Profis aus Gastronomie, Hotellerie, Bäckereien und Konditoreien werden sich auf der Internorga in Hamburg bei rund 1.300 internationalen Ausstellern informieren, die auf über 100.000 m2 ihre Produktneuheiten und Trends für die Außer-Haus-Branche präsentieren werden. „Wir bieten mit der Messe einen Ort, an dem Inspiration auf Innovation trifft, Besucher sich angeregt austauschen und frische Ideen für ihr eigenes Geschäft erhalten können. Denn, wer langfristig Erfolg haben möchte, muss am Puls der Zeit arbeiten, sich immer wieder neu erfinden und den Gast jeden Tag neu überraschen“, erklärt Claudia Johannsen, Geschäftsbereichsleiterin der Hamburg Messe und Congress GmbH. Als Leitmesse ist die Internorga Katalysator für weltweite Trends und kreative Produktinnovationen. Nationale und internationale Aussteller, zahlreiche Sonderformate sowie ein renommiertes Kongressprogramm laden die Fachbesucher zum Entdecken ein. Als beliebtes Highlight hat sich in den vergangenen Jahren die Newcomers Area herauskristallisiert. Mehr als 20 aufstrebende Start-ups des Außer-Haus-Marktes stellen auf kompakter Fläche neue und außergewöhnliche Produkte vor.
Trends für Food
Ernährungsweisen ändern sich laufend und somit auch das Nachfrageverhalten der Konsumenten. In welche Richtung sich der Außer-Haus-Markt entwickelt und welche neuesten Trends sich hier auswirken, beleuchtet der Internorga FoodZoom. Die Mitte Januar 2019 präsentierte Untersuchung hatte die Messe in Zusammenarbeit mit Karin Tischer, Food-Trendforscherin und Inhaberin vom Forschungs- und Entwicklungsinstitut food & more in Kaarst, erstellt. Genauer unter die Lupe genommen wurden Highlights und Innovationen im Bereich Food und Beverage sowie in der Gastronomie.
Der Megatrend Snacking verändert den Außer-Haus-Markt und erfordert neue Konzepte, um den Bedürfnissen der Gäste gerecht zu werden. Besonders deutlich zeigt sich diese Entwicklung am Beispiel des boomenden Street-Food. Bisher serviert aus Foodtrucks und Marktständen oder auf Festivals, erobert die beliebte Zwischenmahlzeit jetzt auch die Restaurants. Sogar Sterneköche interpretieren zum Beispiel die ursprünglich aus Garküchen oder Märkten aus Südostasien stammenden Gerichte als neue Gourmetkreationen mit hochwertigen Zutaten.
Die Digitalisierung durchdringt in rasantem Tempo den Außer-Haus-Markt und erfordert ein Umdenken sowie neue Geschäftsmodelle für den langfristigen Erfolg. Ein Beispiel dafür ist die „instagramable“ Zubereitung der servierten Speisen. Das Social Web ist voll mit Fotos von in Szene gesetzten Speisen und Getränken. Um sich vom Wettbewerb abzuheben, bieten einige Restaurants bereits heute Gerichte an, die speziell auf die Tauglichkeit für Instagram und Co. zubereitet wurden. Hinzu kommen neue Formen der Eventisierung des Restaurantbesuchs: Digitale Inszenierungen und Projektionen auf den Tischen, sogenannte Virtual Tables, vereinen Technik und Kulinarik auf faszinierende Weise und schaffen einen Mehrwert für den Gast.
