Nach den Camargue-Stieren und zwei weiteren französischen Rinderrassen wird sich das Charolais-Rind „Boeuf de Charolles“ schon bald in den exklusiven Kreis der geschützten Rindfleischsorten mit kontrollierter Ursprungsbezeichnung (Appellation d’Origine Contrôlée – AOC) einreihen. Das Institut National de l'Origine et de la Qualité (INAO) prüfte im April das entsprechende Lastenheft und verlieh das prestigeträchtige Qualitätssiegel. Die Veröffentlichung im französischen Staatsanzeiger steht noch aus.

Charolais-Rind „Boeuf de Charolles“ erhält Siegel für geschützte Ursprungsbezeichung
Die kontrollierte Ursprungsbezeichnung „Bœuf de Charolles“ ist dem Rindfleisch der berühmten weißen Charolais-Rinder vorbehalten, die in dem Teil der Bourgogne aufgezogen werden, wo die Rasse zu Beginn des 17. Jahrhunderts ihren Ursprung nahm. Schnell wurde sie in der Folge in ganz Frankreich und 70 weiteren Ländern gezüchtet, unter anderem in Brasilien und Irland. Seine außergewöhnliche Fleichqualität verdankt das Charolais-Rind den klimatischen Bedingungen und Böden, nährstoffreichen Wiesen sowie dem seit 300 Jahren überlieferten Fachwissen der Züchter bei der Auswahl der Tiere. In Blindverkostungen wurden dem Bœuf de Charolles eine dunklere Farbe, ein intensiveres Geschmacksprofil und eine besondere Zartheit attestiert. Es zeichnet sich insbesondere durch sein Aussehen, seine besondere Saftigkeit im Mund und seine komplexen Aromen mit animalis chen, pflanzlichen und Getreidenoten aus. Nur Tiere mit optimalem Qualitätspotential werden für die AOC aufgezogen.