Automatisierung und KI

Fleisch verarbeitende Unternehmen stehen vor großen Herausforderungen. Preisdruck, Produktvielfalt und der anhaltende Fachkräftemangel erfordern effiziente Arbeitsprozesse, um im globalen Wettbewerb zu bestehen. Lösungsansätze bieten die zunehmende Automatisierung sowie innovative Technologien wie Künstliche Intelligenz und Robotik. Die IFFA 2025 zeigt, welche Weichen die Branche jetzt stellen muss.

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    Es ist soweit: Am 3. Mai 2025 öffnet die IFFA für sechs Tage wieder ihre Tore. Messe Frankfurt Exhibition GmbH, Jochen Günther
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    Industrieroboter können durch Künstliche Intelligenz autonomer und agiler arbeiten. Mathias Kutt, Messe Frankfurt
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    KI befähigt Maschinen, Daten aus verschiedenen Produktionsstufen nicht nur zu sammeln, sondern auch zu analysieren und daraus Handlungsmuster abzuleiten. Messe Frankfurt Exhibition GmbH, Jochen Günther
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    Wertschöpfung aus Daten ist ein Top-Thema im Produktionsprozess. Messe Frankfurt Exhibition GmbH, Jochen Günther
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    Im Verpackungssektor werden Material- und Prozessdaten genutzt, um alternative Packstoffe zu entwickeln, insbesondere durch die Kombination von Biopolymeren, faserbasierten Materialien oder Monomaterialien mit geeigneten Barrieren. Messe Frankfurt Exhibition GmbH, Petra Welzel

Automatisierung ist in vielen Industriezweigen das Gebot der Stunde: Sie verbessert nicht nur die Performance von Maschinen und Anlagen, sondern hilft Produktionsausfälle zu vermeiden sowie Energie und Material zu sparen. In der Lebensmittelwirtschaft ist sie zum Beispiel bei Produktkontrolle und Rückverfolgung fast unumgänglich, um eine gleichbleibend gute Qualität zu gewährleisten und die hohen gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen. Darüber hinaus ist sie ein idealer Hebel, um Herausforderungen wie steigende Kosten oder dem Fachkräftemangel zu begegnen. Eine prozessübergreifende Automatisierung in der Fleisch- und Proteinindustrie umfasst die Rohstoffaufbereitung mit Mischen und Zerkleinern über die Verarbeitung mit Portionieren, Füllen und Formen, die thermischen Prozesse wie Garen und Kühlen bis hin zur automatisierten Verpackung und intelligenten Logistik. Allerdings sind hier die verschiedenen Prozessabläufe und Produktionslinien häufig noch nicht miteinander vernetzt, wodurch der Datenaustausch unterbrochen wird und nicht für Optimierungen genutzt werden kann. Abhilfe ist aber möglich. Denn webbasierte Prozessleitsysteme wie MES („Manufacturing Execution System“) und ERP („Enterprise Resource Planning System“) bestehen oft aus modular aufgebauten Softwaresystemen und lassen sich auch in Bestandsanlagen nachrüsten. Die Vorteile einer vollständig vernetzten Smart Factory sind also nicht nur Neuanlagen vorbehalten.

Grundlage für viele automatisierte Prozesse ist die Erfassung und Analyse von Daten in Echtzeit. Moderne Sensoren liefern präzise Informationen über Temperatur, Feuchtigkeit, Gewicht und Druck. Ein Beispiel sind Temperatur- und Feuchtigkeitssensoren in Kühlhäusern, um einen Temperaturanstieg und damit das Risiko von Kontaminationen zu verhindern. Gewichtssensoren überprüfen das Gewicht jedes einzelnen Fleischprodukts und sorgen dafür, dass die Verpackung den Spezifikationen entspricht. Das reduziert nicht nur den Materialverbrauch, sondern minimiert auch den Ausschuss und die Rückläuferquote. Ein weiteres Beispiel sind Sensoren zur Überwachung der Gaszusammensetzung in Verpackungen. Sie stellen sicher, dass die gewünschten Bedingungen konstant eingehalten werden.

Künstliche Intelligenz optimiert Prozesse

Wie viele anderen Branchen, so verändert der Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) auch die Fleisch- und Proteinindustrie. Sie hebt die Branche auf ein neues Level, indem sie Maschinen befähigt, Daten aus verschiedenen Produktionsstufen nicht nur zu sammeln, sondern auch zu analysieren und daraus Handlungsmuster abzuleiten. So wirkt KI als eine Art „Datenboster“, nutzt das Potenzial von Daten erst vollumfänglich aus, indem sie aus deren Analyse Handlungsmuster ableitet und Kausalzusammenhänge erkennt. Bei Störungen im Produktionsablauf kann sie zum Beispiel Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge erkennen und auf diese Weise Probleme noch im laufenden Prozess beheben und für die Zukunft vermeiden. Das führt nicht nur zu mehr Effizienz, sondern auch zu mehr Sicherheit für Konsumenten und Unternehmen. Zudem kann KI auf einen bestimmten Anwendungsfall trainiert werden, etwa die Zerlegung von Schweinehälften, um die Schnittführung zu optimieren. „Der Einsatz von KI ist ein großer Trend in unserer Branche“, so Klaus Schröter, Vorsitzender der VDMA Fachabteilung Prozess­technik für Fleisch- und Proteinverarbeitung. KI soll auch im Handwerk vermehrt Einzug halten, auch wenn noch Hindernisse zu überwinden sind, wie Herbert Dohrmann, Präsident des Deutschen Fleischer-Verbands, einräumt. „Es ist aktuell noch eine Herausforderung, KI in Handwerksbetriebe zu integrieren, da neun von zehn Betrieben unterschiedliche Strukturen und Geschäftsmodelle aufweisen.“

In der Qualitätssicherung, insbesondere im Verpackungssektor, kommen KI-gestützte Bildverarbeitungssysteme zum Einsatz, die Unregelmäßigkeiten wie Farbabweichungen, Fremdkörper oder fehlerhafte Verpackungen erkennen. Inline-Inspektionssysteme mit selbst lernenden Kameras mustern defekte Verpackungen automatisch aus. Auch komplexere Fehlerquellen werden auf diese Weise sichtbar. So kann beispielsweise geschmolzenes Schinkenfett, das einen ähnlichen Farbton wie die Verpackungsschale hat, erkannt werden.

Wenn sie zum Beispiel zur Sortierung von Fleischprodukten nach bestimmten Kriterien wie Größe, Form und Struktur eingesetzt wird, entlastet das nicht nur die Mitarbeiter, sondern steigert auch die Genauigkeit. Und wird sie zur Erkennung von Qualitätskriterien wie Maserung oder Fettanteil genutzt, kann sie den Verkaufswert einzelner Stücke deutlich steigern.

Ein weiteres Anwendungsgebiet ist die vorausschauende Wartung. KI-gestützte Systeme überwachen den Zustand von Maschinen und prognostizieren Ausfallzeiten. Mithilfe dieser Vorhersagen werden Wartungsarbeiten nur dann durchgeführt, wenn sie tatsächlich notwendig sind und erfolgen im laufenden Prozess, was Stillstände und Ausfälle verhindert. Einer Studie von McKinsey zufolge kann Predictive Maintenance zu einer Reduktion der Ausfallzeiten um bis zu 50 Prozent und einer Erhöhung der Lebensdauer von Maschinen und Anlagen um bis zu 40 Prozent führen.

Nicht zuletzt für die Erkennung und Abwehr von Cyberangriffen auf moderne, voll vernetzte „Smart Factories“ sind KI gestützte Systeme nahezu unverzichtbar. Sie analysieren den Netzwerkverkehr in Echtzeit und erkennen auffällige Aktivitäten, die auf einen Angriff hindeuten.

Machine Learning verbessert Robotik

Industrieroboter sind mittlerweile auch in der Lebensmittelindustrie Standard, zumindest in größeren Betrieben. Rund um die Uhr im Einsatz, können sie erhebliche Effizienz- und Produktivitätsgewinne erzielen. Dabei ist der Übergang zwischen konventionellen Spezialmaschinen und solchen mit integrierter Robotertechnik fließend. Industrieroboter werden vor allem eingesetzt, um wiederkehrende Aufgaben zu übernehmen, wie sie typischerweise in der Fleischverarbeitung anfallen, beispielsweise schneiden, portionieren, verpacken, umhüllen, sortieren, aufnehmen oder platzieren.

KI hebt auch die Robotik auf einen neuen Entwicklungsstand. Generative KI kann sich durch „Machine Learning“ selbstständig an neue Umgebungen und Situationen anpassen und ermöglicht Industrierobotern dadurch, autonomer und agiler zu agieren. Ein Beispiel sind autonome mobile Roboter (AMR). Ausgestattet mit Kameras und Sensoren, können sie ihre Umgebung selbstständig erfassen und analysieren. Sie suchen sich neue Wege, wenn Hindernisse die vorgesehene Route versperren und handeln selbständig in Situationen, die von der Norm abweichen. Das macht sie zu perfekten Helfern in unstrukturierten Fertigungsumgebungen sowie Lagern oder Logistikzentren, wo es um das Verpacken und Palettieren geht. Trotz der Vielfalt an Artikeln in solchen Verteilungszentren sind KI gestützte Industrieroboter in der Lage, die richtigen Waren auszuwählen, zu kommissionieren, fehlerhafte oder deformierte auszusondern und auch Packungsformate und Gewichte zu erkennen. Dabei erreichen sie Pickraten von 750 bis 1.400 Artikeln pro Stunde und können beispielsweise bis zu 200 Fleischprodukte pro Minute verpacken. Ein deutlicher Effizienzgewinn im Vergleich zu manuellen Prozessen.

Auch in punkto Präzision sind Roboter ihren menschlichen Kollegen überlegen. So können sie Fleisch schneller und exakter in einem ganz bestimmten Schnittwinkel zuschneiden und auf das gewünschte Gewicht und die ideale Form portionieren, was den Produktionsdurchsatz erhöht und den Rohmaterialverlust minimiert.

Einen enormen Zugewinn an Flexibilität versprechen multifunktionale Roboterarbeitszellen, die auch in der Fleischindustrie nach und nach die traditionelle Linienproduktion ablösen werden. Die Roboterzelle soll selbstständig mithilfe von KI in verschiedenen Arbeitsschritten Schweinehälften verarbeiten. Das geschieht in möglichst vielen Arbeitsgängen auf einmal anstelle von kleinen Arbeitsgängen hintereinander. Verschiedene Produktionen können parallel laufen, wodurch ein starker Produktmix ermöglicht wird, ohne die Einschränkungen einer Linienproduktion. Dabei bilden die Roboterzellen mit den AMRs autonome Netzwerke, die selbstständig auf unterschiedliche Anforderungen reagieren.