Laut FoodZoom beeinflusst auch der Green-&-Healthy-Trend den Markt zunehmend. Verbraucher sind heuzutage sensibel im Umgang mit dem, was sie essen oder was sie serviert bekommen und informieren sich verstärkt über die Nahrung, die sie zu sich nehmen. An Bedeutung zugenommen haben vegane und vegetarische Ernährungsweisen, ebenso wie der Wunsch nach qualitativ hochwertigem Fleisch. Pflanzenbasierte, zucker- und fettreduzierte oder „Free-from“-Produkte, die frei von bestimmten Inhaltsstoffen wie Laktose oder Gluten sind, passen zum neuen und aufgeklärten Gesundheitsbewusstsein. Laut Trendforscherin Karin Tischer ist grüne und gesunde Ernährung der neue Lifestyle. Der Begriff „Plantarismus“ vereine sämtliche Ernährungsweisen mit einem starken Fokus auf pflanzenorientierte Kost. Ob warme Smoothies als schnelle Vitaminlieferanten an kalten Tagen oder eine nahrhafte „Soup to go“ – für den Gast müssen die Speisen schnell zubereitet, gesund, schmackhaft und wohltuend sein.
Digitale Neuheiten
Digitale Produktlösungen verändern den Außer-Haus-Markt und die Bedürfnisse der Gäste. Um zukunftsfähig zu bleiben, sind Anbieter von gastronomischen Leistungen gefordert, die digitalen Möglichkeiten für den eigenen Betrieb zu prüfen. Neben Lieferservice und digitalen Kassen nehmen Pre-Ordering und Pre-Pay in den aktuellen Marktbewegungen eine wegweisende Rolle ein. Die Internorga 2019 bündelt alle Neuheiten in diesen Bereichen und bietet Unternehmen eine wichtige Orientierungshilfe.
Über die letzten Jahre ist das Liefergeschäft zu einem bedeutenden Umsatztreiber in der Gastronomie herangewachsen. Laut einer aktuellen Studie nutzt bereits jeder fünfte Deutsche Online-Lieferdienste. Die speziellen Anforderungen an die diversen Food-Delivery-Services sind daher fester Bestandteil aktueller Gastrokonzepte. Doch es ist nicht nur die steigende Zahl der Online-Essensbestellungen, die die zunehmende Digitalisierung im Außer-Haus-Markt aufzeigt. Auch Optionen zu Vorabbestellungen und -zahlungen sind in Zeiten knapper Mittagspausen gefragt und spiegeln das veränderte Konsumverhalten der Gäste wider.
„Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen sich Unternehmer aus der Gastronomie und Hotellerie den digitalen Möglichkeiten annehmen und sie gewinnbringend für sich einsetzen. Was heute und morgen alles möglich ist, präsentieren wir auf der Internorga 2019“, sagt Claudia Johannsen. „Die großen Möglichkeiten digitaler Technologien erfordern von Gastronomen ein Umdenken“, ergänzt Franz Klein, Präsident vom DEHOGA Hamburg, und ruft dazu auf, die digitale Veränderung der Branche aktiv mitzugestalten. Digitalrestaurants wie die Datakitchen Berlin nutzen die technischen Möglichkeiten, indem die zubereiteten Speisen über einen digitalisierten Automaten zum Gast gelangen. Bestellt werden diese über die Internetseite oder eine App. Zeitersparnis bei allen Prozessen und Abläufen sowie Effizienzsteigerung ohne Qualitätsverlust sind für Betriebsleiter Christian Hamerle klare Vorteile der digitalen Struktur. Zudem schenke die innovative Technik den Gästen mehr Zeit für sich.
Effizienz auf höchstem Niveau
Die Küche ist das Herzstück jeder Gastronomie. Smarte Küchentechnik unterstützt die Teams und schafft neuen Freiraum – multifunktional, cloudbasiert oder intuitiv bedienbar, bringt sie im Zeitalter der Digitalisierung zahlreiche Vorteile. Von intelligenten Spülgeräten über digitale Organisationssysteme bis hin zu hochwertigen Kombidämpfern zeigen über 300 renommierte Hersteller in den Messehallen A2, A3 und A4 das gesamte Spektrum der Küchentechnik von morgen.
Die Hersteller von Küchentechnik arbeiten kontinuierlich an neuen Funktionen. Im Fokus dieser Entwicklungen stehen die Vernetzung der Geräte und die damit einhergehende Effizienzsteigerung sowie der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen im Hinblick auf Energie, Chemikalien oder Wasser.
