- Die bAV ist im Arbeits- und Tarifrecht verankert. Demnach hat jeder SV-pflichtig Beschäftigte seit 2002 einen Anspruch, vom Arbeitgeber jährlich einen Betrag von vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze (BBG West) der Rentenversicherung (West) von derzeit 7.100 Euro in ein versicherungsförmiges Finanzierungsmodell einbezahlt zu bekommen. Das sind 284 Euro monatlich. Sein Arbeitgeber gibt ihm 15 Prozent dieses Betrags obendrauf.
- Dieser Baustein kann mit einer Direktzusage oder Unterstützungskasse erweitert werden. Arbeitsrechtlich ist dieses Modell auf 284 Euro/Monat begrenzt, das heißt, dieser Betrag ist frei von Steuern und Sozialabgaben. Bis acht Prozent oder 568 Euro/Monat bleibt der Sparbetrag sogar steuerfrei, auf die zweiten 284 Euro sind nur die Sozialbeiträge zu entrichten.
- Vermögenswirksame Leistungen (VL), die der Arbeitgeber nicht anbieten muss, betragen im Basismodell monatlich 52 Euro, die je hälftig Arbeitgeber und -nehmer finanzieren. Dieser Betrag kann zusätzlich in die bAV investiert oder in einem Bausparvertrag oder Aktienfonds angelegt werden. Alternativ bieten viele Arbeitgeber an, dem Arbeitnehmer pauschal 30 Euro monatlich in seine bAV zu überweisen.
- Eine vierte Variante der AV, die mit dem Arbeitgeber nichts zu tun hat und deshalb auch nicht mit der Doppelverbeitragung, ist die Riester-Rente. In diesem Modell erreicht der Arbeitnehmer bei einem Eigenanteil von 2.100 Euro pro Jahr die maximale staatliche Förderung. Dieser Anteil reduziert sich durch Eltern- (–175 Euro) oder Kinderzulage (–300 Euro je Kind) nochmals, so dass man selbst monatlich als Alleinerziehende noch 135 Euro sparen muss, um 454 Euro im Jahr steuerfrei zu erhalten. Und weil der eigene Sparbetrag steuerabzugsfähig ist, spart man nochmals.
- Eine attraktive Alternative dank niedriger Kreditzinsen ist aktuell der Erwerb einer Immobilie. Die Zinsen auf 15 und mehr Jahre festzulegen, bietet Kostensicherheit. Hinzu kommen steuerliche Ersparnisse, eine Miete oder das mietfreie Wohnen bei Eigennutzung. Auch eine Wertsteigerung der Immobilie ist wahrscheinlich, wenn deren Lage gut gewählt ist.