Wertschöpfung aus Daten

Daten sind auch in der fleischverarbeitenden Industrie ein wertvolles Gut. Durch deren Erfassung und Analyse können Unternehmen nicht nur Produktionsprozesse optimieren, sondern auch Probleme frühzeitig erkennen und flexibel auf Marktveränderungen und Kundenwünsche reagieren. Welche Technologien sich dabei nutzen lassen, zeigt die IFFA.

Daten werden an praktisch allen Stellen der Prozesskette erhoben. In der Schlachtung und Zerlegung überwachen Sensoren und hochauflösende Kamerasysteme den Prozess, indem sie Gewicht, Fleischqualität und Hygieneparameter analysieren. In der Verarbeitung und Verpackung erfassen Messinstrumente Kenngrößen wie Temperatur und Luftfeuchtigkeit, um die Produktqualität zu gewährleisten und frühzeitig Abweichungen zu erkennen. In der Lagerung und Logistik kommen Temperatur- und Feuchtigkeitssensoren zum Einsatz, die für optimale Lagerbedingungen sorgen und verhindern, dass verderbliche Produkte unbrauchbar werden. Und im Vertrieb analysieren intelligente Algorithmen Verkaufsdaten, um Erkenntnisse über künftige Nachfragen und Kundenwünsche zu gewinnen und Nachschubwege sowie Lieferketten entsprechend zu steuern.

Wertschöpfung in vielerlei Hinsicht

Aus Sicht von Klaus Schröter ist die Nutzung von Daten in vielerlei Hinsicht wertschöpfend: „Durch die Erfassung von Daten in Echtzeit können Einkaufs-, Produktions- und Verkaufsprozesse optimiert werden. Sensorische Lösungen helfen, Produktions- oder auch Reinigungsprozesse schonender und effizienter zu gestalten. Darüber hinaus können Kennzahlen zur Anlagenverfügbarkeit nutzbar gemacht werden, etwa um ungeplante Ausfälle zu vermeiden und zu prognostizieren. Mit Hilfe von Daten lassen sich zudem Prozessabläufe simulieren. Deshalb sind sie auch in wichtiges Instrument, um Investitionen vorzubereiten, zu manifestieren und eine gewisse Investitionssicherheit zu gewährleisten.“

Steuerungssysteme und -module

Zahleiche Hersteller bieten zentrale Kommandoeinheiten an, um den gesamten Produktionsprozess zu steuern und zu optimieren. Diese Steuereinheiten vernetzen beispielsweise Füll- und Portionier-Linien und analysieren neben Produktions- auch Lager- und Vertriebsdaten.

Über standardisierte Ethernet-Verbindungen werden Maschinendaten wie Arbeitsleistung, Durchsatz, Qualität, Auslastung und Stillstandzeiten zentral aufgezeichnet. Aktuelle Produktionskennzahlen lassen sich in Echtzeit abrufen und bieten einen schnellen Überblick über die Wertschöpfung der einzelnen Linien.

Neben Komplettlösungen werden in einzelnen Produktionsschritten Gerätesteuerungsmodule eingesetzt. So lässt sich beispielsweise die Performance von Hochpräzisionswerkzeugen durch die Erhebung von Daten verbessern. Ein Beispiel sind Maschinen- und Produktionsdaten zur Schärfe und den Verschleiß von Slicermessern. Sie lassen auch Rückschlüsse zu, ob ein bestimmter Messertyp überhaupt zum Produkt passt. Ein weiteres Beispiel sind intelligente Portionsschneider. Sie nutzen moderne Bildverarbeitungssysteme, um passgenaue Schnitte zu realisieren und eine gleichmäßige Portionierung in Bezug auf Form, Größe und Gewicht sicherzustellen.

Auch das Handwerk profitiert

Nicht nur in der industriellen Produktion, auch in kleineren Handwerksbetrieben werden Daten genutzt, um Prozessabläufe zu automatisieren und dadurch, quasi als Nebeneffekt, dem Personalmangel zu begegnen. So können etwa Metzgereien auch komplizierte mehrstufige Rezepturen im Kutter automatisch mischen lassen. Jede Charge wird aus den Daten hinterlegter Rezepturen zusammengestellt und nach festgesetzten Parametern verarbeitet.

Die Zurückverfolgung von Zutatenverbräuchen ermöglicht eine langfristig angelegte Materialbeschaffung. Alle erhobenen Daten und Funktionen werden automatisch in nachgelagerte Warenwirtschafts- und Buchhaltungssysteme übertragen. Das standardisierte Verfahren gewährleistet nicht nur eine gleichbleibende Produktqualität, sondern erleichtert auch die Arbeitsabläufe in der Verwaltung und Dokumentation.

Datennutzung im Verpackungssektor

Im Verpackungssektor werden Material- und Prozessdaten genutzt, um alternative Packstoffe zu entwickeln, insbesondere durch die Kombination von Biopolymeren, faserbasierten Materialien oder Monomaterialien mit geeigneten Barrieren.

So nutzen Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Verfahrenstechnik und Verpackung, IVV, Daten, etwa zum Verlauf der Kohlendioxid-Konzentration in der Verpackung, um die Haltbarkeit von Lebensmitteln zu simulieren. Anhand dieser so genannten Shelf-Life-Simulation können die Wissenschaftler prognostizieren, welche technische Eigenschaften eine Verpackung haben muss, damit ein Produkt sein Aroma behält. Die Verpackung mit den entsprechenden Materialien wird im eigenen Technikum des IVV hergestellt. So entstehen aus recyclingfähigen Polymeren mehrschichtige Folien, die denselben Schutz gegen das Eindringen von Sauerstoff bieten wie herkömmliche Folien.

Auch kommt KI zum Einsatz, um für ein bestimmtes Produkt bestmögliche Verpackungsdesigns bei gleichzeitigem minimalen Materialaufwand vorzuschlagen, unter Berücksichtigung von Faktoren wie Haltbarkeit, Ökobilanz der Verpackung, Rezyklat-Einsatz oder Konsumentenakzeptanz.

Den Wandel beschleunigen

Die Fleisch- und Proteinverarbeitungsindustrie steht vor einem radikalen Wandel, der durch den Einsatz neuer Technologien wie KI, Robotik und Sensortechnik vorangetrieben wird. Diese Technologien bieten nicht nur die Möglichkeit, Prozesse zu automatisieren und die Effizienz zu steigern, sondern auch die Produktqualität zu verbessern und die Nachhaltigkeit zu fördern. Unternehmen, die diese Technologien frühzeitig integrieren, sind bestens darauf vorbereitet, ihre Wettbewerbsfähigkeit auf dem globalen Markt zu sichern und den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden. Die IFFA zeigt in den Frankfurter Messehallen den aktuellen Stand der Technik.

Die Fleischerei informiert nachfolgend über ausgewählte Produktneuheiten, die Anfang Mai 2025 auf der Weltleitmesse in Frankfurt am Main präsentieren werden.

Innovative Kulturen

Auf der Messe können Besucher Salami und verschiedene Wurstsorten mit Bitec-Starterkulturen probieren. NovaTaste

Die Lebensmittelindustrie legt großen Wert auf sichere Produkte, langanhaltenden guten Geschmack und weniger Lebensmittelabfall. Deshalb gewinnen Lebensmittelkulturen auch bei nicht fermentierten Produkten zunehmend an Bedeutung. Diese Methode basiert auf der Schutzfunktion der gewollten und somit „guten” Bakterien. Dabei unterdrücken sie unerwünschte Bakterien und pathogene Keime. NovaTaste, Salzburg/Österreich, wird sich in Frankfurt auf drei Kulturen fokussieren.

Bitec B Fresh eignet sich für Hackfleischerzeugnisse, Salate und Aufstriche und sorgt für Frische und Geschmack über längere Zeit. Neben der Wirksamkeit gegen Listeria monocytogenes, Pseudomonas und Enterobacteriaceae besticht die Kultur als natürliche Clean Label Lösung.

Bitec Vegan Safe liefert Schutz für Fleischersatzprodukte auf Basis von pflanzlichen Proteinen und schafft eine Standardisierung der Mikrobiota von Beginn an. Es hindert spontane Keime am Wachsen und verbessert die Farbhaltung über die Mindesthaltbarkeit hinaus. Sie ist gefrierstabil, die Verkehrsfähigkeit ist durch die Deklaration als Lebensmittelkultur abgesichert.

Bitec B Safe Knack schützt bei Brüh­würsten wirksam gegen das Wachstum von Listeria monocytogenes und ist als natürliche Clean Label Lösung vielseitig einsetzbar.

Erfolgreiche Ladenkonzepte für Fleischereien

In der Metzgerei Bartoldus in Borgentreich hat Hanke Ladenbau Selbstbedienung und traditionellen Verkauf kombiniert. Hanke Ladenbau

Verändertes Einkaufsverhalten stellt Fleischereien vor neue Herausforderungen. Ladenbau Hanke, Barbing, präsentiert auf der IFFA Lösungen, die traditionelle Bedienkonzepte mit Selbstbedienung und digitalen Verkaufskanälen kombinieren. Am Messestand werden unter anderem folgende Ansätze vorgestellt:

  • Hybride Verkaufskonzepte: Eine Kombination aus Bedientheke und Selbstbedienung steigert Effizienz und Kundenzufriedenheit.
  • SmartStore & SB-Konzepte: Selbstbedienungssysteme ermöglichen den Verkauf unabhängig von Öffnungszeiten. Vorbestellungen über App oder Webshop erleichtern die Abholung.
  • CRM & Newsletter-Systeme: Digitale Kundenkontaktprogramme unterstützen die Kundenbindung.
  • KI-gestützte Weiterbildung: Künstliche Intelligenz hilft bei Einarbeitung und Marketing.

Ein Schwerpunkt ist das patentierte Theken-Kühlsystem. Durch eine Kombination aus Granit-Kältespeicher und spezieller Luftführung bleibt die Ware konstant gekühlt, ohne auszutrocknen. Das System reduziert den Energieverbrauch, senkt CO2-Emissionen und hält die Temperatur stabil – unabhängig vom Öffnen der Theke. Herausnehmbare Kühlgitter sind spülmaschinengeeignet.

Zusätzlich entwickelt Ladenbau Hanke Konzepte zur Optimierung von Produktionsräumen, die den Betriebsablauf verbessern und Hygienestandards erfüllen.

In Zusammenarbeit mit Böhm.media werden digitale Verkaufskanäle wie Apps, Online-Shops und CRM-Systeme umgesetzt. Das Team unterstützt zudem bei Markenentwicklung und Standortmarketing für Metzgereien und Direktvermarkter.

