Flüssiggas schont die Umwelt

Die Metzgerei Hofmann nutzt Flüssiggas als Antriebsenergie für ihr Blockheizkraftwerk (BHKW). Der saubere und vielseitige Energieträger kann zum Heizen, Warmwasserbereiten und auch zum Kochen verwendet werden.

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    Das eigene Blockheizkraftwerk „SenerTech Dachs SEplus“ ist das Herzstück im Technikraum des Betriebs von Georg Hofmann.
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    Da die zahlreichen Gasanschlüsse im Betrieb fest installiert sind, kommt das Flüssiggas sozusagen aus der „Steckdose“.
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    Flüssiggas ist ein flexibler Energieträger, den Junior Achim Hofmann auch zum Kochen einsetzen kann.
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    Der Flüssiggastank im Garten der Hofmanns fasst 6.400 l und wird verbrauchsabhängig befüllt.
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    Die vom BHKW produzierte Energie deckt auch den Grundumsatz der zahlreichen elektrischen Verbraucher des Betriebs.

Überall verfügbar, sauber und flexibel nutzbar – der Energieträger Flüssiggas bietet zahlreiche Vorteile. Gerade in ländlichen Regionen, in denen keine Erdgasversorgung besteht, spielt er sie aus. Eine solche Region ist der Odenwald. Hier liegt der Luftkurort Michelstadt-Vielbrunn mit seiner weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannten Metzgerei Hofmann.

Seit über 115 Jahren produziert der Familienbetrieb regionale Fleisch- und Wurstspezialitäten aus eigener Schlachtung. Tradition und Beständigkeit sind für die vierte und fünfte Generation der Hofmanns, Metzgermeister Georg und Sohn Achim, dabei entscheidende Grundpfeiler ihrer Arbeit. „Wir leben unseren Beruf und sind glücklich, dass die Kunden uns teilweise schon seit Jahrzehnten treu sind“, so Hofmann senior. Neben dem Bewahren von Althergebrachtem achtet die Familie stets darauf, mit der Zeit zu gehen, Innovationen aufzugreifen und so Chancen für den Betrieb zu nutzen.

„Vor einigen Jahren haben wir uns intensiv mit den Themen Energieversorgung und Heizung beschäftigt und entschieden, das Ganze selbst in die Hand zu nehmen“, so Georg Hofmann. Dazu plante der Metzgermeister eine komplette Anlage, in deren Mittelpunkt ein BHKW „SenerTech Dachs“ steht. Mit Investitionen von 100.000 Euro in den Technikraum und 20.000 Euro in das BHKW wurde 2008 die Grundlage für die energetische Selbstversorgung geschaffen.

Elektrische und thermische Energie

Im Vergleich zur alten Ölheizung, die lediglich Wärme bereitstellte, liefert das neue Energie-Allroundsystem nun zusätzlich Strom und Warmwasser. Für den Betrieb des BHKWs setzen die Hofmanns auf den besonders umweltschonenden Energieträger Flüssiggas, das sie über den Flüssiggasversorger Progas beziehen. Aus dem Gas, das in einem 6.400 l fassenden Flüssiggastank im Garten der Hofmanns gelagert wird, produziert das Mini-Kraftwerk rund 5,5 kW elektrische und 14,5 kW thermische Energie. Bei rund 6.500 Betriebsstunden pro Jahr ergibt das fast 100.000 kWh nutzbare Wärme und mehr als 35.000 kWh Strom.

Diese Mengen sorgen nicht nur dafür, dass alle Räume wohltemperiert sind und stets genug heißes Wasser für die Produktion zur Verfügung steht, zusätzlich decken sie den Grundumsatz der zahlreichen elektrischen Verbraucher des Betriebs. Kombiniert ist das BHKW mit einer Gasbrennwerttherme „SenerTec SEplus“, die dank „MSR 2“-Steuerung besonders komfortabel zu bedienen ist. Komfortabel ist auch die Versorgung per Tanklastwagen, der jährlich rund zwölf Tonnen des Energieträgers anliefert. Zehn Tonnen davon verbrauchen das BHKW und die Brennwerttherme, zwei Tonnen werden für die Fleisch- und Wurstproduktion benötigt.

