Seit drei Jahrzehnten behauptet sich die Marke Charoluxe erfolgreich auf dem deutschen Markt. Gründe für die Erfolgsgeschichte des Premiumrindfleischs sind die konstant hohe Produktqualität und eine effektive Markenpolitik, die sich konsequent an den Anforderungen des Marktes und den Bedürfnissen der Verbraucher orientiert. Hinter Charoluxe stehen der Branchenverband Interbev und der Club Viande Bovine Europe (Charoluxe-Club) – ein Zusammenschluss von sechs Firmen, die zu den wichtigsten europäischen Erzeugern von Rindfleisch gehören: Bigard, Charal, Socopa, Elivia Bressuire Viandes, Elivia und Tradival. Dank ihres Know-hows in puncto Schlachtung, Zerlegung, Reifung und Logistik können die Unternehmen ihren Kunden das ganze Jahr über eine konstante Fleischqualität und -menge liefern.
Eine hohe Produktqualität ist mittlerweile eines der wichtigsten Verkaufsargumente an deutschen Fleischtheken. Markenfleischprogramme, die eine solche hohe Qualität versprechen, werden daher zunehmend von Verbrauchern wahrgenommen und geschätzt. Die Erzeugung von Rindfleisch der Marke Charoluxe unterliegt bestimmten Anforderungen, die für Premiumqualität sorgen sollen und sieben zentrale Merkmale aufweisen.
Sieben Qualitätsmerkmale von Charoluxe
- Qualitätsrasse Charolais: Das Charolais-Rind gehört weltweit zu den bekanntesten Rindfleischrassen. Es wird speziell für die Fleisch- und nicht für die Milchproduktion gezüchtet. Es zeichnet sich durch eine geringe Fettbildung und feine Marmorierung des Fleisches aus. Charoluxe Fleisch stammt ausschließlich von Charolais-Jungbullen, die in Frankreich geboren, gezüchtet und geschlachtet wurden. Diese haben mindestens einen Charolais-Elternteil.
- Bäuerliche Haltung: Die Tiere werden für das Charoluxe-Programm bei Landwirten mit bäuerlichen Strukturen aufgezogen: Die Züchter halten im Schnitt 56 Mutterkühe. Das ermöglicht ihnen, jedes Tier individuell zu betreuen.
- Artgerechte Aufzucht in der Natur Die Besonderheiten bei Charoluxe sind die artgerechte Aufzucht auf der Weide und die lange Kalb-Mutterkuh-Haltung. Die ersten neun Monaten ihres Lebens verbringen die Charolais-Jungbullen mit ihren Müttern – sofern es die klimatischen Bedingungen zulassen – konstant draußen auf der Weide. Während der Mast stehen sie in halboffenen Ställen auf Stroh und können sich frei bewegen.
- Natürliche Ernährung: Die Tiere erhalten bei Charoluxe eine zu 100 Prozent pflanzliche, mineral- und vitaminhaltige Ernährung durch Muttermilch. Später bekommen sie Gras sowie Silage. Der Großteil des Futters (rund 90 %) wird auf dem Hof hergestellt, auf dem die Tiere aufwachsen. Gemäß den gesetzlichen Vorgaben werden keine wachstumsfördernden Mittel oder Hormone verwendet.
- Tierwohl: Über die Weideaufzucht, die Mast in halboffenen Ställen und die natürliche Ernährung hinaus ist auch auf den anderen Stufen der Produktionskette das Wohl der Tiere garantiert. Die Schlachthöfe von Charoluxe befinden sich in der Nähe der Mastbetriebe. Der Transport der Tiere dauert in der Regel nicht länger als zwei Stunden. Das liegt weit unter der vorgeschriebenen Höchstdauer von acht Stunden. Die Schlachthöfe sind staatlich anerkannt und unterliegen regelmäßigen (hygienischen) Kontrollen. Veterinärdienste überprüfen das Wohlergehen der Tiere im Schlachtbetrieb.