Maßgeschneiderte Intralogistik-Lösungen

Helmers präsentiert innovative Lösungen für den Material- und Warenfluss in der ­Lebensmittelindustrie. Helmers

Helmers, Osnabrück, präsentiert Lösungen für den Material- und Warenfluss in der Lebensmittelindustrie. Im Fokus des Messeauftritts stehen Kistenklappstationen für Pooling-Systeme, leistungsstarke Rohrbahnförderer und Zerlegetechnik sowie zukunftsweisende End-of-Line-Automatisierungslösungen und Robotik.

Pooling-Systeme – also Mehrweg-Logistiksysteme aus standardisierten Transportbehältern, Paletten oder Kisten, die wiederverwendet werden – spielen eine wichtige Rolle in der modernen Lebensmittelindustrie. Die Kistenklappstationen bieten laut Helmers maximale Funktionalität bei minimalem Wartungsaufwand und sorgen für einen reibungslosen Materialfluss. Die Systeme sind modular aufgebaut und lassen sich den individuellen Anforderungen optimal anpassen. Besondere Merkmale der wartungsarmen Kistenklappstationen sind die hohe Prozesssicherheit und Energieeffizienz. Das Hygenic Design trägt zu gesteigerter Sicherheit bei.

Für Unternehmen aus der Fleisch­wirtschaft gibt es voll- und teil­automatisierte Rohrbahnförderer sowie individuell geplante Schlacht- und Zerlegelinien. Die Systeme steigern die Effizienz und sorgen für ergonomische Prozesse am Arbeitsplatz. Die robusten Anlagen sind auf die speziellen Anforderungen in der Fleischverarbeitung optimal abgestimmt. Unternehmen aus der Branche profitieren von optimierten Produktionsprozessen, die zu einem gesteigerten Durchsatz und einer verbesserten Wirtschaftlichkeit führen. Optional lassen sich die Anlagen mit MES-Systemen kombinieren. Sie verhelfen Betrieben zu einer optimalen Produktionssteuerung und sichern maximalen Durchsatz und Ertrag. Daten zum Stand der Produktionsprozesse und über die Erreichung ihrer Produktionsziele lassen sich in Echtzeit abrufen.

Automatisierte Systeme und Robotik am Ende einer Produktionslinie gestalten Verpackungs-, Palettier-, Sortier- und Versandprozesse effizienter. Helmers entwickelt zu diesem Zweck Lösungen, die die Produktion vom Versand entkoppeln. Die Systeme reduzieren manuelle Prozesse und optimieren die Lager- und Transportlogistik. Die Automatisierungslösungen sind auf einen 24-Stunden-Betrieb an sieben Tagen pro Woche ausgerichtet. Sie übernehmen die beliebige Zusammenstellung von Mischpaletten und können auch die Just-in-Time-Auftragszusammenstellung ausführen. Mit flexiblen Robotik-Konzepten lassen sie sich auf individuelle Anforderungen ausrichten. Die Technologie entlastet Mitarbeitende von körperlich belastenden Tätigkeiten und sorgt für eine präzise und zuverlässige Produktionssteuerung.

Naturdärme und der Trick mit dem Knick

Der SilberPfeil Pipe macht das Sichern des Naturdarms durch lose Teile überflüssig. CDS Hackner

CDS Hackner, Crailsheim, hat sich seit mehr als fünf Jahrzehnten dem Naturdarm verschrieben. Mit der Gründung der Crailsheimer Darmsortieranstalt GmbH (CDS) wurden die Weichen für eine erfolgreiche, weltweite Expansion und die Entwicklung diverser Geschäftsfelder gestellt. Die zertifizierte Spitzenqualität der CDS-Naturdärme setzen Maßstäbe, und ermöglichen den Kunden eine wirtschaftliche Verarbeitung bei höchster Qualität und Sicherheit. Mit dem knickbaren SilberPfeil Pipe wird das Sichern des Naturdarms durch lose Teile wie Gummi- oder Plastikringe überflüssig. Das intelligente Farb­management von Tubes, Pipes und Netzen informiert eindeutig über Kaliber und Qualitäten, ganz ohne zusätzliche Teile. Zusammen mit der neuen Barcode-Technologie, die jedes Gebinde digital zurückverfolgen lässt, wird die Wurstproduktion noch sicherer. Laut Unternehmen will man auch künftig daran arbeiten, Produktionsabläufe zu vereinfachen.

Neue Möglichkeiten in der Produktentwicklung

Das KS Diafragma Koex ist ein innovatives und multifunktionales Portioniergerät, das neue Maßstäbe in der Lebensmittelverarbeitung setzten soll. Karl Schnell

Die IFFA 2025 rückt den gesamten Prozess der Proteinverarbeitung in den Fokus. Karl Schnell, Winterbach, präsentiert auf der internationalen Leitmesse nach eigenen Angaben wegweisende Technologien, innovative Lösungen und Maschinen, die Fachbesucher live auf dem Messestand des Unternehmens erleben können. Anwender erfahren, wie sich künftige Herausforderungen in der Lebensmittelproduktion meistern lassen.

Die KS Prozessautomaten bieten eine nachhaltige und flexible Lösung für die Herstellung von Fleischprodukten, Fleischersatz, Schmelzkäse und Feinkost. Dank eines hohen Automatisierungsgrads, minimalem Platzbedarf und der All-in-One-Maschinenkonfiguration soll eine gleichbleibend hohe Produktqualität bei maximaler Effizienz erzielt werden können.

Ein besonderes Highlight ist nach Herstellerangaben das modulare Hygienekonzept in der Feinstzerkleinerungstechnologie. ideal für Anwendungen, die höchste Hygienestandards erfordern. Das neue CIP-reinigbare mehrstufige Schneidsystem HCS verfügt über eine leistungsstarke modulare Antriebseinheit. Das KS Diafragma Koex ist ein innovatives multifunktionales Portioniergerät, das neue Maßstäbe in der Lebensmittelverarbeitung setzten soll. Es ermöglicht die Verarbeitung pastöser und formstabiler Produkte mit Innenfüllung und bietet neue kreative Optionen für die Produktentwicklung.

Das neue Mischzentrum KS Mischer 600 V geht über das traditionelle Mischen hinaus. Als Herzstück einer automatisierten Produktionslinie integriert es zusätzliche Verarbeitungsschritte und optimiert damit die gesamte Produktionskette.

ERP trifft KI

Das ERP-System von CSB optimiert Prozesse, reduziert Fehlerquellen und sichert die Einhaltung branchenspezifischer Vorgaben – auch mit der Unterstützung von künst­licher Intelligenz. CSB

CSB-System, Geilenkirchen, ist mit neuen Lösungen rund um das ERP-System vertreten. Damit können Unternehmen ihre gesamte Wertschöpfungskette steuern – von der Managementebene über die Produktion bis hin zu mobilen Anwendungen. Durch die Vernetzung von Prozessen und Datenflüssen werden schnelle, fundierte Entscheidungen möglich – eine Fähigkeit, die im intensiven Wettbewerb von entscheidender Bedeutung ist. Das Messe-Team informiert schwerpunktmäßig zu folgenden Themen:

  • Daten integrieren und nutzen: ERP, MES, Overall Equipment Effectiveness, Computer Integrated Manufacturing, Reporting & BI, Planung und Forecasting
  • Prozesse digitalisieren: Rückverfolgung, Qualitätsmanagement, Produktionsoptimierung, Supply Chain Management, Prozessmonitoring
  • Fabriken transformieren: Automatisierung, Robotik, Digitaler Zwilling, Industrielle Bildverarbeitung, Künstliche Intelligenz, Cloud Computing

Der Eyedentifier ist in Frankfurt live im Einsatz. Mit Hilfe von künstlicher Intelligenz identifiziert, prüft und sortiert das Bilderkennungssystem Rohstoffe und Produkte automatisch, beispielsweise am Wareneingang, am Zerlegeausgang, während der Produktion oder in den Verpackungsprozessen. Gemeinsam mit Partnern zeigt CSB, welche Einsatzmöglichkeiten sich aus dem Zusammenspiel zwischen ERP, Künstlicher Intelligenz und Cobots ergeben.

Experte für präzises Schneiden

Perfekte Schnitte für jede Anwendung: Der Sect 230 verarbeitet Fleisch, Wurst, Fisch und Käse – frisch, gekühlt oder angefroren, mit oder ohne Knochen. Holac

Holac, Nattheim, entwickelt maßgeschneiderte Lösungen für die Lebensmittelverarbeitung. Ob Frischfleisch, Convenience-Produkte, Feinkost, Pizza-­Toppings, Fleischalternativen oder Käse – das Unternehmen passt seine Schneidetechnik individuell an die Anforderungen der Betriebe an.

Der Messebesucher trifft auf die Vielzweckschneider der Baureihen Cubixx, Maxx und den überarbeiteten CS 28. Die Würfel- und Streifenschneider sorgen für perfekte Würfel, Plättchen und Streifen. Die Ausstattungen der Allrounder überzeugen: Hydraulische, druckabhängige Vorpressung, die Verwendung von Mehrfachmessern und Messerscheiben zur Kapazitätssteigerung, stufenlos einstellbarer Vorschub sowie Gatterstege und gehärtete Messerleisten stehen für gute Schnitt-Ergebnisse.

Ebenfalls in Frankfurt im Einsatz sind die Scheibenschneider der Baureihe SECT. Modelle wie der Sect 230 setzen laut Holac Maßstäbe beim Schneiden in präzise, gleichmäßige Scheiben: ob Frischfleisch, Lende, Schnitzel, Bauchspeck, Kotelett, Steak, Braten, Wurst, Fisch oder Käse – gekocht, frisch, gekühlt oder angefroren, mit oder ohne Knochen.

Der leistungsstarke Käseschneider Cheesmaxx 200 lässt sich dank erweiterter Optionen noch präziser auf unterschiedliche Käsearten, Größen und Schnittanforderungen abstimmen.

Messebesucher erfahren zudem, wie die Schneidemaschinen nahtlos in digitalisierte Fertigungslinien eingebunden werden. Dadurch lassen sich Produktionsdaten einfach auslesen und einzelne Chargen lückenlos nachverfolgen. Ein integrierter Energiezähler misst den Stromverbrauch präzise und ermöglicht eine detaillierte Analyse. Über eine SCADA-Schnittstelle stehen die erfassten Daten in Echtzeit zur Verfügung – für mehr Effizienz und nachhaltige Ressourcennutzung.

Auch bei der Sicherheit setzt der Hersteller neue Maßstäbe: Dank RFID-Technik können Zugriffsrechte flexibel verwaltet werden, um Fehlbedienungen, menschliche Fehler und Sabotage zu minimieren. Zusätzlich sorgt eine automatische Werkzeugerkennung dafür, dass Bedienfehler von vornherein ausgeschlossen werden. Inzwischen hat Holac auch für pflanzenbasierte Fleischersatzprodukte mehrere Schneidemaschinen im Angebot.