Energie aus der Flasche

Zusätzlich zum Flüssiggas aus dem Tank nutzt das Unternehmen rund 300 kg Flaschengas pro Jahr. Gespeichert in 11 kg fassenden Flaschen wird das Gas sowohl beim Abflämmen von Schweineborsten im Betrieb als auch für den eigenen Partyservice verwendet, um Speisen zu erwärmen. Das Flaschengas war auch der Grund dafür, warum Familie Hofmann und Progas schon seit Jahrzehnten zusammenarbeiten. „Seit den 50er Jahren hatte mein Großvater neben seiner Schmiede eine Progas-Agentur, über die er Flaschengas in der Region vertrieb. Diese Agentur habe ich nach seinem Tod übernommen und fortgeführt. Als feststand, dass wir ein BHKW bekommen, war für mich klar, bei dessen Energieversorgung mit dem Partner zusammenzuarbeiten, den ich über Jahrzehnte hinweg als kompetent und zuverlässig kennengelernt hatte“, erläutert der Odenwälder seine Entscheidung.

Sauber und effizient

Neben der Kostenersparnis gegenüber dem Öl und einem Gewinn an Komfort hat er noch weitere Vorteile ausgemacht, die für eine eigenständige Energieversorgung sprechen. Da die eigenen Verbräuche schwanken, das BHKW aber fast durchgängig produziert, können rund 3.000 kWh Strom im Jahr in das öffentliche Stromnetz eingespeist werden. Bei einer aktuellen Vergütung von 3,5 bis 5,5 Cent pro Kilowatt ergeben sich so jährliche Einnahmen von rund 250 Euro. Weiterer Vorteil der Entscheidung „pro Flüssiggas“: Da der saubere Brennstoff von der Energiesteuer befreit ist, erhält das Unternehmen zusätzlich jährlich rund 600 Euro an Rückerstattung durch die Zollbehörde.

„Für uns ist das BHKW in Kombination mit Progas-Flüssiggas die absolut richtige Entscheidung gewesen“, ist sich Georg Hofmann sicher. „Durch den günstigen Gaspreis und die perfekte Abstimmung auf die Erfordernisse des Betriebs wird sich die vom SHK-Fachbetrieb Kohl Heizungsbau aus Johannesberg gebaute Anlage aller Voraussicht nach noch im Jahr 2015 amortisiert haben.“ Zum Umweltaspekt weiß Markus Häcker, Verkaufsleiter bei Progas und Ansprechpartner der Familie, zu ergänzen: „Da unser Energieträger ungiftig ist, nahezu rückstandsfrei verbrennt und keine Geruchsbelästigungen verursacht, dürfen Anlagen wie diese sogar in einem Luftkurort wie Vielbrunn betrieben werden.“

Immer besser werden

Ebenso wie bei der Wärme- und Energieversorgung hat sich die Metzgerei Hofmann bei ihrer weiteren technischen Ausstattung auf neuesten Stand gebracht. So werden in den modern ausgestatteten Produktionsräumen zahlreiche Wurstspezialitäten und andere hochwertige Fleischwaren hergestellt. Doch nicht nur der unmittelbare Herstellungsprozess, sondern sämtliche Betriebsabläufe werden ständig überprüft und optimiert.

Neben den zahlreichen Veränderungen „hinter den Kulissen“ sind es aber die sichtbaren Veränderungen, die die Kunden am Unternehmen schätzen. Georg Hofmann dazu: „Wir wollen uns ständig verbessern und den Service anbieten, den unsere Kunden wünschen. Seit 1993 bieten wir beispielsweise den eigenen Rundum-sorglos-Partyservice mit hochwertigen Produkten aus eigener Schlachtung.“ Nur wenige Jahre später reagierten die Hofmanns auf die wachsende Nachfrage nach Bio-Qualität und sind heute der einzige Familienbetrieb in Südhessen, der eine EU-Zulassung für Bio-Schlachtung und -Zerlegung vorweisen kann.

www.progas.de