Im Mai wird das vom dänischen Staat, dem Lebensmitteleinzelhandel und dem Dänischen Fachverband der Land- & Ernährungswirtschaft entwickelte Tierwohlsiegel „Bedre Dyrevelfærd” (Besseres Tierwohl) zunächst für Schweinefleisch eingeführt. Klare Kennzeichnung soll den Tierschutz in dänischen Schweineställen verbessern sowie den Konsumenten mehr Transparenz liefern.

Viele Konsumenten sind bereit, für mehr Tierwohl einen Mehrpreis zu zahlen. Dies wird dänischen Verbrauchern künftig durch die neue Tierwohlkennzeichnung erleichtert. Gleichzeitig sollen Schweineproduzenten ermutigt werden, verstärkt in den Tierschutz zu investieren. Und der Lebensmitteleinzelhandel kann so den Wünschen seiner Kunden in höherem Maß entgegenkommen.
Herzen für mehr Tierwohl in der dänischen Schweineproduktion
Auf dem vom damaligen Lebensmittelminister Dan Jørgensen einberufenen Tierwohlgipfel 2014 hatten Vertreter des Einzelhandels, der Landwirtschaft, Tierärzte, Tierschutz- und Verbraucherverbände ein 7-Punkte-Programm beschlossen, das unter anderem die Einführung des neuen Tierwohlsiegels umfasst. Mehr zum 7-Punkte-Programm erfahren Sie hier.
Das nun für Schweinefleisch eingeführte Tierwohlsiegel soll später auf andere Fleischsorten ausgeweitet werden. Je nach Umfang der Tierwohlverbesserungen operiert das Siegel mit 1 bis 3 Herzen.
Bereits die Grundstufe (1 Herz) der freiwilligen Kennzeichnung geht über die Anforderungen der EU- und der dänischen Gesetzesvorgaben hinaus. Dies gilt zum Beispiel für die Freilaufhaltung aller Sauen, ungekürzte Schwänze und Einstreu. 2 Herzen beinhalten mehr Platz und mehr Stroh, 3 Herzen nochmals mehr Platz und Stroh, Abferkeln im Freiland sowie Auslauf ins Freie. Die wichtigsten Fakten zu den dänischen Tierschutzmaßnahmen erfahren Sie hier.