Neues für Theke und Catering

Die Marinade Marinol Charlotte hat ein feines Zwiebearoma und eignet sich für Grillspezialitäten und Kurzgebratenes. Lay

Lay Gewürze, Grabfeld, kommt mit einer Vielzahl neuer Produkte nach Frankfurt.

Die braunrötliche Marinade Marinol Bergkräuter überzeugt mit Paprika und feinen Bergkräutern. Perfekt abgestimmt auf Grillspezialitäten und Kurzgebratenes, sorgt sie für ein unverwechselbares Geschmackserlebnis.

Marinol Charlotte besticht durch ein feines Zwiebelaroma. Eine dezente Rauchnote rundet das Aroma ab.

Die Trockenwürzung Arrabiato eignet sich für Grill und Pfanne. Die intensive Chili-Schärfe wird durch mediterrane Kräuter perfekt ausbalanciert und verleiht Fleischspezialitäten eine würzige, pikante Note.

Neu im Sortiment sind praktische Fertigsaucen für Gulasch, Bolognese und Rinderbraten. Das Fleisch wird gemeinsam mit der Sauce in einen Sterildarm gefüllt und kann nach Belieben mit frischen Zutaten wie Zwiebeln oder Gemüse ergänzt werden. Durch eine schonende Garung über mehrere Stunden oder über Nacht wird das Fleisch butterzart, während sich der Fleischsaft optimal mit der Sauce verbindet. Nach dem Abkühlen entsteht ein lagerfähiges Produkt, das sich unkompliziert im Topf oder Wasserbad regenerieren lässt. Je nach Bedarf kann es als Slow Cooked-Spezialität oder in Gläsern als Halbkonserve verkauft werden.

Angesichts der begrenzten Einsatzmöglichkeiten von Flüssigrauch in der EU hat Lay zwei Raucharomen entwickelt, die sich durch ihre besondere Herstellung weiterhin als Raucharoma gemäß der Aromenverordnung deklarieren lassen. Ceylopur Aroma Typ Rauch EU (flüssig) und Ceylo Typ Rauch EU (Pulver) bieten ein intensives Raucharoma, sind sparsam in der Anwendung und ideal für Produkte, bei denen klassisches Räuchern nicht gewünscht oder möglich ist.

Vom Clipping-Spezialisten zur Packaging Company

Dr. Alexander Giehl, Chief Executive ­Officer. Poly-clip System
Die FCA 160 XL schafft im 4-Clip-Betrieb bis zu 100 Takte pro Minute. Poly-clip System

Poly-clip System, Hattersheim, präsentiert innovative Clipmaschinen für Handwerk und Industrie sowie ressourcenschonende Verpackungen, die den Anforderungen der EU-Verordnung PPWR gerecht werden, und gibt Einblicke in den Ausbau der digitalen Services. Ob Snack-Portionswürste für die Gastronomie oder Käsezubereitungen für den Lebensmitteleinzelhandel – Poly-clip System bietet Lösungen für unterschiedliche Anforderungen.

Auch großformatige Produkte wie Wurststangen oder voluminöse Verpackungseinheiten lassen sich mit den Clipmaschinen sicher verschließen. Das Portfolio umfasst Clipmaschinen in allen Leistungsklassen – von manuellen Lösungen über halbautomatische Systeme bis hin zu vollautomatischen Produktionslinien.

Besucher der IFFA erleben, wie sich Fleisch und Produkte aus alternativen Proteinen mit den unterschiedlichen Clipmaschinen sicher und ressourcenschonend verpacken lassen. Eine Studie des Fraunhofer-Instituts UMSICHT aus dem Jahr 2019 bestätigt die Klimafreundlichkeit der Clipverschluss-Lösungen, mit denen sich der CO2-Ausstoß im Vergleich zu anderen Verpackungslösungen drastisch reduzieren lässt. Dies steht im Einklang mit den Zielen der neuen EU-Verpackungsverordnung PPWR.

Die neuen smarten Clipmaschinen verfügen über Touchscreens, die die Bedienung erleichtern. Eine einheitliche Steuerungsgeneration für alle Maschinen optimiert zudem die Ersatzteilverfügbarkeit. Mit dem Doppelclipper FCA 50, der ICA und dem Vierfachclipper FCA 160 XL stehen drei Clipmaschinen im Mittelpunkt, die stellvertretend für das umfangreiche Produktportfolio maßgeschneiderte Lösungen für verschiedenste Produktionsanforderungen und -umfänge demonstrieren. Fachbesucher können an verschiedenen Stationen innovative Automatisierungslösungen live erleben. Dazu gehört eine Entwicklung zur automatischen Darmnachladung, die den Personalbedarf beim Clippen von Würsten reduziert. Auch die nahtlose Verbindung verschiedener Produktionsschritte durch Transportroboter, die mit den Clipmaschinen kommunizieren, wird demonstriert. Darüber hinaus präsentiert das Unternehmen seine erweiterten digitalen Services, die schnellere und effizientere Abläufe ermöglichen. Ein besonderes Highlight ist der „Supermarkt der Zukunft“, der moderne Verpackungslösungen anschaulich in Szene setzt.

Der Messeauftritt zeigt, wie sich das Unternehmen unter neuer Leitung seit 2023 konsequent auf Innovation und Nachhaltigkeit ausrichtet. Dr. Alexander Giehl, CEO, betont: „Wir sind mehr als ein Clipping-Spezialist – wir verstehen uns als Packaging Company, die smarte und nachhaltige Verpackungslösungen für die Zukunft entwickelt. Mit Investitionen in Forschung und Entwicklung wird Poly-clip System seine Technologieführerschaft weiter ausbauen und neue Standards in der Verpackungsbranche setzen.“ Mesut Akbulut, CSO, ergänzt: „Unsere Kunden stehen im Mittelpunkt. Die IFFA bietet die ideale Gelegenheit, um direkt mit ihnen ins Gespräch zu kommen. So können wir ihnen auch künftig mit innovativen Maschinen, digitalen Lösungen und erstklassigem Service die bestmögliche Unterstützung bieten.“

Fachplaner für die Zukunft

Dennis und Tobias Lißner (v.li.) realisieren Projekte in Europa, Asien und Nordamerika. Lißner engineers + architects

Lißner engineers + architects, Appen, sind Fachplaner mit einem besonderen Fokus auf die Fleischbranche. Sie stehen für eine ganzheitliche Planung, die sämtliche Aspekte der Betriebs- und Produktionsgestaltung berücksichtigt. Auftraggeber erhalten ein komplettes Dienstleistungsangebot aus einer Hand – von der Produktionsplanung über die Technische Gebäudeausrüstung (TGA) bis hin zu den Baugewerken, den Genehmigungsverfahren und Ausführungsschritten, Ausschreibung und Vergabe der Bauaufträge. Während der Bauphase übernimmt Lißner engineers + architects die Objektüberwachung vor Ort und sorgt für detaillierte Kostenverfolgung und Rechnungsprüfung.

Die Fachplaner setzen gezielt auf ressourcenschonende Technologien und durchdachte Betriebskonzepte, um den Energieverbrauch signifikant zu senken. Durch vorausschauende Betriebsplanungen werden energieintensive Prozesse optimiert. Besonders im Bereich der Kältetechnik, die bis zu 50 Prozent des gesamten Stromverbrauchs ausmachen kann, lassen sich Einsparungen erzielen

Mithilfe digitaler Modelle ist es möglich, zukünftige Produktionsabläufe inklusive der Maschinen noch vor dem ersten Spatenstich virtuell zu erleben. Auf diese Weise lassen sich potenzielle Herausforderungen frühzeitig erkennen und beheben. Das führt zu einer verbesserten Planungssicherheit und vermeidet zusätzliche Kosten durch nachträgliche Korrekturen.

30 Linien auf 1.800 Quadratmetern

Die neue Generation der Vakuumfüll­maschinen, die HPnx, wurde von Grund auf neu gedacht. Vemag

Vemag, Verden, präsentiert auf der IFFA maßgeschneiderte Maschinen für das Füllen, Portionieren, Formen und Ablegen verschiedenster Lebensmittel. Im Fokus stehen Innovationen für die Würstchenproduktion, Frischfleischverarbeitung und Herstellung von Convenience-Produkten. Zudem zeigt das Unternehmen moderne Vakuumfüller und Vorsatzgeräte.

Ein Highlight ist die neue Vakuumfüllmaschine HPnx, die für präzise und schonende Portionierung entwickelt wurde. Sie minimiert Restmengen, steigert die Maschinenverfügbarkeit und senkt dadurch die Betriebskosten. Laut Vemag überzeugt sie durch Flexibilität, einfache Bedienung, hohe Sicherheit und hygienisches Design.

Mit dem neuen Fülltisch FT722 bietet Vemag eine kompakte Lösung für die teilautomatisierte Befüllung von Schalen, Gläsern und Bechern – ideal für kleinere Chargen. Die smarte Automatisierung steigert Effizienz und Präzision und lässt sich flexibel an individuelle Produktionsanforderungen anpassen.

Für mehr Transparenz und Effizienz in der Produktion sorgt SmartLink, eine digitale Lösung zur Betriebs- und Produktdatenerfassung. Sie ermöglicht exakte Qualitätskontrollen, präzise Kostenkalkulationen und eine optimierte Ressourcennutzung.

Ob Handwerksmetzgerei, mittelständischer Betrieb oder Industrieunternehmen – dank des modularen Baukastensystems bietet Vemag passgenaue Technik für eine wirtschaftliche und flexible Produktion.

Für den Geschmack der Zukunft

Bis 2028 prognostizieren die Experten von Meticulous Research für Hybridfleisch eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate (CAGR) von 36,6 Prozent. Hydrosol/Giorgio Scarlini

Die Schwesterunternehmen Hydrosol und Planteneers, Ahrensburg, präsentieren moderne Lösungen für Hybridprodukte und pflanzliche Fleischalternativen. Im Fokus stehen neue Proteinquellen wie Mykoprotein, die sowohl in klassischen als auch pflanzenbasierten Produkten für eine verbesserte Textur und Bissfestigkeit sorgen.

Hybridprodukte – eine Mischung aus Fleisch, Gemüse, pflanzlichen Proteinen oder kultivierten Zellen – haben großes Marktpotenzial. Hydrosol zeigt auf der IFFA unter anderem Lösungen für Kebab, Nuggets und Formschinken. Durch den reduzierten Fleischanteil entsprechen sie dem Wunsch vieler Konsumenten nach gesünderen Alternativen. Gleichzeitig überzeugen sie mit einer saftigen Konsistenz und stabilem Biss, auch bei Zubereitungsmethoden wie Grillen oder Braten.