Im Bereich Spültechnik erwarten die Besucher Innovationen, die sowohl den Wasserverbrauch als auch den Arbeitsaufwand senken. Neue Geräte „denken“ für den Anwender mit und analysieren Geschirrspülmengen oder verfügen über variable Wasserdruckregulierung. „Die unkomplizierte Bedienung der Geräte ist ein wichtiger Faktor“, betont Manfred Kohler, Geschäftsführer Vertrieb und Produktion bei Hobart. Der Anbieter von gewerblicher Spültechnik arbeitet gemeinsam mit weiteren Herstellern an standardisierten Schnittstellen für die Branche, um das Thema Küche 4.0 voranzutreiben.
Bei der Speisenzubereitung sind vor allem multifunktionale, mit dem Internet verbundene Geräte gefragt. Diese entlasten nicht nur die Küchenteams, sondern vereinen zudem auf kleinem Raum Funktionen mehrerer Großgeräte. Sie nehmen Köchen Routinearbeiten ab, optimieren Prozesse und ermöglichen von unterwegs den Zugriff auf Kennzahlen und Einstellungen. Ein weiterer Vorteil der Digitalisierung ist die optimierte Aufzeichnung von Lager- und Transportwegen sowie die damit verbundene Einhaltung der HACCP-Richtlinien.
Grillen sorgt für Umsatz
Als fester Bestandteil der Messe hat sich der Grill & BBQ Court etabliert. Auf der ausgewiesenen Sonderfläche werden die heißesten Grilltrends 2019 präsentiert. Außerdem erfahren Fachbesucher alles Wissenswerte rund um den Rost.
Die neuesten Grillgeräte, spannende Aktionen und Vorführungen sowie Austausch und Tastings unter Experten – der Grill & BBQ Court findet zum dritten Mal und in Kooperation mit dem Grill-Kontor Hamburg statt. Aufgrund der hohen Nachfrage wurde die Fläche auf dem Freigelände sowie in der Halle A2 vergrößert und bietet den Besuchern einen Überblick über die aktuellen Trends im Grillsegment.
Vor Ort sind unter anderem Fleischereibedarf-Spezialisten wie die Fritz Raulwing GmbH & Co. KG und Anbieter von Pits und Smokers wie Southern Pride BBQ aus den USA. Eine Weltneuheit präsentiert die Firma Landig & Lava GmbH & Co. KG: Der Dry-Aging-Kühlraum bietet ein steckerfertiges Kühlaggregat für Dry-Aging. Auch dabei ist MAMMUT Catering, die die aktuellsten Grills, Smoker und BBQ-Artikel sowie Angebote zu Grillkursen und Events mit zur Messe bringen.
„Hochwertige Produkte stehen 2019 im Fokus – sowohl bei Lebensmitteln als auch bei Grillgeräten. Insgesamt wird weniger Fleisch aufgetischt, dafür aber hochwertige Ware. Neben Fisch und Geflügel werden viel Gemüse und Bioware auf dem Rost zu finden sein“, fasst Horst Krawutschke, Geschäftsführer von MAMMUT Catering, die Grilltrends zusammen.
Darüber hinaus stünden Wintergrillen mithilfe von Gasgrills hoch im Kurs sowie hochqualitative, gute Zuschnitte von Fleischprodukten aus der Region. Der Gast von heute wolle wissen, woher das Fleisch auf seinem Teller kommt, und lege Wert auf transparente Informationen zur Tierhaltung und weiteren Faktoren, damit er beim Fleischkonsum ein gutes Gefühl hat, so Krawutschke weiter.
