Brasilianischer Bohnen-Fleischtopf

„Feijoada Completa“ ist ein bra­silianisches Nationalgericht. - © Johanna Gollob, Stuttgart, aus „cozinha do brasil“, Hädecke Verlag

Das einstige Sklavenessen ist heute brasilianisches Nationalgericht. Folgendes Rezept aus dem Kochbuch „cozinha do Brasil“ ist mit ­seinen Zutaten ein wenig mitteleuropäisch abgewandelt:

Zutaten für 10 bis 12 Portionen:

  • 1 kg braune oder schwarze Bohnen, über Nacht eingeweicht
  • 400 g Leiterchen (Schälrippchen), geräuchert, gepökelt oder roh, portioniert
  • 3 Lorbeerblätter, leicht angeknickt
  • 1 kg Kassler, geräuchert
  • 1/2 kg gesalzenes Trockenfleisch (Carne seca), Dörrfleisch oder Jerky, über Nacht eingeweicht
  • 1/2 kg Linguiça oder Chorizo oder Cabanossi oder Westfälische Räucherwurst

Saucenbasis (Refogado):

  • 4 EL Pflanzenöl
  • 3 Zwiebeln, fein gehackt
  • 6 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 2–3 Chilischoten (Pimenta Malagueta), fein gehackt

Scharfe Sauce:

  • 10 Chilischoten (Pimenta Malagueta), gehackt
  • 400 ml Flüssigkeit aus dem Bohnentopf

Zubereitung:

1. Die Bohnen abgießen und mit den Leiterchen und den Lor­beerblättern – mit Wasser bedeckt – in einem großen Topf zum ­Kochen bringen. Dann die Temperatur zurücknehmen und die Bohnen mindestens zwei Stunden sanft ­kochen. Zwischendurch abschäumen. Immer wieder Wasser nachgießen, damit die Bohnen nicht anbrennen.

2. Kassler und eingeweichtes, abgetropftes Trockenfleisch in mundgerechte Würfel schneiden und zum Bohnentopf geben.

3. Die Wurst nach Wahl in dicke Scheiben schneiden und nach etwa 40 Minuten dazugeben. Noch 20 Minuten köcheln.

4. In einer Pfanne das Öl für die Saucenbasis erhitzen, Zwiebeln und Knoblauch hell anschwitzen. Die Chilischoten zugeben und gut durchrühren. Die Saucenbasis in den Bohnentopf einrühren.

5. Für die scharfe Sauce die gehackten Chilischoten mit der heißen Kochflüssigkeit verrühren, kurze Zeit ziehen lassen und dann durch ein Sieb gießen. Separat servieren. Dazu passen weißer Reis sowie sechs abgeschälte Orangen, in Scheiben geschnitten und entkernt.

Quelle: „cozinha do brasil“, Hädecke Verlag.

www.haedecke-verlag.de

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