Im Convenience-Bereich setzt Hydrosol auf wirtschaftliche Lösungen mit hoher Funktionalität. Ein Beispiel sind Fleischbällchen in Tomatensauce, die durch die HydroTop High Gel-Range auch bei geringem Fleischanteil eine authentische, saftige Textur behalten. Für den Snack-Markt wurde zudem Hydrosol Chicken Jerky/Chips entwickelt – eine proteinreiche, E-Nummern-freie Lösung für Fleisch­snacks und Brühwürste.

Planteneers präsentiert Clean-Label-Lösungen, darunter eine pflanzliche Salami-Alternative auf Weizenproteinbasis. Sie ist in zwei Varianten erhältlich: als Snack-Stick für unterwegs oder als Scheiben-Salami für warme und kalte Anwendungen.

Hochwertige, minimal verarbeitete Proteine gewinnen im Plant-based-Markt an Bedeutung. Besonders gefragt sind natürliche Proteinquellen auf Fermentationsbasis – wie Mykoprotein. Dank seiner fleischähnlichen Struktur bietet es eine überzeugende Textur und angenehmen Biss. Das demonstriert Planteneers mit Alternativen zu Hähnchenbrust und Lachs.

Seit einem Jahr kooperiert Planteneers mit Handtmann, Biberach, um die Produktion pflanzlicher Steaks und Filetstränge mit authentischer Marmorierung zu ermöglichen. Neu im Sortiment sind nun auch kosteneffiziente Steak-Varianten, Bacon, Kochschinken und Carpaccio, die Lebensmittelverarbeitern eine wirtschaftliche Umsetzung ermöglichen.

Die Kombination aus Fleisch und Käse ist ein Klassiker – und lässt sich auch auf den pflanzlichen Bereich übertragen. Planteneers bietet Käsealternativen, die sich mit klassischen Kochkuttern verarbeiten lassen. So können Betriebe ohne große Investitionen pflanzliche Käsevarianten herstellen. Die Geschmacksrichtungen sind anpassbar, von Gouda über Butterkäse bis hin zu Emmentaler mit Bockshornklee.

Innovationen in Aktion

Das Easybagger Plus System optimiert die Befüllung von Vakuumbeuteln und verbessert dabei Ergonomie und Effizienz. Supervac

Am Messestand von Supervac, Wien/Österreich, werden unter anderem die Bandmaschine GK 950/960 B, das Easybagger Plus System und der AS 860 Heißwasser-Schrumpftunnel live vorgeführt.

Die Bandmaschine GK 950/960 B überzeugt mit einer Schweißbalkenlänge von 1.600 mm und ermöglicht flexible Verpackungslösungen – von kleinen Einzelprodukten bis hin zu großvolumigen Einheiten. Sie ist für den Dauerbetrieb ausgelegt und bietet dank ihrer robusten Bauweise eine hohe Betriebssicherheit. Eine intuitive Steuerung erleichtert die Anpassung an unterschiedliche Verpackungsanforderungen, während die präzise Versiegelungstechnologie besonders für empfindliche Produkte von Vorteil ist.

Das Easybagger Plus System optimiert die Befüllung von Vakuumbeuteln und verbessert dabei Ergonomie und Effizienz. Es kann mit neuen oder bestehenden Maschinen kombiniert werden und ermöglicht die gleichzeitige Nutzung von bis zu zehn Beutelformaten. Das System besteht aus drei Modulen:

  • Ein Zuführband für die präzise Ausrichtung der Produkte,
  • Ein Beutelspender, der schnelle Wechsel zwischen verschiedenen Formaten erlaubt,
  • Ein Fingerband, das eine effiziente Befüllung durch bis zu zwei Mitarbeitende unterstützt.

Das aus rostfreiem Edelstahl gefertigte System ist leicht zu reinigen und wurde unter ergonomischen sowie sicherheits­technischen Gesichtspunkten entwickelt.

Der AS 860 Heißwasser-Schrumpftunnel sorgt mit zwei präzisen Wasservorhängen von oben, einem kraftvollen Wasserschwall von unten und seitlichen Düsen für einen optimierten Schrumpfprozess. Diese Technologie steigert die Effizienz und gewährleistet eine gleichbleibend hohe Verpackungsqualität.

Faser-Schalen für Frischfleisch

Nachhaltige FiberWise-Schalen für Frischfleischanwendungen werden mit MAP hermetisch versiegelt. Hartmann Verpackung

Hartmann Verpackung, Gentofte/Dänemark, setzt mit FiberWise Maßstäbe für nachhaltige Verpackungsinnovationen. Die neue Schale bietet Produzenten von Frischfleisch und Convenience-Lösungen eine umweltbewusste Alternative zu herkömmlichen Kunststoffschalen.

FiberWise verwendet nachhaltige Materialien und Upcycling, um hochwertige Verpackungen aus erneuerbaren Ressourcen herzustellen. Dank seiner aus 100 Prozent erneuerbaren Materialien bestehenden Base-Trays, reduziert die Faser-Schale den Kunststoffeinsatz um 70 Prozent im Vergleich zu marktüblichen PET- oder PP-Kunststoffschalen.

Ein weiteres Merkmal ist die Trennbarkeit der Materialien, die eine effiziente Wiederverwertung der Komponenten ermöglicht und sicherstellt, dass Materialien erneut genutzt werden.

Dank ihres robusten Designs können die MAP-Barriereschalen mit einem Plug-and-Play-Konzept nahtlos in bestehende Verpackungssysteme integriert werden – mit minimalen oder ohne jegliche Investitionen. Die Schale lässt sich problemlos entstapeln und läuft laut Hersteller mit hoher Geschwindigkeit auf bestehenden Traysealer-Linien, ohne dass neue Werkzeuge erforderlich sind. FiberWise ist mit zahlreichen marktüblichen Deckelfolien kompatibel.

Premiere auf der IFFA

Mit dem TT Bastard 160 präsentiert Eberhardt ein neues System für die effiziente Verarbeitung von Fleisch- und Fischprodukten. Eberhardt

Der TT Bastard 160 von Eberhardt, Lichtenau, wurde speziell für die Verarbeitung von injizierten oder vorgemischten Fleisch-, Geflügel- und Fischprodukten entwickelt. Die Maschine ist bereits in vielen Exportmärkten erfolgreich im Einsatz – vor allem zur Herstellung von Schinkenprodukten. Jetzt feiert eine an den DACH-Markt angepasste Version auf der IFFA 2025 ihre Premiere. Der Hersteller hebt drei zentrale Vorteile hervor:

  • Effizienz: Schnelle Verarbeitung im Durchlauf – in nur wenigen Sekunden.
  • Flexibilität: Anpassbar an verschiedene Produkte, platzsparend und leicht in Produktionslinien integrierbar.
  • Qualität: Optimaler Eiweißausschluss, hygienisches Design und einfache Reinigung.

Dank der kontinuierlichen Tumbling- oder Mischfunktion mit frequenzgesteuerten Motoren bietet die Maschine eine hohe Leistungsfähigkeit. Die minimalen Rüstzeiten ermöglichen schnelle Produktwechsel und gewährleisten eine flexible Produktion. Der TT Bastard 160 eignet sich für kleine und große Produktionsmengen und garantiert eine Just-in-Time-Produktion.

Mit einem robusten Edelstahlgehäuse und innovativem Design ist die Maschine auf Langlebigkeit und einfache Wartung ausgelegt. Sie verfügt über ein intuitives Steuerungssystem, leicht entnehmbare Rotoren und werkzeugfreien Zugang für eine schnelle Reinigung und Wartung.

Verpackungslösungen für die Fleischbranche

Die Hochleistungs-Thermoformmaschine TFS 700 liefert Lösungen für effiziente, nachhaltige und qualitativ hochwertige ­Verpackungen in der Fleischbranche. Ulma
Die TFS 700 lässt sich vollständig automatisieren – vom Kartonieren bis zum Palettieren. Ulma

Ulma Packaging, Memmingen, präsentiert auf der Messe seine wichtigsten Verpackungsmaschinen – speziell abgestimmt auf die Anforderungen der Fleischverarbeitung. Hier die Highlights:

  • TFS 700: Hochleistungs-Thermoformmaschine für flexible und starre Verpackungen. Sie lässt sich vollständig automatisieren – vom Kartonieren bis zum Palettieren. Für Hamburger im Doppelpack gibt es ein spezielles Belade- und Palettiersystem.
  • TFS 200 Skin: Kompakte Thermoformmaschine für Skin-Verpackungen. Diese Technologie verlängert die Haltbarkeit und sorgt für eine ansprechende Produktpräsentation.
  • TSA 1000D: Hochleistungs-Traysealer mit doppelter Spur, optimiert für Hackfleisch in Schutzatmosphäre (MAP). Er bewahrt Frische und Qualität des Produkts.
  • TSA 875: Versiegelt Trays mit der nachhaltigen LeafSkin-Technologie – ideal für Fleischstücke. Sie reduziert den Materialeinsatz und verlängert die Haltbarkeit.
  • TSA 400: Kompakter Traysealer für MAP-Verpackungen, besonders geeignet für Geflügelprodukte. Er gewährleistet Frische und Sicherheit.
  • FM 400: Horizontale Flowpack-Maschine für Beutelverpackungen unter Schutzatmosphäre. Mit integrierter RISCO-Wolftechnologie ermöglicht sie eine effiziente Verarbeitung von Hackfleisch – Hackfleisch im MAP-Beutel mit Hackfleischextruder.

Hygienisches Hochleistungsröntgen

Die empfindlichen Röntgen-Systeme können die vollständige Einhaltung aller wichtigen GFSI-Richtlinien der Lebensmittelindustrie gewährleisten. Fortress

Fortress Technology, Banbury/Großbritannien, stellt in Frankfurt ein breites Spektrum an Inspektionslösungen für die Lebensmittelverarbeitung vor. Die sensiblen Systeme erkennen Produktfehler, Verunreinigungen sowie Verpackungsprobleme mit hoher Präzision und erfüllen alle wichtigen GFSI-Richtlinien wie IFS, BRCGS und HACCP. Sie tragen dazu bei, Verbraucherbeschwerden und Rückrufe zu vermeiden.

Ein Highlight ist das neue Icon X-ray, ein kompaktes Röntgeninspektionssystem mit Innenkameras und automatischer Ausschleusung. Dank eines IA+-Algorithmus passt sich das System an Produkte mit variabler Dichte an und erkennt Verunreinigungen aus Metall, Glas, Keramik und hochdichtem Kunststoff. Der luftgekühlte Generator ist wartungsfrei und verlängert die Lebensdauer des Geräts.