- Sicherheit: Bei Charoluxe wird mehrfach geprüft. Neben den staatlichen Stellen und internen Kontrollen überprüft auch das unabhängige Institut Qualisud regelmäßig die Zucht- und Schlachtbetriebe in Frankreich. Aber auch den Vertrieb in Deutschland (Etikettierung am Verkaufsstandort) unterliegt der Kontrolle.
- Transparenz und Rückverfolgbarkeit: Die Kennzeichnung jedes einzelnen Rinds, das zudem einen individuellen Pass erhält, garantiert eine lückenlose Rückverfolgbarkeit. Außerdem sorgt ein ausgefeiltes Qualitätssicherungssystem, zu dessen Einhaltung sich Züchter und Schlachthöfe freiwillig verpflichtet haben, auf jeder Ebene für Transparenz.
Mit Qualität und Cuts überzeugen
Die Marke Charoluxe ist durch das Siegel auf den Verpackungen für die Kunden sofort als Qualitätsprodukt aus Frankreich erkennbar. In der Theke überzeugt das Fleisch der hochwertigen Fleischrasse Charolais – nicht nur zur Weihnachtszeit – optisch durch seine sehr gute Farbhaltung und durch seine feine Marmorierung. Geschmacklich hebt es sich durch seine Zartheit hervor. Auf Wunsch liefern die französischen Unternehmen auch lange vorgereiftes Fleisch für ein besonderes Geschmackserlebnis.
Ein weiterer Vorteil der französischen Ware sind die vielen verfügbaren Teilstücke. Das französische Know-how im Bereich der Zerlegung ist weltweit anerkannt. Nicht weniger als 34 Teilstücke werden in Frankreich aus dem Schlachtkörper herausgelöst und zerlegt. Der Schnitt erfolgt gemäß der langen französischen Metzgertradition nach der Anatomie des Tieres. So wird die Besonderheit jedes Muskels hervorgehoben und sein Potenzial voll ausgeschöpft. Viele dieser Teilstücke finden als „New Cuts“ langsam auch den Weg in deutsche Fleischtheken, zum Beispiel als Beef Hammer oder Beef Ribs.
Ein weiteres Beispiel sind die zahlreichen Steakzuschnitte, die auch auf deutschen Festtagstischen für Abwechslung sorgen können, wie etwa großes und kleines Bavette, Flanksteaks, Nierenzapfen oder der Klassiker der französischen Steakkultur, das gut ein Kilo schwere Côte de Bœuf.
Pakt in einer engagierten Branche
Die Verbraucherinnen und Verbraucher erwarten heute – völlig zurecht – gesundes und schmackhaftes Fleisch aus nachhaltiger und verantwortungsbewusster Tierhaltung. Diese Erwartungen erfüllt die französische Rindfleischbranche mit einer langfristigen Verpflichtung. Dazu hat ihr Branchenverband Interbev, der auch Markeninhaber von Charoluxe ist, einen „Pacte pour un engagement sociétal“ geschmiedet. Darin bündelt er, basierend auf der internationalen Norm ISO 26.000, sein Engagement in vier Teilbereichen: Umweltschutz, Tierwohl und -gesundheit, Ernährungsqualität und Arbeitsbedingungen.
Tierwohl stetig verbessern
Tierwohl ist im Charoluxe-Lastenheft seit fast dreißig Jahren fest verankert. Doch in den letzten Jahren stellen immer mehr Menschen ganz explizit Fragen zu den Bedingungen, unter denen Tiere gehalten, transportiert und geschlachtet werden. Daher arbeitet die französische Rindfleischbranche aktuell – auf jeder Produktionsstufe und in jeder beteiligten Branche – an der Einführung von Instrumenten zur Messung von Tierwohl und Gesundheit. Sie sollen den Akteuren Handlungswege und Verbesserungsmöglichkeiten aufzeigen. Auf der Ebene der Zucht ist dies das „Boviwell“-Programm.
