Fleischerjunioren bei Abraham

Über 30 Nachwuchsfleischer informierten sich über betriebswirtschaftliche und fachliche Aspekte der Schinkenherstellung. - © Ludwig

Fleischerjunioren bei Abraham

Über 30 Nachwuchsfleischer informierten sich in Hamburg über die Feinheiten der Rohschinkenherstellung. Auf Einladung des Unternehmens Gebrüder Abraham Schinken, Seevetal, trafen sich die jungen Fleischer und Verkäuferinnen zu einem zweitägigen Intensivseminar. Den Auftakt bildete ein Vortrag des Betriebsberaters Michael König aus Waldeck-Sachsenhausen. Seine Ausführungen beinhalteten die Probleme und Chancen des Fleischerhandwerks. Für Mehrumsätze und zufriedene Kunden sorgen vor allem eine optimale Thekengestaltung mit einer Hervorhebung von Produkten, so König. Auch die Darstellung der Metzgerei sei ein wichtiges Argument für Mehrverkauf und Kundenbindung. König rief dazu auf, die unternehmerische Zukunft aktiv zu gestalten. Der Stolz auf den Beruf sollte gelebt und nach außen kommuniziert werden. All dies zusammen ergibt eine gute Startposition für die Metzgerei der Zukunft.
Im zweiten Teil der Veranstaltung berichtete Christine Scheidt, Leiterin Vertrieb Filialen von Ernst Dehning „Ihr Heideschlachter“, Schneverdingen, über die Entwicklung ihres Unternehmens vom Handwerksbetrieb zu Marke. Aufbauend auf die Historie der Firma Dehning wurden die Ausgangsgedanken zum Markenaufbau und zur Positionierung erläutert. Momentan hat Dehning 33 Filialen, von Bremen über Hamburg bis Berlin. Scheidt ging ausführlich auf Werbung sowie Waren- und Filialpräsentationen ein. Ein besonderes Augenmerk legt Dehning auch auf die Filialbetreuung und Mitarbeiterführung. Im Anschluss fand eine internationale Schinkendegustation statt. Über Ammerländer Kernschinken, Bentheimer Knochenschinken, San Daniele bis zum Pata-Negra-Schinken wurden zwölf unterschiedliche Schinken-sorten miteinander verglichen und von Markus Scheidt, Abraham Schinken, erläutert.

Am nächsten Tag schloss sich eine Betriebsbesichtigung bei Abraham Schinken an. Das Unternehmen hat heute 625 Mitarbeiter an insgesamt sechs Standorten in Europa. Der Hersteller erzielte 2005 einen Umsatz von 172 Millionen Euro und erreichte nach eigenen Angaben mit einer Produktionsmenge von 3,8 Millionen Schinken einen Marktanteil von 22 Prozent am deutschen Markt.

Dirk Ludwig

www.abraham.de

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