Ein Fleischerei-Vollsortiment produziert die Familienmetzgerei Hans Lowis GmbH in der im Kreis Aachen gelegenen Stadt Baesweiler. Besonders stolz ist der Inhaber Metzgermeister Hans Lowis, der das Geschäft in der zweiten Generation führt, auf die hier hergestellte Delikatess-Leberwurst und die hauseigene Dauer-wurst. Beide produziert er seit gut einem Jahr mit einem Vakuumschneid-mischer 120 STL von K+G Wetter. Über seine Erfahrungen mit diesem Kutter spricht er im Fleischerei -Praxistest.
Ein Kutter für jedes Brät
Neben Privathaushalten gehört auch der örtliche Handel zum typischen Kundenkreis von Lowis. 45 Mitarbeiter sind auf 600 m2 Betriebsfläche mit Produktion und Verkauf der Fleischwaren beschäftigt, darunter auch drei Auszubildende. „Wir stellen fast alles selbst her“, erklärt Lowis, „der Zukauf ist bei uns minimal.“ 1988 hat Hans Lowis das von seinem Vater gegründete Geschäft übernommen. Die Produktionstiefe reicht von der Zerlegung ganzer Rinder und Schweine bis zur Herstellung verkaufsfertiger Fleisch- und Wurstwaren.
Seit einem Jahr setzt Lowis den VSM 120 STL von K+G Wetter ein. Lowis hat sich bei der Anschaffung für die optional erhältliche Kocheinrichtung entschieden, eine Entscheidung, die ihm bereits viel Zeit erspart hat, wie er sagt: „Gerade durch die Kocheinrichtung ist unsere Zeitersparnis enorm. Das Material für eine Kochwurst haben wir damit innerhalb von acht bis zwölf Minuten gekocht und gekuttert.“
Komfortable Handhabung
„Wenn die Grundlagen geklärt sind, kann, zumindest mit standardisiertem Rohmaterial, jeder mit dem Kutter arbeiten“, ist Lowis sicher. Der Handhabung gibt er die Bestnote „sehr gut“, zumal der K+G-Wetter-Service die Möglichkeiten der Steuerung auf seinen Wunsch hin aufgerüstet hat. Über die Folientastatur des mit stufenloser Geschwindigkeitsregelung ausgestatteten Kutters lassen sich normalerweise acht Messerwellendrehzahlen programmieren und bei Bedarf abrufen. „Wir können über die Steuerung sogar 24 programmierte Geschwindigkeiten abrufen. Natürlich lässt sich jede beliebige Geschwindigkeit auch von Hand einstellen, aber über die große Zahl programmierter Geschwindigkeiten können wir uns den damit verbundenen Zeitaufwand fast immer sparen.“
Bedient wird der Schneidmischer über eine Folientastatur, über die sich sämtliche Parameter programmieren, abrufen und ändern lassen. Ein in die Tastatur integriertes Display informiert über alle wichtigen Parameter wie Messerdrehzahl, Produkttemperatur oder Anzahl der Schüsselrunden. Der Kutter verfügt in der stufenlosen Variante, wie sie Lowis einsetzt, serienmäßig über eine Endabschaltung nach Temperatur, Schüsselrunden oder Zeit. Auch die Alternative T2M-R, die statt stufenloser Geschwindigkeitsregelung zwei feste Schneidgeschwindigkeiten für die Messerwelle bietet, lässt sich optional mit einer solchen Endabschaltung ausrüsten. Neben den Messerwellendrehzahlen lassen sich dann auch komplette Kutterprozesse programmieren und wieder abrufen. „Bis man alle Möglichkeiten des Kutters richtig ausschöpfen kann, benötigt man wohl schon ein halbes Jahr“, erklärt Lowis, „aber funktioniert hat die Arbeit mit dem Schneidmischer von Anfang an.“
Als Niklas Lowis, Sohn des Inhabers, bei unserem Besuch den Kutter in Betrieb nimmt, fällt uns ein weiteres Merkmal auf, das in der täglichen Praxis wesentlich zu einem angenehmen Arbeiten beiträgt. Während der Kutter läuft, setzen wir, kaum 5 m vom Kutter entfernt, unser Gespräch mit Vater Hans Lowis fort, ohne dabei unsere Stimme sonderlich zu heben oder unsere Ohren besonders anzustrengen. Das Arbeitsgeräusch des Kutters ist zwar deutlich wahrnehmbar, aber nicht unangenehm, bei geschlossenem Deckel sind Unterhaltungen in der Nähe des Kutters mühelos möglich. „Der Kutter ist extrem gut geräuschgedämmt“, ist auch Hans Lowis überzeugt, der dem Geräuschpegel deshalb die Bestnote „sehr gut“ gibt. Die niedrige Geräuschemission ist nicht zuletzt dem Maschinendesign zu verdanken: Die Maschine steht auf einem robusten Ständer aus Grauguss, in Verbindung mit der massiven Außenfläche werden Schwingungen weitgehend absorbiert. Ein doppelwandiger, schallisolierter Messerdeckel und natürlich nicht zuletzt der Vakuumdeckel aus Plexiglas sorgen für weitere Geräuschdämmung.
