„Unsere neue Mini“ – so nennt Klaus Komp fast liebevoll die Schalenverschließanlage SP-M3 Konzept, die er seit Sommer 2007 im Einsatz hat. „Mini“, damit spielt er auf die kompakten Abmessungen der halbautomatischen Anlage an. Im ’Fleischerei‘-Praxistest spricht Komp über seine Erfahrungen.
Ein Schalensiegler fürs Handwerk
„Metzger aus Leidenschaft“ – so beschreibt sich Klaus Komp selbst. Seine handwerklich betriebene Metzgerei führt er in Hamminkeln, mit dem hier produzierten Sortiment versorgt er drei eigene Edeka-Märkte, einen ebenfalls in Hamminkeln, zwei im benachbarten Wesel. Aufgebaut hat er sein Unternehmen aus einem kleinen Kolonialwarengeschäft, das der 58-Jährige seinerzeit von seinen Eltern übernommen hat. Heute arbeiten in seinem Betrieb und den Märkten insgesamt rund 170 Mitarbeiter, unter anderem sieben Metzgermeister.
Komp produziert ein Vollsortiment in seiner Metzgerei. Zu seinen Stärken gehören regional beliebte Hausmacherprodukte und Suppen im Schlauch, die bei Komp, anders als in der industriellen Fertigung üblich, in der Kochkammer pasteurisiert werden.
Die Schalenverschließanlage SP-M3 hat Klaus Komp im Sommer angeschafft. „Ich war einer der ersten Kunden von Sealpac“, berichtet Komp, „ich habe hier auch noch die alte Mini.“ Die neue Maschine hat er unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten angeschafft. „Gemessen an ihrer Leistung und Ausstattung ist die M3 äußerst preiswert – und die Verarbeitung, das ist richtiger Maschinenbau.“ Dem Preis-Leistungs-Verhältnis gibt Komp denn auch gleich einmal die Bestnote „ausgezeichnet“. Im Grundpreis sind gleich drei Werkzeuge enthalten, die sich dank eines Schnellwechselsystems bei Bedarf minutenschnell und ohne weitere Hilfsmittel austauschen lassen.
Problemlose Handhabung
Die Einarbeitungszeit war in der Metzgerei Komp schon deshalb kein Thema, weil hier auch schon das Vorgängermodell von Sealpac eingesetzt wurde. „Eine halbe Stunde haben wir gebraucht, bis wir mit der M3 umgehen konnten“, erinnert sich Komp, und fügt hinzu: „Hätten wir das Vorgängermodell nicht gehabt, dann wären es vielleicht zwei Stunden gewesen. Die Bedienung ist absolut komfortabel.“ Davon können wir uns vor Ort überzeugen: Die Folie ist schnell eingezogen, ein eigens für uns durchgeführter Werkzeugwechsel nimmt – in aller Ruhe – weniger als drei Minuten Zeit in Anspruch, zwei LCD-Displays zeigen, ob die erforderlichen Siegeltemperaturen schon erreicht sind, und ein berührungsempfindliches Display liefert Informationen und Bedienanweisungen im Klartext.
Die Steuerung kann bis zu sechs Siegelprogramme speichern, die dann von den Bedienern fallweise abgerufen werden.
Wenn es erforderlich wird, kann Komp die kleine Maschine sogar noch weiter aufrüsten. Dann lassen sich mit dem Schalensiegler auch die aktuell immer beliebteren Skin-Verpackungen realisieren. Das ist derzeit aber (noch) nicht geplant. „Die M3 Konzept deckt im Moment alle Bereiche ab, auf die es für unsere Märkte ankommt“, erklärt Komp. Fällt weiterer Bedarf an, steht ja auch noch die Sealpac SP 350, ein etwas größerer Vollautomat, in der Metzgerei.
