Günter Scheper (64) wurde einstimmig zum neuen Vorsitzenden des Bundesverbands Deutsches Ei (BDE) gewählt. Er übernimmt das Amt von Dr. Bernd Diekmann, der in den vergangenen elf Jahren als Vorsitzender des BDE und als Vizepräsident des Zentralverbands der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG), Berlin, die Entwicklung der deutschen Eierwirtschaft mit viel Engagement, Geschick und Kompetenz geprägt hat.
In den 80er und 90er Jahren war er selbst Hennenhalter und konnte Erfahrungen mit allen Haltungsformen sammeln: von der ökologischen Haltung über Freiland- und Bodenhaltung bis hin Käfighaltung. Seit 2001 ist er verantwortlicher Geschäftsführer der Deutschen Eier Union (DEU). „Die deutsche Eierwirtschaft ist sehr heterogen und somit sind auch die Interessenlagen oft recht unterschiedlich. Am Ende haben wir aber alle ein gemeinsames Ziel: Die stetige Weiterentwicklung und Sicherung der Zukunftsfähigkeit unserer Branche. Und ich freue mich gemeinsam mit allen Beteiligten genau daran zu arbeiten“, kommentiert Scheper seine Wahl und die Situation in der Eierwirtschaft. Einigung nach innen, die Öffentlichkeitsarbeit und gleiche Wettbewerbsbedingungen in Europa sind hierbei in seinen Augen die dringlichsten Aufgabe.
Im Rahmen der BDE-Mitgliederversammlung und den Wahlen würdigte Gerhard Wagner, Ehrenpräsident des ZDG und ehemaliger Gründungsvorsitzender des BDE, die Arbeit von Dr. Bernd Diekmann und dankte ihm für sein Engagement und seinen großen Einsatz über die letzten elf Jahre. „Bernd Diekmann hat die Anliegen der Legehennenhalter stets wirksam vertreten und deren Interessen immer konsequent und mit Nachdruck verteidigt“, ehrte Wagner die Verdienste des scheidenden Vorsitzenden. Die Amtszeit von Diekmann war geprägt von einer Vielzahl an Herausforderungen und Aufgaben, wie die Umsetzung der EU-Hennenhaltungsrichtlinie, der Ausstieg aus der konventionellen Käfighaltung oder die Einführung und Umsetzung der Einzeleikennzeichnung. Auch dem Thema Tierwohl oder dem medialen Interesse hat sich Dr. Bernd Diekmann stets mit viel Engagement gestellt. Insbesondere ist es ihm zudem gelungen, die Vertretung und die Kompetenz des BDE auch in die euroeuropäischen Organisation der Eierwirtschaft als festen Bestandteil zu integrieren.
