Jeder zweite Deutsche setzt beim Kauf von Lebensmitteln auf „Bio“ und regionale Herkunft oder nimmt eine bewusste Auswahl aufgrund von Inhaltsstoffen vor. Bereits jeder Zehnte entscheidet sich ausschließlich für Bio-Produkte. Dies spiegelt das Ergebnis einer bundesweiten Online-Befragung der Hamburger Kommunikationsagentur P.U.N.K.T. PR wider, bei der im April dieses Jahres 500 Verbraucher zu ihren Ernährungs- und Einkaufs-gewohnheiten befragt wurden. Auch die Anzahl derer, die regelmäßig auf den Verzehr von Fleisch verzichten, steigt stetig an.
Bewusstsein für gesunde Ernährung steigt
Wer heute in Bioläden einkauft oder zu vegetarischen Produkten greift, hat längst nicht mehr den Ruf eines „körneressenden, langhaarigen Korksandalen-Trägers“ – im Gegenteil: „Bio gilt heutzutage sogar als ,goldener Standard’. Restaurants, Mensen und Schulküchen ja sogar Fast-Food-Ketten stellen auf Bio-Produkte und vegetarische Gerichte um“, sagt der Studienleiter Siegmund Kolthoff von P.U.N.K.T. PR. Auch der Lebensmitteleinzelhandel bietet immer mehr Bio-Produkte an. Einige Supermärkte führen sogar eigene Bio-Marken, wie „BioBio“ von Netto, „bioness“ von Lidl oder „Naturgut“ von Penny. Fast 90 Prozent der Befragten kaufen ihre Bio-Produkte und vegetarischen Lebensmittel zumindest teilweise auch in Supermärkten ein. Knapp ein Fünftel (19 Prozent) sucht für den Einkauf ihrer Produkte Bioläden auf. Überraschend ist, dass 17 Prozent sogar direkt vom Biohof oder den regionalen Produzenten ihres Vertrauens kaufen.
Doch Supermärkte stellen nur eine bedingte Konkurrenz für Bioläden dar: „Bioläden und Reformhäuser genießen bei den Verbrauchern eine hohe Glaubwürdigkeit in Sachen gesunde und nachhaltige Lebensmittel. Der Bio-Fachhandel steht für regionale und authentische Produkte sowie kompetente Beratung. Damit haben sich Bioläden in der hart umkämpften Handelslandschaft einen guten Namen gemacht“, betont Kolthoff. Dies belegt auch eine Studie der Dialego AG zum Konsum von Bio-Lebensmitteln, die besagt, dass 58 Prozent der Deutschen der Qualität im Bioladen mehr vertrauen als der im Supermarkt oder Discounter.
Die Deutschen Verbraucher sind sehr preissensibel. Jedoch zeigt die Studie: Bei Bio-Produkten spielt der Preis nicht die entscheidende Rolle – viel wichtiger sind Qualität, Geschmack und der gesundheitliche Aspekt.
Verbraucher verzichten aus gesundheitlichen Gründen auf Fleisch
Über 70 Prozent der Befragten verzichten zumindest ab und zu auf Fleisch. Mindestens einmal pro Woche kommt bei immerhin knapp der Hälfte der Befragten nur Gemüse auf den Tisch. Die Verbraucher-Studie zu Bio-Lebensmitteln und vegetarischen Produkten hinterfragt auch die Gründe vegetarischer Ernährung: Knapp ein Viertel der Befragten verzichtet aus gesundheitlichen Gründen auf Fleisch. Fleischkonsum wird mit Gesundheitsrisiken wie z. B. einem hohen Cholesterinspiegel, Fettleibigkeit und Diabetes in Verbindung gebracht. Eine Langzeitstudie des Krebsforschungszentrums Heidelberg fand beispielsweise heraus, dass das Vorkommen von Krebserkrankungen bei Männern um 50 Prozent, bei Frauen um 25 Prozent niedriger ist als bei Fleisch-Essern.
Des Weiteren geben 13 Prozent der Befragten der aktuellen Bio-Studie an, aus Tierschutz-Gründen auf Fleisch zu verzichten, genauso hoch ist die Zahl derer, die sich aus ernährungsphysiologischen Gründen für eine vegetarische Ernährung entschieden haben. 8 Prozent geben ökologische Gründe wie Klimaschutz an und 3 Prozent verzichten aus ethischen oder religiösen Gesichtspunkten auf Fleisch.
Die Studie zeigt, dass das Bewusstsein für gesunde Ernährung bei den Verbrauchern steigt. Bei der Lebensmittelauswahl zählen vor allem die Qualität und der Geschmack der Produkte, für die auch gerne etwas mehr Geld ausgegeben wird.
Die Studie ist für 60,00 Euro unter www.punkt-pr.de erhältlich.
