BGN-Tipp: Mehr Sicherheit an Bändsägen

Die Arbeit an stationären Bandsägen ist mit erheblichen Gefahren verbunden. Immer wieder kommt es zu schweren Verletzungen an Fingern und Händen. Eine Auswertung der schweren Arbeitsunfälle in der Fleischwirtschaft von 2019 bis 2023 zeigt: Unter den Maschinenunfällen nehmen Bandsägenunfälle den Spitzenplatz ein.

Die Arbeit an Bandsägen birgt erhebliche Gefahren. Zur Unfallverhütung eignen sich Kamera- und Kurzschlusssysteme.
Die Arbeit an Bandsägen birgt erhebliche Gefahren. Zur Unfallverhütung eignen sich Kamera- und Kurzschlusssysteme. - © BGN

Da das Sägeband als zentrale Gefahrenstelle konstruktionsbedingt nur begrenzt abgeschirmt werden kann, rücken technische Schutzmaßnahmen in den Fokus. Zwei neue Schutzlösungen verbessern laut Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN), Mannheim, die Arbeitssicherheit deutlich:

  • Ein kamerabasiertes System erkennt farbige Handschuhe des Bedie­ners und stoppt die Maschine, sobald eine Hand der Gefahrenzone zu ­nahe kommt.
  • Ein zweites System registriert den direkten Kontakt von Körperteilen mit dem Sägeband und löst durch einen Kurzschluss ebenfalls sofort einen Stopp aus.

Mit diesen Sicherheitssystemen sind Stoppzeiten von unter zehn Millisekunden zu erreichen – ein erheblicher Fortschritt gegenüber Anhaltezeiten von bis zu vier Sekunden, die bislang zulässig sind. Das GS-Zeichen für „Geprüfte Sicherheit“ an der Maschine gibt hier Gewissheit. Das höchste Sicherheitsniveau bietet laut BGN die Kombination beider Systeme.

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