Die Gewürzindustrie ist mit außergewöhnlichen Preissteigerungen beim weltweit wichtigsten Gewürz, dem Pfeffer, konfrontiert. Wie der Fachverband der Gewürzindustrie e.V., Bonn, mitteilt, zeigen die Pfefferpreise eine dramatische Entwicklung in bisher nicht gekannte Größenordnungen.

Lag der Preis für weißen Pfeffer im Januar 2014 bereits um +25 Prozent über dem Vorjahrespreis, so ist er bis August um weitere 26 Prozent gestiegen. Schwarzer Pfeffer kostete im Januar dieses Jahr 27 Prozent mehr als im Jahr 2013, und bis August 2014 kletterte er um weitere 20 Prozent.
Schon 2013 lagen die Preise im Ursprung auf hohem Niveau. Im Januar 2014 erreichten sie ihren bis dahin historischen Höchststand und lagen damit circa 25 Prozent über den Preisen, die im Vorjahr gezahlt wurden. Die Preisentwicklung verschärft sich in 2014 dramatisch und ein nochmaliger Anstieg von durchschnittlich 23 Prozent wird verzeichnet. Damit bewegt sich das Niveau in astronomischer Höhe und ist mit einem Zuwachs von 59 Prozent (gegenüber 2013) für weiß und 53 Prozent (versus 2013) für schwarz auf ein Allzeithoch gestiegen.
Darüber hinaus ist, unter anderem durch die Krise in der Ukraine begründet, bei Koriander eine Verschärfung der Versorgungssituation zu verzeichnen. Dies wirkt sich in Preiserhöhungen von zuletzt 30 Prozent aus – mit weiterem Potential nach oben. Auch andere Rohstoffe der Gewürzindustrie werden zum Teil aus Krisenregionen wie Ägypten und Syrien importiert. Korrekte, pünktliche Belieferung ist nicht immer gewährleistet. Dies treibt die Preise. Kümmel ist aktuell um 20 Prozent im Einkauf gestiegen, obwohl die neue Ernte ansteht.
Ebenso ist Knappheit und damit Verteuerung von Knoblauch aus dem Ursprung China zu vermelden. Der Grund liegt in der zu geringen Menge getrockneter Basisware, die dann zu Granulaten und Pulvern verarbeitet wird.