Der Doppelclipper für die Industrie

„Es stand nie in Frage, wieder einen Clip automaten von Tipper Tie Technopack zu kaufen“, sagt Ingo Beier, Leiter Technik bei der Bauerngut Fleisch- und Wurstwaren GmbH in Bückeburg. Der Doppelclip-Automat SV 4603 hat hier vor einiger Zeit das Vorgängermodell des selben Herstellers ersetzt. Ingo Beier und Fleischermeister Karl-Heinz Hilbers, Abteilungsleiter Produktion, sprechen im ’Fleischerei‘-Praxistest über ihre Erfahrungen.

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    Bei Bauerngut wird der Doppelclip-Automat SV 4603 für Kaliber von 50 bis 150 Millimeter genutzt.
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    Ingo Beier (links), Leiter Technik bei Bauerngut, und Karl-Heinz Hilbers, Abteilungsleiter Produktion, sind überzeugt von den Leistungsmerk malen des SV 4603.
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    Der SV 4603 ist ein vergleichsweise kompakter, zuverlässiger und vielseitig nutzbarer Doppelclip-Automat, der industrielle Anforderungen erfüllt.
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    Fast rund um die Uhr arbeitet der wartungsfreundliche Doppelclipper bei Bauerngut.

Der Doppelclipper für die Industrie

Gut 400 Mitarbeiter sind in Bückeburg beschäftigt, wo Bauerngut ein nahezu komplettes Sortiment an Fleischwaren für die Edeka-Region Minden-Hannover produziert. Allein die Wurstproduktion liegt bei rund 110 Tonnen täglich, 1.200 Schweine werden hier jeden Tag zerlegt. Zu den besonderen betrieblichen Leistungen gehören regionale Wurstspezialitäten wie die „Grobe Braunschweiger“, der mengenmäßige Schwerpunkt liegt, wie bei einem zur Edeka-Gruppe gehörenden Betrieb nicht anders zu erwarten, bei
SB-Ware. Für handwerklichen Nachwuchs sorgt der Betrieb selbst: Jedes Jahr beginnen etwa 15 Auszubildende hier ihre Fleischerlehre.

Neben dem Doppelclip-Automaten SV 4603 sind bei Bauerngut noch eine ganze Reihe weiterer Clipper im Einsatz, entsprechend umfangreich sind die Erfahrungen und Vergleichsmöglichkeiten, über die Ingo Beier und Karl-Heinz Hilbers verfügen. Zu den sehr positiven Erfahrungen gehört in jedem Fall die Situation, die zur Anschaffung des Automaten geführt hat.

Service mit Bestnote

„Die Vorgängermaschine, die wir viele Jahre hier im Einsatz hatten, ging kaputt“, erinnert sich Beier, „und wir mussten entscheiden, ob wir eine vergleichsweise teure Reparatur in Auftrag geben oder eine neue Maschine anschaffen. Aber die Produktion musste erst einmal weitergehen. Innerhalb von zwei Tagen hat uns Tipper Tie Technopack dann die neue Maschine geliefert, aufgestellt und uns eingewiesen. Das war reiner Service, denn es stand ja überhaupt noch nicht fest, dass wir die Maschine kaufen würden.“ Dem Punkt „Service“ geben Beier und Hilbers denn auch ohne zu zögern die Bestnote, auch aus ihrer Erfahrung mit anderen Tipper-Tie-Technopack-Clippern: „Wenn wir irgendeinen Ausfall haben, rufen wir den Service an“, weiß Hilbers, „und in ein bis zwei Stunden ist dann fast immer ein Techniker bei uns.“

Für Routineaufgaben wie das Abschmieren und ähnliche Arbeiten greift bei Bauerngut freilich niemand zum Telefon. „Unsere hauseigenen Techniker wurden von Tipper Tie Technopack geschult und eingewiesen. Alle Routinewartungen übernehmen wir deshalb selbst. Von Tipper Tie kommt sonst nur noch ein Mitarbeiter zur jährlichen Inspektion“, erklärt Beier. So sichert Bauerngut eine fast vollkontinuierliche Produktion: Zwischen dem Produktionsbeginn der ersten Schicht und dem Ende der letzten Reinigungsschicht liegen hier 23 Stunden.

Dass der Doppelclip-Automat auch entsprechend wartungsfreundlich konzipiert ist, bestätigt Fleischermeister Hilbers: „Alle Elemente sind relativ offen zugänglich, da muss sich auch niemand auf den Fußboden legen, um irgendwelche Arbeiten durchzuführen.“

Ergonomisches Handling

Wichtiger als die Ergonomie bei Reparatur und Wartung ist aber zweifellos das Handling bei der täglichen produktiven Arbeit. „Der SV 4603 ist auf jeden Fall handlicher als andere Maschinen mit vergleichbarer Leistung“, urteilt Hilbers, „in ihren Abmessungen ist die Maschine sehr kompakt, obwohl sie mit dem verlängerten Füllrohr und dem Auslauf äußerlich wuchtiger wirkt als sie ist. Wenn wir sie einmal an einer anderen Stelle im Betrieb einsetzen wollten, wäre es kein Problem, sie dort hinzubringen.“