Mit dem Raptor Combi zeigt Fortress eine Kombination aus Metalldetektor und Kontrollwaage. Das System erfasst Verunreinigungen und Gewichtsschwankungen in Echtzeit. Ein HMI-­Bildschirm mit animierter Benutzerführung erleichtert Bedienung und Produktwechsel.

Das Halo-Testsystem ermöglicht eine automatisierte Prüfung von Metalldetektoren in Füllmaschinen und vermeidet menschliche Fehler, indem es die Notwendigkeit reduziert, Testkugeln manuell in eine geschlossene Rohrleitung einzuführen und daraus zu entnehmen. Es kann in Förderbändern und Schwerkraft-Metalldetektoren für Schüttgut und Zutaten eingesetzt werden. In Verbindung mit der Contact 4.0-Berichtssoftware lassen sich mehrere Inspektionsgeräte vernetzen und dokumentieren.

Mission perfekt geschliffene Schneidwerkzeuge

Knecht bietet präzise Schleifmaschinen – von Hightech-Lösungen mit 6-Achs-Roboter für die Industrie bis zu manuellen Modellen für das Fleischerhandwerk. Knecht

Die Produktion von Lebensmitteln erfordert hohe Präzision – und die beginnt beim richtigen Schliff. Scharfe Schneidwerkzeuge sind der Schlüssel zu konstant hoher Produktqualität. Um diesen Ansprüchen gerecht zu werden, entwickelt Knecht, Bergatreute, maßgeschneiderte Komplettlösungen. In Frankfurt zeigt das Unternehmen sein komplettes Portfolio, das von präzisen Schleifmaschinen mit 6-Achs-Roboter für die Industrie bis hin zu manuellen Lösungen für handwerkliche Metzgereien reicht.

Dieses Jahr sind am Messestand auch die Schleifmaschinen von Zahnd zu sehen. Die enge Zusammenarbeit zeigt das gemeinsame Ziel: Betrieben jeder Größe und Spezialisierung die bestmögliche Schleiftechnologie zu bieten.

Neben Qualität und Präzision liegt der Fokus auch auf Nachhaltigkeit. Die Produkte von Knecht sind für Langlebigkeit bekannt und tragen durch ihre hohe Präzision dazu bei, die Lebensdauer von Schneidwerkzeugen zu verlängern und Ressourcen zu schonen.

Ein Beispiel für einen signifikanten Beitrag zur Nachhaltigkeit ist die Familie der automatischen Handmesser-­Schleifmaschinen E 50 R und E 50 RT. Diese arbeiten mit Robotertechnologie und gewährleisten präzise, formgenau geschliffene Messer. Perfekt geschliffene Handmesser erlauben präzisere Schnitte. Dies führt zu einer Steigerung der Fleischausbeute um bis zu 0,5 Prozent im Vergleich zum manuellen Schliff. Bei einer Fleischproduktion von 10.000 Tonnen entspricht dies einer zusätzlichen Ausbeute von 50 Tonnen. Zusätzlich wird das Unfallrisiko gesenkt und Ausfälle aufgrund von Muskel-Skelett-Erkrankungen (MSE und RSI) um bis zu 80 Prozent reduziert (Quelle: ANAGO Ltd.).

Auch die manuelle Schärfmaschine A 400 erzeugt Anschliffe von hoher Qualität an einseitig angeschliffenen Sichelmessern. In einem Arbeitsgang werden Schneidwerkzeuge bis zu einer Größe von 1.000 Millimeter und einer fünf Millimeter breiten Schneidfase geschliffen und entgratet.

IFFA 2025: Zahlen und Fakten

Termin: 3.–8. Mai 2025

Öffnungszeiten: 3.–7. Mai: 9.00–18.00 Uhr, 8. Mai: 9.00–17.00 Uhr

Ort: Messe Frankfurt GmbH, Ludwig-Erhard-Anlage 1, 60327 Frankfurt am Main

Ausstellungsfläche: 116.000 m2 in den Hallen 8, 9, 11, 12

Aussteller: rund 1.000

Fachbesucher: 47.000 (2022, Covid-bedingte Einschränkungen); 66.300 (2019)

Besuchergruppen: Lebensmittelindustrie (Fleisch und andere feste Proteine), ­Fleischerhandwerk, Lebensmitteleinzelhandel, Handel mit Maschinen, Handel mit Gewürzen, Ingredienzien und Hilfsstoffen, Gastronomie und Hotelgewerbe

Ausstellungsbereiche: World of Processing, World of Packaging, World of Ingredients, World of New Proteins, World of Skills and Sales

Topthemen 2025: Maximale Performance, Wertschöpfung aus Daten, Nachhaltigkeit in der Praxis, Grenzenlose Produktvielfaltwww.iffa.com

Neuheiten und Weiterentwicklungen

Die Schneidtrommel ist jetzt auch in der Auslassgröße U 200 lieferbar. Seydelmann
Der neue Automatenmischwolf AE 130 M vereint bei niedriger Bauhöhe und geringem Platzbedarf drei Funktionen und erhöht damit die Flexibilität in der Produktion. Seydelmann

Seydelmann, Stuttgart, zeigt in Frankfurt Neuheiten und Weiterentwicklungen. Mit dem neuen Vakuum-Konti-­Kutter KK 254 c AC-6 gelingt der Einstieg in die Feinstzerkleinerung mit Vakuumtechnologie auch bei großen Produktionsmengen. Durch die Feinstzerkleinerung unter Vakuum entsteht ein kompaktes Brät mit konstantem Volumengewicht und die Haltbarkeit des Endprodukts wird erhöht. Der Schneidsatz arbeitet berührungsfrei und damit ohne Metallabrieb. Durch die geringe Bauhöhe und kompakte Form kann der Trichter unmittelbar unter den Auslassklappen eines Mischers oder unter den Kutterauswerfer platziert werden.

Beim überarbeiteten Automatenwolf AU 200 fällt der angeflanschte Wolfauslass ins Auge, der Servicearbeiten erleichtert und damit Kosten senkt. Eine weitere Erleichterung schaffen die nach außen geführten Schmierstellen. Darüber hinaus wurde im Hygenic Design zugelegt. Der Maschinenständer wurde überarbeitet, die druckseitigen Schneckenlager sind mit einer CIP-Reinigung ausgestattet und durch die neue Zubringerwanne wurden potenzielle Toträume eliminiert und die Reinigung weiter vereinfacht.

Der neue Automatenmischwolf AE 130 M vereint bei niedriger Bauhöhe und geringem Platzbedarf drei Funktionen und erhöht damit die Flexibilität in der Produktion. Er ermöglicht das Mischen und Homogenisieren und anschließendes Wolfen über den Wolf­auslass. Dank entnehmbarem Mischwerk und großer Zubringerschnecke ist er als reiner Automatenwolf einsetzbar und kann dem Schneidsatz auch ganze Muskelstücke zuführen. Der Einsatz als reiner Mischer mit Entleerung über die separate Entleerklappe rundet die Einsatzmöglichkeiten ab. Optional kann der AE 130 M mit einem manuellen oder pneumatischen Trennsatz, der neuen Schneidtrommel und einer Hebevorrichtung für E2-Kisten ausgestattet werden.

Die Schneidtrommel von Seydelmann gewährleistet das effiziente Austrennen von Hartteilen und Fremdkörpern und ist neben den bereits vorhandenen Größen E 130 und G 160 nun auch in der Auslassgröße U 200 lieferbar. Das System arbeitet berührungsfrei und daher ohne Metallabrieb. Die Standzeit liegt deutlich über der von Weichseparatoren oder den üblichen Wolfschneidsätzen.

Für Feinkostsalate, marinierte Steaks, Chicken Wings und Pulled Pork ist ein schonendes und gleichmäßiges Mischen, Tumbeln und Marinieren wichtig. Beim Normwagentumbler dient der Normwagen, der mit den zu vermischenden Produkten befüllt ist, als Mischbehälter. Eine Beladung und Entleerung der Maschine, wie bei konventionellen Mischern oder Tumblern, entfällt. Dadurch sind schnelle Produktwechsel möglich und Produktverluste werden minimiert. Je nach Ausführung wird durch Horizontal- oder Kreuzrotation gemischt – wenn gewünscht auch unter Vakuum. Eine einfache Bedienung und eine leicht verständliche Steuerung verringern den Personalaufwand: nur eine Person ist für den Betrieb der Maschine notwendig. Hohe Bediensicherheit wird durch die Schutzeinzäunung mit abgefragter Sicherheitstür und die seitlich positionierte und feuchtigkeitsgeschützte Elektronik sichergestellt.

Die Vakuum-Koch-Kutter wurden ebenfalls überarbeitet. So ist zum Beispiel die Dichtung im Deckel zur Abdichtung der Schüssel nun entnehmbar und stellt sich selbst nach. Die Zuleitungen und Düsen der Schüsselheizung/-kühlung werden vollständig in Edelstahl ausgeführt. Der Maschinenständer wird nun mit Überdruck belüftet, um das Eindringen von Stäuben oder Feuchtigkeit auszuschließen. Die Industriekutter K 206 und K 556 werden ebenfalls als neue Maschinengeneration vorgestellt.

Neu ist auch die Steuerung Auto-­Command 500, die nun bei allen Handwerkskuttern Standard ist. Sie ermöglicht neben dem manuellen Betrieb auch eine automatische Programmsteuerung unterschiedlicher Rezepturen. Die robuste Ausführung in Schutzklasse IP 69K erlaubt die einfache und gründliche Reinigung. Das Anlegen der Rezepte erfolgt via Touchscreen, die Programmauswahl und der Programmstart weiterhin über die Kniehebelschalter an der Maschine.

Berührungslose Sauerstoffmessung

Das Sauerstoffmesssystem OxyScan-inline arbeitet berührungslos direkt an der Verpackungslinie. ELS

Als Spezialist für Etikettier- und Drucksysteme verschiedenster Art präsentiert sich die ELS – European Labelling System GmbH, Werther, in Frankfurt. Das Produktportfolio des Unternehmens reicht von elektrischen Etikettiermaschinen zum einfachen Verarbeiten von Haftetiketten über kompakte Halbautomaten bis hin zu vollautomatischen Etikettiersystemen. Als Ergänzung des Fertigungsprogramms zeigt die ostwestfälische Firma in Frankfurt erstmals ihr neuentwickeltes System OxyScan-inline zur exakten Messung des Restsauerstoffgehalts in MAP-Verpackungen.

