
Als moderner Dienstleistungsbetrieb für hochwertige Lohnschlachtung von Schweinen legt die Lohnschlächterei Riedl am Fleischzentrum Hof sehr viel Wert auf einwandfreie Schlachthygiene. Deshalb hat das Unternehmen die bestehende Hygieneschleuse für täglich 50 bis 70 Mitarbeiter im Zugangsbereich zur Produktion durch die Firma Mohn aus Meinerzhagen erneuern lassen.
Jeder Mitarbeiter, der die Zerlegung betreten möchte, wird vorher durch die von einer Siemens-Logo-Steuerung geregelten Hygieneschleuse zwangsgeführt. Vor Zutritt der Hygieneschleuse wird dem Mitarbeiter ein Seifenmittel automatisch auf beide Hände appliziert. Ist dies erfolgt, öffnet die am Seifenautomat integrierte Drehsperre. Anschließend reinigt der Mitarbeiter seine Hände an der sensorgesteuerten Handwaschrinne mit fünf Waschplätzen. Die Händetrocknung erfolgt mittels Papierhandtüchern.
Sowohl die Sohlen von Stiefeln und Stiefelschäfte als auch die Hände werden – nach erfolgter Händereinigung – im Durchlaufverfahren gereinigt und desinfiziert. Zwei waagerecht rotierende Sohlenbürsten, die unter einem Edelstahl-Laufrost angeordnet sind, reinigen und desinfizieren die Stiefelsohlen. Die Stiefelschäfte werden vorab durch drei senkrecht rotierende Bürstenwalzen gereinigt. Aktiviert werden diese durch Sensoren beim Betreten der Hygieneschleuse. Um sicherzustellen, dass die Hygieneschleuse nur mit desinfizierten Händen passiert wird, werden die Hände durch zwei Sensoren erkannt und für eine zuvor festgelegte Zeit mit Desinfektionslösung benetzt. Erst wenn die vorgeschriebene Menge an Desinfektionsmittel appliziert wurde, wird auch die Drehsperre am Ende der Hygieneschleuse für eine Person zum Durchgang zur Produktion freigeschaltet. In der Konzeption wurde auch ein seitliches Geländertor für das Reinigungs- und Servicepersonal berücksichtigt. Die Erneuerung der Hygieneschleuse wurde von der Planung bis zur Ausführung entsprechend den EU-Zertifizierungsgrundsätzen umgesetzt.