Dabei prüft ein Kontrolleur anhand eines 50-Punkte-Plans das Wohlergehen der Tiere. Die überprüften Bereiche lehnen sich an die „5 Freiheiten“ des Welfare Quality Standards an. Die Tiere dürfen nicht unter Hunger oder Durst, unbehaglichen Bedingungen, Schmerzen, Verletzungen oder Krankheiten leiden. Sie müssen ihr natürliches Verhalten ausleben können und dürfen weder unter Angst noch unter Stress leiden.
Wirksames Instrument
Anhand der erreichten Punktzahl kann jeder Betrieb ablesen, wo er steht, und sich gegebenenfalls um eine Verbesserung bemühen. Boviwell wurde fünf Jahre lang in mehr als 1.500 Betrieben mit insgesamt über 100.000 Rindern getestet und hat sich dabei als wirksames Instrument bewährt. Es ist das erklärte Ziel von Interbev, es bis 2025 flächendeckend einzuführen. Gleiches gilt für ähnliche Tierwohl-Diagnosen bei Transporteuren und in Schlachthöfen.
Für den Tiertransport erstellten Interbev und Idele (Institut de l’Élevage – Zuchtinstitut) eine „branchenübergreifende Diagnose zum Schutz von Rindern in Sammelstellen“ auf der Grundlage der Vorschriften und der Leitfäden für gute Verfahrenspraktiken. Diese Vorschriften betreffen die Dauer des Transports, die Ausstattung der Fahrzeuge, die Ausbildung des Personals, die Transportfähigkeit der Tiere und den Umgang mit Tieren und die Anbindehaltung.
In Frankreich ist es gesetzlich vorgeschrieben, dass in jedem Schlachthof mindestens ein Tierschutzbeauftragter anwesend sein muss, um regelmäßige Kontrollen der Einhaltung des Tierschutzes durchzuführen. Die Schlachtverbände und Interbev haben eine „branchenübergreifende Diagnose des Tierschutzes bei ausgewachsenen Rindern und Kälbern“ in Schlachthöfen erstellt, die auf den bestehenden Vorschriften und Leitfäden für gute Verfahrenspraktiken beruht.
Projekt Life BeefCarbon
Auch in puncto Umwelt- und Klimaschutz arbeitet die französische Rindfleischbranche kontinuierlich an Verbesserungen. So ist Frankreich eines von vier europäischen Ländern, das am EU-Forschungsprojekt zur Treibhausgasreduktion „Life Beef Carbon“ teilnimmt. Das Ziel des Projektes ist es, den CO2-Fußabdruck der Rindfleischproduktion innerhalb von zehn Jahren um 15 Prozent zu reduzieren.
Dazu wurde in einem ersten Schritt in 1.700 französischen Musterbetrieben eine Diagnose mit dem „CAP‘2ER“-Messinstrument durchgeführt. Dieses bewertet die Umweltauswirkungen in den Zuchtbetrieben. Dadurch sollten die effizientesten Hebel in puncto CO2-Reduzierung, Energieverbrauch, Wasserqualität und biologischer Vielfalt ermittelt werden. In einem zweiten Schritt werden die Ergebnisse aktuell in konkrete Vorschriften und Handlungsaufforderungen gegossen und anschließend an die Akteure verbreitet.
Bewusste Ernährung mit Fleisch
Immer mehr Europäer wollen sich „besser“ ernähren. Gefragt ist demnach ein bewusster Konsum von Fleisch im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung, bei der auch pflanzliche Produkte eine wichtige Rolle spielen. Es geht also darum, geschmackvolles und qualitativ hochwertiges Fleisch zu verzehren, dessen Produktionsmethoden den Erwartungen entsprechen. Dazu gehören ein respektvoller Umgang mit Tieren, Menschen und der Umwelt sowie die Berücksichtigung von Aspekten der Gesundheit, Transparenz und Rückverfolgbarkeit. Daher ist der Branchenverband Interbev bestrebt, die Umsetzung einer „besseren Ernährung“ zu fördern – mit ernährungswissenschaftlichen Studien insbesondere unter gesundheitlichen und organoleptischen Aspekten sowie mit der Bereitstellung und Verbreitung von fachlichen Informationen zu diesen Themen für die Branche und die Verbraucher.