Dementspechend bieten Thermoformer, Traysealer und Schlauchbeutelmaschinen optimale Einsatzmöglichkeiten für das innovative System. Laut Hersteller sind seine signifikanten Merkmale, dass es – als Alternative zur herkömmlichen Stichprobenprüfung - berührungslos und somit zerstörungsfrei arbeitet und dies inline direkt an der Verpackungsanlage ohne Verringerung der Linienleistung. Die Bandgeschwindigkeit darf dabei bis zu 84 m pro Minute betragen. Neben der eigentlichen OxyScan-Messeinheit ist das ELS EF-Gerät zur Platzierung spezieller Sensor-Etiketten auf die Innenseite der Verpackungsfolie die zentrale Hardware-Komponente des Systems.

Das Messverfahren nutzt die fluoreszierenden Eigenschaften eines Farbstoffs auf dem Etikett. Der Sensor belichtet das Etikett mit einer bestimmten Wellenlänge. Abhängig von der Sauerstoffkonzentration in der MAP-Verpackung reflektiert der Farbstoff unterschiedlich. Das wird vom Sensor erfasst und der Sauerstoffgehalt wird mit dieser Information genau errechnet. Der Wert wird sowohl angezeigt als auch protokolliert. Zudem werden Verpackungsundichtigkeiten erkannt.

Die Sensor-Etiketten entsprechen allen relevanten EU-Vorschriften für Materialien mit direktem Lebensmittelkontakt und haben ebenfalls die FDA-Zulassung. Von jeder Etikettenrolle, die einen Außendurchmesser von circa 390 mm hat, können über 50.000 Labels zugeführt werden.

Des Weiteren wird die ELS GmbH auf der Messe über ihre diversen Druck- und Codiersysteme sowie spezifische Software zur Etikettengestaltung informieren. Außerdem werden spezielle Anlagen wie Rundum-Etikettierer für zylindrische Produkte oder etwa Sondermaschinen nach kundenspezifischen Vorgaben gebaut. Last but not least wird das neue modulare Steuerungs- und Bedienkonzept SMT vorgestellt, das speziell für die Querbahn-Etikettierer der Baureihe ELS 500 entwickelt wurde.

Neues Produktionsverfahren

Das modulare ConProSachet-System ermöglicht die Produktion pflanzenbasierter Whole Cuts wie Steaks, Filets oder Kochschinken. Handtmann
Das neue DosiersystemDS 560 P. Handtmann

Handtmann, Biberach, präsentiert neue Technologien – von der Vorbereitung über die Verarbeitung bis zum Produkthandling. Ganzheitliche Line Solutions (HLS), maßgeschneiderte Kundenlösungen von den Customized Solutions (HCS) sowie flankierende Digital Solutions (HDS) runden das Messeangebot ab.

Das modulare ConProSachet-System ermöglicht die Produktion pflanzenbasierter Whole Cuts wie Steaks, Filets oder Kochschinken – ideal für Hersteller veganer Lebensmittel und Fleischbetriebe mit zusätzlicher Fleischersatzproduktion. Die Produktionsleistung beträgt bis zu 1.000 Kilogramm pro Stunde. Damit eignet sich das Verfahren für mittlere und industrielle Betriebe. Die Lösung besteht aus zwei Vakuumfüllmaschinen zum separaten Pumpen der Fleisch- und Fettersatzmasse, einem Füllstromteiler FST 544, der Form- und Marmorierungseinheit FME 570 sowie einer Portioniereinheit GMD 99-2 oder GMD 99-3 zur Portionierung des koextrudierten Produktstrangs. Das Verhältnis zwischen Fett- und Fleischersatzmasse wird an einem der beiden synchronisierten Vakuumfüller eingestellt. Die Form- und Marmorierungseinheit FME 570 erzeugt in zwei Stufen eine unregelmäßige Feinmarmorierung sowie eine definierte Grobstrukturierung an Fett. Das Förder- und Koextrusionsprinzip sorgt für eine schonende Verarbeitung auch bei Verwendung von stückigen und faserhaltigen Ausgangsmassen (Fleischphase) sowie Ausgangsmassen in unterschiedlichen Viskositäten. Individuelle Produktformen und Schnittbilder, die Definition der Fetteinlagerungen im Produkt, die flexible Einstellung der gewünschten Grobstrukturierung, die asymmetrische und einstellbare Feinmarmorierung sowie eine gezielte Verwirbelung sorgen für eine konstante Optik. Folgeprozesse, wie Formen und Schneiden, Klippen, Kochen, Räuchern und mehr sind möglich. Die Module können auch nur zur Feinmarmorierung von Filets oder Kochschinken, zur Grobstrukturierung von Bacon, als Kombination für Steaks oder für veganes Hack zum Einsatz kommen. Für Kochschinken kann alternativ zur Portioniereinheit eine Klippmaschine angeschlossen werden.

Eine weitere Neuheit ist eine Dosierlösung für präzise Produktionsprozesse in Kombination mit dem Dosiersystem DS 560 P. Das Zuführband ZB 391 wurde speziell für die Automatisierung und Optimierung von Dosierprozessen mit dem DS 560 P entwickelt. Es bietet die Aufnahme und präzise Positionierung von Gebinden, wie Dosen, Bechern und Gläsern, unter dem Dosiersystem. Die Gesamtlösung ermöglicht mittelständischen und industriellen Betrieben in den Bereichen Wurst- und Fleischwaren, Tiernahrung sowie Feinkost die effiziente Verarbeitung von pastösen und stückigen Massen sowie flüssigen Produkten mit Einlagen. Typische Anwendungen sind Corned Beef, Luncheon Meat, Pate, BARF, Suppen und Sauerkraut in Dosen. Die kurzen Verfahrstrecken erlauben die gleichzeitige Befüllung von bis zu acht Gebinden. Unterschiedliche Gebindeformen, -größen und -materialien werden prozesssicher gehandhabt, wie rund, eckig und oval, was die nötige Flexibilität für wechselnde Produktionsanforderungen bietet.

Meisterkurse und „Gourmetsafari“

Am Messestand zu gewinnen: ein Bildungsgutschein für einen Wunschkurs. 1.BFS

Die 1. Bayerische Fleischerschule Landshut (1. BFS) bereitet sich intensiv auf die IFFA 2025 in Frankfurt vor. Neben etablierten Formaten wie dem Abend des Absolventenverbands und einem Gewinnspiel für einen Wunschkurs stellt die Bildungseinrichtung zwei Neuheiten vor.

Am Stand bietet die Fleischerschule täglich Gelegenheit zum internationalen Austausch und zur fachlichen Beratung. Seit 1928 kommen Teilnehmer aus aller Welt nach Landshut, um sich weiterzubilden und berufliche Netzwerke zu knüpfen. Ein Beispiel ist Paul Wanner aus Venezuela, der auch in diesem Jahr wieder seine in Landshut hergestellten Produkte bei den Qualitätswettbewerben der IFFA einreicht.

Der Messestand informiert über klassische Bildungsangebote wie Meisterkurse und Sommelierausbildungen für den deutschsprachigen Raum sowie maßgeschneiderte Programme für internationale Teilnehmer. Am Samstagabend lädt der Absolventenverband zum Messestammtisch ein.

Neu vorgestellt wird die fünfte „Gourmetsafari“, die nach Südkorea führt. Die sechstägige Fachreise kombiniert den Besuch von Erzeugern hochwertiger Fleischprodukte mit kulturellen Programmpunkten in Städten wie Seoul. Ein Highlight ist der Abstecher zur 2018 eröffneten „1. Koreanischen Bayerischen Fleischerschule“. Anmeldungen zur Reise sind direkt am Messestand möglich.

Zudem präsentiert die Fleischerschule ein neues Booklet für Sommeliers, das in Zusammenarbeit mit Sensorik-Experte Prof. DI Manfred Winkler entwickelt wurde. Winkler wird am Montag am Messestand sein und auf Wunsch Exemplare signieren. Das Booklet ist dort erhältlich.

Kooperation für optimierte Hygienelösungen

Die InnovationX Produkte von PHT, hier die Eingangskontrolle Entryx, sorgen für maximale Hygiene durch durchdachte Details. PHT

Mit der Hygiene Alliance haben die Familienunternehmen PHT, Bad Tölz, und Elpress, Boxmeer/Niederlande, eine Partnerschaft gegründet, um ihre Kompetenzen zu bündeln. Ziel ist es, Lebensmittelbetrieben und anderen hygienesensiblen Branchen ein erweitertes Produktportfolio sowie optimierte Service- und Produktionsprozesse anzubieten.

Auf der IFFA 2025 in Frankfurt stellen PHT und Elpress ihre Zusammenarbeit erstmals einer breiten Öffentlichkeit vor. Beide Unternehmen setzen langfristig auf die Kooperation, um ihre jeweiligen Stärken zu nutzen und weiterzuentwickeln. Die bereits geregelte Nachfolge in beiden Unternehmen sichert die strategische Ausrichtung der Hygiene Alliance.

Durch die Zusammenarbeit profitieren Kunden von einem umfassenderen Angebot an Hygienelösungen. Die optimierte Einkaufs- und Produktionsstruktur ermöglicht effizientere Abläufe und ein verbessertes Preis-Leistungs-Verhältnis.

PHT bringt mehr als 27 Jahre Erfahrung in der Hygienetechnik ein und bietet integrierte Konzepte, die von der Personalhygiene bis zur Produktionsreinigung reichen. Mit der Eigenmarke InnovationX entwickelt das Unternehmen praxisnahe Hygienetechnik, darunter Zutrittskontrollen (EntryX), Handwaschstationen (WashX) und Sohlenreinigung (HeliX). Die Eingangskontrolle EntryX mit Seifen- oder Desinfektionsmittelausgabe sorgt für maximale Sicherheit mit Details wie manipulationssichere Positionierung der Düsen. Eine individuell einstellbare Eingriff-Positionierung sorgt zusätzlich für ergonomisches Handling. Wie bei allen InnovationX Anlagen wird auch hier Servicefreundlichkeit großgeschrieben.

Die Kooperation verbessert nicht nur die Produktverfügbarkeit, sondern auch die Servicekoordination. Kunden profitieren von schneller Betreuung und einem internationalen Netzwerk für Hygienelösungen.

Tierische Nebenprodukte veredeln

Die Firma Lauber GmbH, Alfdorf, bietet seit über 60 Jahren neben der Herstellung von Holztrocknungsanlagen in verschiedensten Anwendungsbereichen des Trocknens, Temperns, Klimatisieren und Hygienisieren eine innovative technische Lösung zur Veredelung tierischer Nebenprodukte der Kategorie 3. Dabei liefert das Unternehmen auf individuelle Problemstellungen zugeschnittene Konzepte für 1 bis 1000 m³ Kammervolumen.

Dazu zählen Anlagen für das Trocknen und Temperieren diverser Kunststoffe sowie zur Hygienisierung und Trocknung von Tiernahrungsmitteln, Futtermittelausgangsstoffen, Maden und landwirtschaftlichen Erzeugnissen.