Erwähnenswert: Die Arbeit mit dem Schneidmischer ist nicht nur angenehm, sondern auch sicher. Der Kutter entspricht den Forderungen der EG-Maschinenrichtlinie und ist, keine Selbstverständlichkeit, von der Berufsgenossenschaft zertifiziert. „Sicherheit ist heute nur noch selten ein Problem“, urteilt Lowis, dass die Sicherheitsingenieure der Berufsgenossenschaft dem Kutter von K+G Wetter das Zertifikat erteilt haben, ist aber eine Gewähr für durchdachte und zuverlässige Sicherheitseinrichtungen.
Einer für alles
Der Schneidmischer eignet sich gleichermaßen für die Herstellung von Brüh-, Koch- und Rohwurstbrät, und für alle drei Wurstsorten kommt er auch zum Einsatz. „Was den Funktionsumfang betrifft, erfüllt der Kutter alle Wünsche. Mehr kann man gar nicht machen“, zeigt sich Lowis zufrieden. Für die verschiedenen Brätsorten hat K+G Wetter drei unterschiedliche Messerköpfe entwickelt: Den Standard-Messerkopf mit Sechszackmessern, die ein feines Brät und eine hervorragende Emulgierung von Brüh- und Kochwurstbräten gewährleisten, den Rohwurst-Messerkopf mit drei Sichelmessern und einen wiederum mit sechs Messern ausgestatteten Feinbrät-Messerkopf, der bei der Herstellung von extrem feinem Brühwurstbrät zum Einsatz kommt.
Neben dem Wechsel des Messerkopfs sind bei der Umstellung zwischen Brüh- oder Kochwurst und Rohwurst ein paar weitere Hangriffe erforderlich. Bei der Brüh- und Kochwurstherstellung wird in den Messerdeckel eine Stauwand eingesetzt. Ein relativ kleiner Schneidraum entsteht. Im diesem engen Schneidraum schneiden, mischen und emulgieren die Messer in kurzer Zeit ein homogenes Brät. Zur Herstellung von Rohwurst wird die Stauwand wieder herausgenommen, in dem größeren Schneidraum wird das Rohmaterial ohne übermäßige Beanspruchung geschnitten und gemischt.
Als „ganz hervorragend kompakt“ bewertet Lowis die Abmessungen des Kutters. Die Schüsselgeometrie ist so ausgelegt, dass das Füllvolumen von 120 l optimal ausgenutzt werden kann, die kompakten Abmessungen des Maschinenkörpers ermöglichen es, den Schneidmischer auch unter beengten Verhältnissen einzusetzen. Auch der Verarbeitung gibt Lowis die Bestnote. „Die ist einzigartig. Besser geht es nicht“, so Lowis wörtlich. Abgeschrägte, glatte Flächen sorgen nicht nur für eine hochwertige Optik, sondern erleichtern auch die Reinigung, verhindern, dass nach der Reinigung Wasserflächen zurückbleiben, und sorgen dafür, dass sich keine Brätreste an schwer zugänglichen Stellen festsetzen.
Neben der Reinigung und dem immer wieder erforderlichen Schleifen oder Auswechseln der Messer bleibt Lowis als regelmäßige Wartungsarbeit nur noch das Abschmieren. „So etwa alle vier Wochen schmieren wir den Kutter zentral über drei Schmiernippel ab. Ansonsten haben wir selbst keine weiteren Wartungsarbeiten.“ Wenn doch einmal etwas nicht so funktioniert, wie es sollte, kann sich Lowis auf einen schnellen, zuverlässigen Kundenservice verlassen. Lowis lobt die Zusammenarbeit mit den Servicetechnikern von K+G Wetter und die Kommunikation mit seinem Lieferanten. Änderungswünsche, wie die oben erwähnte Erweiterung der Speicherplätze für Messerwellendrehzahlen, wurden vom Hersteller zu Lowis voller Zufriedenheit umgesetzt, und, wie Lowis nicht ohne Stolz berichtet, zum Teil auch in die Serienausführung übernommen.
Hans Lowis ist mit dem Vakuumschneidmischer VSM 120 STL von K+G Wetter auch nach einem Jahr Erfahrung zufrieden wie am ersten Tag. Die universelle Verwendbarkeit für Koch-, Brüh- und Rohwurstbrät, die hohe Effizienz, die einfache Bedienbarkeit trotz eines großen Funktionsumfangs und nicht zuletzt die erstklassige Kundenbetreuung samt einer Unterstützung, die weit über das Beseitigen technischer Störungen hinausgeht, haben dazu entscheidend beigetragen.
Dirk Bongardt