Kompakt ist Trumpf
Punkten kann die SP-M3 Konzept gegenüber anderen Maschinen auch durch ihre schlanken Abmessungen. „So eine Anlage ist in jedem Betrieb unterzubringen. Sie sehen ja, wir fertigen hier auf engstem Raum. Die Schalenverschließanlage braucht gerade einmal 1,5 m2, mehr nicht. Und das passt überall.“
Trotz der geringen Abmessungen ist die SP-M3 Konzept auf dem gleichen technischen Stand wie größere Anlagen, die beispielsweise in der Industrie zum Einsatz kommen: Programmierbare Touchscreen-Steuerung, separat aufgehängte Siegelköpfe und eine nach ergonomischen Gesichtspunkten optimierte Bedienung wurden auf dieser Maschine realisiert. Die Schalenverschließanlage arbeitet mit einem schonenden Vakuum und erreicht dadurch exzellente Gaswerte in der Verpackung. Komp, der die verpackten Waren in seinen drei Edeka-Märkten anbietet, profitiert davon durch ein längeres Mindesthaltbarkeitsdatum.
Die technische Kapazität von bis zu sechs Takten pro Minute ermöglicht auch einem kleinen Handwerksbetrieb ein effizientes Arbeiten. „Das Arbeitstempo ist für uns vollkommen ausreichend“, ist sich Klaus Komp sicher. Trotz der kompakten Abmessungen hält sich auch die Geräuschentwicklung angenehm im Hintergrund: Während die Maschine arbeitet, können wir uns normal weiter unterhalten, ohne die Stimme all zu sehr heben zu müssen. Freilich lässt sich Vakuumversiegelung nicht völlig geräuschlos realisieren, aber auch Klaus Komp beurteilt den Geräuschpegel der Maschine als „absolut im erträglichen Rahmen“.
Verarbeitung „exzellent“
Die ganz aus Edelstahl gefertigte Maschine macht einen hochwertigen Eindruck. „Exzellenter Maschinenbau“ beurteilt Klaus Komp die SP-M3 Konzept. „Wenn ich fünf Maschinen nebeneinander stelle und vergleiche, dann kommt die Sealpac mit Sicherheit auf Platz eins.“
Speziell wo Lebensmittel verarbeitet werden, ist Hygiene ein wichtiges Kriterium. „Die Reinigung bei solchen Maschinen ist naturgemäß etwas aufwändiger“, weiß Komp, „da müssen ja zwangsweise Ecken und Kanten vorhanden sein. Aber die Sealpac ist, verglichen mit anderen Maschinen, schon sehr einfach zu reinigen.“ Und auch die Wartung ist, nahezu, kein Thema für Komp. „Wir wechseln einmal jährlich das Öl, vielleicht alle zwei Jahre die T-Dichtungen, mehr ist zum Thema Wartung nicht zu sagen.“ Und falls zwischendurch doch einmal eine Reparatur anfällt, kann die der Techniker im Hause wahrscheinlich ebenfalls selbst erledigen. „Unser Cheftechniker hat eine Schulung bei Sealpac besucht“, erklärt Komp.
Aber auch den Kundenservice von Sealpac möchte Komp nicht missen. Als langjähriger Kunde des Maschinenbauers kann er sich ein faires Urteil über die Serviceleistung bilden. Und auch die bekommt von ihm die Bestnote: „Wenn wir bei Sealpac anrufen, ist innerhalb einer Stunde jemand bei uns. Wenn Herr Lehmann (Anm. der Red.: der zuständige Verkaufsmitarbeiter von Sealpac) das Problem selbst nicht beheben kann, dann müssen wir vielleicht einmal auf einen Monteur warten, aber auch der ist immer sehr schnell bei uns. Der Service ist erstklassig, da kann ich nichts anderes sagen.“
Handwerksgerecht und vielseitig
Klaus Komp ist überzeugt von seiner Entscheidung für die SP-M3 Konzept. Die kompakten Abmessungen erlauben einen Einsatz auch unter räumlich beengten Verhältnissen, die drei unterschiedlichen Werkzeuge, die bereits im Lieferumfang enthalten sind, bieten eine Vielseitigkeit, die dem Bedarf seiner Metzgerei und seiner Märkte in vollem Umfang gerecht wird. Das Schnellwechselsystem, das einen Werkzeugwechsel in unter drei Minuten erlaubt, und die Steuerung per Touchscreen, erleichtern seinen Mitarbeitern die Arbeit. Und das schonende Vakuum in den Schalen sorgt für ein stets frisches Warenangebot. Dirk Bongardt