Eichsfelder Zentralschlachthof erfolgreich saniert

Die Zukunft der insolventen Eichsfelder Zentralschlachthof GmbH mit Sitz in Heilbad Heiligenstadt (thüringischer Landkreis Eichsfeld) ist gesichert. Mit Wirkung zum 1. April 2018 hat Insolvenzverwalter Kai Dellit den Geschäftsbetrieb der Eichsfelder Zentralschlachthof GmbH im Rahmen einer übertragenden Sanierung an die Leinekrone GmbH verkauft.

Mit der Leinekrone GmbH, einer Tochter der FEK-Fleischereinkauf Hannover/Göttingen eG konnte ein Investor gefunden werden, der strategische Interessen verfolgt und auch künftig Schlachtungen für die regionalen Metzger durchführt. Damit hat die Warmfleischkultur im Eichsfeld und den angrenzenden Regionen eine Zukunft, so Dellit, Partner der bundesweit tätigen Kanzlei hww hermann wienberg wilhelm.

Alle 30 Arbeitsplätze und der Produktionsstandort im thüringischen Eichsfeld bleiben erhalten. Das ist vor dem Hintergrund des deutschlandweiten Sterbens kleinerer Schlachthöfe keine Selbstverständlichkeit. Erst kürzlich hat ein insolventer Schlachthof in Kassel seinen Geschäftsbetrieb eingestellt.

Der Eichsfelder Zentralschlachthof schlachtet, zerlegt und vermarket jährlich rund 90.000 Schweine. Als einer der modernsten Schlachthöfe in Thüringen ist das Unternehmen auf die Warmfleischauslieferung spezialisiert. Hierbei werden die Tiere nachts von hochqualifizierten Mitarbeitern geschlachtet. Die Lieferung des Fleisches erfolgt sodann sofort an umliegende Weiterverarbeiter oder Metzgereien, unter anderem für die Herstellung der Eichsfelder Wurstspezialitäten. Das geschlachtete Fleisch wird also unmittelbar weiter verarbeitet. Dabei hält der Schlachthof die höchsten Standards des Tierschutzes ein und verfügt darüber hinaus über eine Zulassung für Bio-Produkte.