Der Konsument von heute legt immer mehr Wert auf artgerechte Tierhaltung sowie Transparenz in der Fleischproduktion. Diesem Anspruch wollen die Anbieter auf dem Grill & BBQ Court ebenfalls gerecht werden. „Ein Trend, der die Fleischindustrie zunehmend durchdringt, ist, dass den Tieren heute mehr Zeit zum natürlichen Wachsen gegeben wird. Das führt nicht nur zu einem besseren Geschmack und einer feineren Fetteinlagerung, sondern gibt den Konsumenten auch ein besseres Gefühl beim Fleischgenuss“, sagt Dirk Alberts, Geschäftsführer Grill-Kontor Hamburg. Im Vordergrund stünden zudem regionale Erzeugnisse wie Lamm aus Husum oder Färse aus der Lüneburger Heide. „Ich denke, dass Regionalität ein Trend ist, der sich weiter fortsetzen wird“, so Alberts.
Convenience ist gefragt
Die Herausforderungen in modernen Profiküchen sind vielfältig. Effizientes Arbeiten und Planen, Abfallvermeidung, wirtschaftliche Lagerhaltung, eine hohe Qualität und möglichst gleichbleibender Geschmack sind nur einige Punkte, die Gastronomen beschäftigen. Unterstützung bieten hochwertige Convenienceprodukte, die den Köchen wertvolle Zeit ersparen und den Gästen Qualität garantieren. Hersteller vorgefertigter Lebensmittel und Speisen entwickeln regelmäßig zeitgemäße und neue Produkte.
Suppen, Gemüse, Desserts, Backwaren oder Pasta – viele Lebensmittel sind im Außer-Haus- Markt „convenient“ erhältlich, Tendenz steigend. Der Absatz von Tiefkühlprodukten im Außer-Haus-Markt stieg zuletzt im Jahr 2017 auf 1,89 Millionen Tonnen. Die Vorteile von Convenienceprodukten sind vielfältig. „Wir sind die Vorbereitungsküche für den Gastronomen“, weist Jochen Kramer, Marketingleiter bei Salomon FoodWorld, auf den primären Einsatzgrund hin: Durch die fertigen Lebensmittel entfallen Vorbereitungszeiten in der Küche, wodurch mit gleicher Personalstärke in kürzerer Zeit mehr Speisen zubereitet werden können.
Neben weiteren Vorzügen wie ständige Verfügbarkeit von saisonalen Produkten sind Conveniencelösungen insbesondere bei der Bewirtung großer Personengruppen vorteilhaft: Dank portionsgerechter Lieferungen können Gastronomen besser planen, auf unerwartete Nachfragen spontan reagieren. „Mehr denn je sind Convenienceprodukte heute in allen Varianten und in hoher Qualität auf dem Markt zu finden. In gleichem Maße steigt die Bedeutung der vorgefertigten Lebensmittel für den Gastronomen, der immer weniger Zeit und qualifiziertes Personal für die Vorbereitung der Speisen hat“, unterstreicht Claudia Johannsen die Bedeutung des Angebots in dieser Produktkategorie für die Gastronomie.
Die einfache Handhabung und ständige Bevorratung, die mit Convenienceprodukten möglich ist, hat dazu geführt, dass Köche und Gastronomen sich in ihrer Tätigkeit auf die Unterstützung der Hersteller verlassen. In eigens eingerichteten Abteilungen entwickeln Produzenten mit Profiköchen unter Berücksichtigung aktueller Trends neue Variationen bekannter Produkte, wie den allzeit beliebten Burger. Weniger oder kein Fleisch ist dabei aktuell die Devise vieler Hersteller. „Auf der Internorga können Köche, Bäcker und Lieferanten die gesamte Vielfalt der Convenienceprodukte entdecken – von einzelnen Lebensmitteln bis hin zu ganzen Mahlzeiten, von der Vorspeise bis zum Desserts und zu Snacks. Dank des breiten Angebots renommierter Hersteller, die auf der Leitmesse für den gesamten Außer-Haus-Markt anzutreffen sind, ist für jeden das richtige Produkt dabei“, fasst Claudia Johannsen zusammen.