Bewegt werden muss der Maschinenkörper bei der täglichen Arbeit aber praktisch nicht, und auch sonst halten sich komplizierte mechanische Arbeiten in Grenzen. So kommen die Clips des Doppelclip-Automaten nicht „von der Stange“, sondern von der Rolle, genau genommen von zweien, die anfangs mit je 3.520 Clips vom Typ E 412 bestückt sind. Das Nachlegen von Clips verkürzt sich damit auf ein einfaches Wechseln der Rollen, die hohe Zahl an Clips pro Rolle minimiert die anfallenden Rüstzeiten zusätzlich.

Der Umstieg auf den SV 4603 ist den Mitarbeitern von Bauerngut nicht schwergefallen, wie sich Karl-Heinz Hilbers erinnert: „Wir haben ja zuvor ebenfalls mit einem Doppelclip-Automaten von Tipper Tie Technopack gearbeitet. Der hatte allerdings noch keine Touchscreen-Bedienung.“ Über den Touchscreen lassen sich alle Funktionen des Doppelclippers auswählen und steuern, die bei Maschinen früherer Generationen über Hebel und Schalter zu bedienen waren. Diese Umstellung ist aus Hilbers Sicht aber eine echte Arbeitserleichterung. „Die Symbole sind leicht verständlich, dazu kommen Systemmeldungen im Klartext. So hat es knapp einen Tag gedauert, bis unsere Mitarbeiter an der Maschine eingearbeitet waren.“

Neben der ergonomischen Bedienung entlastet der SV4603 den Mitarbeiter auch durch einen sehr ruhigen Maschinenlauf. „Durch den Servoantrieb ist die Maschine, verglichen mit anderen Clippern, sehr leise. Insbesondere bei hohen Taktleistungen macht sich das bemerkbar.“ Von dem geräuscharmen Betrieb des Doppelclip-Automaten konnten wir uns denn auch vor Ort überzeugen.

Auch in Sachen Sicherheit macht der SV 4603 eine gute Figur. „Da sind fünf Sicherheitsketten, die geschlossen sein müssen, damit die Maschine arbeitet“, erklärt Hilbers, „man soll zwar nie ,nie‘ sagen, aber das Risiko, dass sich ein Mitarbeiter hier verletzt, ist sehr gering.“ Zur Sicherheit tragen auch die Systemmeldungen im Klartext bei. Ob die Maschine stillsteht, weil die Clips zur Neige gehen, oder das Füllrohr nicht richtig angesetzt ist – oder aus irgendeinem anderen Grund –, muss der Mitarbeiter nicht erraten, er kann es Wort für Wort vom Touchscreen-Display ablesen und entsprechende Maßnahmen ergreifen. Zeitraubendes Arbeiten nach der Methode „Versuch und Irrtum“ entfällt.

Zuverlässigkeit in der Produktion

Bis dahin haben Beier und Hilbers noch kein Wort über die Gleichmäßigkeit von Kalibern und Längen verloren. „Weil das für uns eine Selbstverständlichkeit ist“, lächelt Beier, „wir haben ja bereits das Vorgängermodell im Einsatz gehabt, und auch da war das nie ein Punkt, der irgendwie in Frage gestellt worden wäre.“ Gerade bei der Produktion im industriellen Maßstab sind enge Toleranzen ein Muss. Wie sich die Bauerngut-Verantwortlichen einig sind, ist das beim Doppelclip-Automaten SV 4603 aber kein Thema: „Wie schon erwähnt“, erklärt Beier, „es stand nie in Frage, wieder einen Doppelclip-Automaten von Tipper Tie Technopack anzuschaffen.“

Für Karl-Heinz Hilbers ist auch die Flexibilität der Maschine ein wichtiges Kriterium. „Wir setzen den Doppelclip-Automaten für verschiedene Füllkaliber ein, haben uns für ein verlängertes Füllrohr entschieden, können Überspreizung nutzen – die Maschine ist für unseren Bedarf schon sehr vielseitig.“ Für Kaliber von 50 bis 150 Millimetern Durchmesser kommt der SV 4603 bei Bauerngut zum Einsatz, je nach Darmqualität nennt Tipper Tie ein maximales Kaliber mit 180 Millimetern.

Ingo Beier, Leiter Technik, und Karl-Heinz Hilbers, Abteilungsleiter Produktion, sind sich einig: Der Doppelclip-Automat SV 4603 war die richtige Anschaffung. Er bietet eine eingängige Bedienung auf dem neuesten Stand der Technik, zeigt sich in der Produktion zuverlässig, flexibel und laufruhig und reduziert Rüst- und Wartezeiten auf ein Minimum. Ergänzend nennen die Bauerngut-Verantwortlichen den ausgezeichneten Service als wichtiges Kaufkriterium.Dirk Bongardt