Heute und seit vielen Jahrzehnten sind laut Unternehmensangaben weltweit über 6.000 Trocknungs- und Klimakammern zuverlässig und wirtschaftlich im Einsatz. Mit einer Trockenkammer der Firma Lauber können Anwender die Wertschöpfung ihres Betriebs durch die Veredelung von tierischen Nebenprodukten steigern.

IFFA 2025: Das Eventprogramm

Neben den Innovationen der Aussteller bietet die IFFA ein fachliches Rahmenprogramm, das die Top-Themen von allen Seiten beleuchtet. Dabei arbeitet die Messe Frankfurt eng mit ihren Partnern zusammen: dem VDMA, dem Deutschen Fleischer-Verband, sowie aus dem Bereich der neuen Proteine mit Balpro, Proveg und dem Good Food Institute Europe.

In der IFFA Kitchen gibt es ein spannendes Diskussionsprogramm, kombiniert mit Live-Demonstrationen und Show-Cooking. Und die IFFA Factory wird beispielhafte Lösungen für den Fachkräftemangel in der Produktion präsentieren. Die kuratierten IFFA Discovery Tours helfen beim Entdecken und Einordnen der vielen Neuheiten, die die Aussteller zur Messe mitbringen – sie orientieren sich inhaltlich an den IFFA Worlds.

Ein weiteres Highlight im Rahmenprogramm sind die Qualitätswettbewerbe des Deutschen Fleischer-Verbands, der traditionelle Handwerkskunst in Vollendung präsentiert.

Maschinenmesser und Klingen

Industriemesser sind für den Proteinsektor von entscheidender Bedeutung, da sie Effizienz, Ausbeute, Kosten und Abfall beeinflussen. TGW

TGW International, Wilder/USA, präsentiert auf der IFFA 2025 präzise Industriemesser und Verarbeitungs-Klingen für die Lebensmittelverarbeitung und flexible Verpackungsanwendungen. Effiziente Klingen sind im Proteinsektor entscheidend, da sie Ausbeute, Kosten, Abfall und die Gesamtleistung der Verarbeitungsanlagen beeinflussen.

Das Unternehmen bietet nicht nur hochwertige Klingen, sondern entwickelt gemeinsam mit seinen Kunden innovative Lösungen für Maschinen der nächsten Generation. Durch enge Zusammenarbeit mit der Industrie stellt TGW sicher, dass die Schneidlösungen höchste Effizienz und gleichbleibende Ergebnisse liefern.

Das Produktportfolio umfasst Klingen für die gesamte Proteinerzeugung – von Fleisch und Geflügel bis zu Meeresfrüchten und Haustierfutter. Sie werden in vielfältigen Anwendungen eingesetzt, darunter Portionieren, Schneiden, Enthäuten sowie Extrusions- und Verpackungsprozesse für vertikale und horizontale Verpackungssysteme.

Fix aufgespießt

Der Skewer System 2040 fertigt bis zu 2.040 Grillspieße pro Stunde und macht Betriebe unabhängiger von Fachkräften oder externen Zulieferern. Miveg

Mit dem Skewer System 2040 präsentiert Miveg, Röttenbach, eine kompakte Lösung für den einfachen Einstieg in die automatisierte Spießproduktion. Die Maschine fertigt bis zu 2.040 Grillspieße pro Stunde und macht Betriebe unabhängiger von Fachkräften oder externen Zulieferern.

Besonderer Vorteil: Das System benötigt nur ein bis vier Mitarbeitende und verarbeitet zwei verschiedene Produktarten parallel – ganz ohne Umbauten oder Zusatzinvestitionen. Es vereint die bewährte Technologie der Hochleistungs-Spießmaschinen 4080 und 7200, wurde jedoch speziell für die Anforderungen des Handwerks optimiert. Damit können auch kleinere Betriebe effizient und wirtschaftlich produzieren – selbst bei niedrigen Stückzahlen.

Dank kompakter Bauweise und Mobilität lässt sich die Maschine problemlos in bestehende Produktionsräume integrieren. Sie erleichtert den Umstieg von Handarbeit auf maschinelle Fertigung und bietet maximale Flexibilität für Metzgereien und Fleischereien, die ihre Prozesse optimieren möchten.

Neue Apps erleichtern den Arbeitsalltag

Mit der QS-App lassen sich Raumdaten erfassen, protokollieren und speichern. Winweb

Winweb Informationstechnologie, Aldenhoven, zeigt neue Apps, die in jedem modernen Browser und auf jedem mobilen Gerät funktionieren. Die Apps werden über einen Link oder eine Web-Adresse aufgerufen. Eine Registrierung bei Apple, Google und Co. ist nicht nötig, weil die Benutzer und Berechtigungen über die Benutzerverwaltung gesteuert werden.

Die neue Verwaltungs-App greift direkt aus winweb-food auf die Kontaktdaten von Kunden, Lieferanten und Geschäftspartnern zu. Telefonate führen und E-Mails versenden ist direkt aus der App möglich. Belege und kunden- und lieferantenbezogene Aktivitäten können jederzeit abgerufen werden.

Auch die Leergut-App vereinfacht die Arbeitsweise. Der Fahrer, der beispielsweise E2-Kisten ausliefert, lädt die Belege auf sein Handy, markiert beim Kunden die Kisten als „geliefert“ und lässt die Übergabe auf der App unterschreiben. Sind Kisten beschädigt oder verschmutzt, werden Fotos gemacht und ein Text eingegeben. Zurückgenommenes Leergut wird ebenfalls vermerkt. Beim Speichern werden die Daten in Echtzeit in winweb-food übernommen und die Unterschrift angehängt. Lieferscheine aus Papier sind auf diese Weise überflüssig.

Die Winweb-QS-App für die be­triebs­interne Qualitätssicherung unterstützt bei Prüfungen und Rundgängen: Die Daten werden in den zu prüfenden Räumen erfasst, die Ergebnisse protokolliert und gespeichert. Dabei kann die App auch in Bereichen ohne Internet wie im Kühlhaus genutzt werden, da alles gespeichert wird. Besteht eine Verbindung zum Netz, wird synchronisiert. Eine nachträgliche Erfassung ist nicht nötig, Ausdruck und Ablage der Prüfverfahren, Ergebnisse und Berichte auf Papier gehören der Vergangenheit an.

Produktivität im Fokus

Auf der IFFA 2025 stellt Fortifi Food Solutions produktivitätssteigernde Technologien verschiedener Marken in den Mittelpunkt des Messeauftritts. Fortifi Food Solutions

Sieben Unternehmen globaler Marken der einheitlichen Plattform Fortifi Food Processing Solutions (Fortifi), darunter Bettcher, Frontmatec, Lima und Reich wollen auf der IFFA die Produktivität in den Fokus stellen. Vertreter der Unternehmen werden auf der Messe Lösungen für Lebensmittelverarbeitung und Automatisierung präsentieren.

Bettcher entwickelt hochwertige Präzisionswerkzeuge zum Entschwarten und Trimmen, darunter den mobilen Cyclone Skinner für weniger Ermüdungserscheinungen, mehr Produktivität und einfachere ergonomische Arbeitsbedingungen. Besuchern wird außerdem der Quantum Flex TrimVac vorgestellt, der Schneiden und Absaugen kombiniert, um die Entfernung spezifischer Risikomaterialien in der Rindfleischverarbeitung zu erleichtern. Darüber hinaus wird der Whizard Versa Trimmer präsentiert – ein robustes  Werkzeug mit einem ergonomischen Twist-N-Go-Kopf, einer leicht zu wartenden Schnellwechsel-Klingen-Technologie und einer Mehrgeschwindigkeitsoption.

Die Automatisierungslösungen von Frontmatec zielen darauf, den Ertrag und die Produktqualität in der Rotfleischverarbeitung zu maximieren. Das sollen fortschrittliche Steuerungen, Software und fundiertes Branchenwissen gewährleisten. Die Gruppe bietet Lösungen für die gesamte Wertschöpfungskette – von der Anlieferung über die Schlachtkörperklassifizierung bis hin zur Zerlegung. Zudem stellt Frontmatec Steuerungssysteme, MES-Software, Hygienesysteme, Betäubungswerkzeuge sowie Logistik- und Verpackungssysteme bereit.

Auf der IFFA zeigt Frontmatec Robotertechnologie, die Bildverarbeitungssysteme und KI kombiniert, um alle Prozesse, die Produktqualität und den Ertrag zu optimieren. Darüber hinaus stellt das Unternehmen seine ITEC-Hygienelösungen für Profis und Personal, die kartuschenbetriebenen Bolzenschussgeräte von Accles & Shelvoke, maßgeschneiderte Anlagen und Maschinen für die Rotfleischverarbeitung von Asuan sowie den Aftermarket-Service und Support für ehemalige Kunden von BANSS-Schlacht- und Fleischverarbeitungssystemen vor.

In Frankfurt wird Frontmatec mit zwei Partnern auftreten: Das Danish Meat Research Institute (DMRI) stellt technologische Innovationen für die internationale Fleischverarbeitungsindustrie vor. Dazu gehört das DMRI Predict Tool, das mithilfe fortschrittlicher Analytik die Lebensmittelsicherheit erhöht, sowie KI- und kamerabasierte Überwachungssysteme für eine intelligentere Produktion. Der andere Partner ist Völur, Anbieter von KI-gestützten Lösungen für Sortierung, Termin- und Produktionsplanung.

Lima ist ein weltweit agierender Anbieter von mechanischer Trenntechnologie für die Geflügel-, Rotfleisch- und Fischindustrie. Die robusten Maschinen trennen harte von weichen Materialien und umfassen Fleisch-­Knochen-­­­­­­­­­Separatoren, Entbeiner sowie Wolf-Entsehner. Auf der IFFA wird der RM 2000 S vorgestellt, ein leistungsstarker Fleisch-­Knochen-Separator für die Geflügelindustrie. Diese Maschine verarbeitet mechanisch getrenntes Hähnchen- oder Putenfleisch mit minimalem Temperaturanstieg. Ebenfalls gezeigt wird der RM 700 DSPM, ein speziell entwickelter Entbeiner für harte Knochen von Schwein und Lamm. Zudem präsentiert das Unternehmen den RM 180 GDM Grinder-Desi­newer, eine Maschine, die Geflügel-, Rind- und Schweinefleisch sowie Abschnitte verarbeitet, indem sie Knochenstücke, Knorpel und harte Bindegewebe entfernt, um die Qualität von gewolftem und entsehntem Fleisch zu verbessern.

Reich ist als eines der ältesten Unternehmen Deutschlands auf dem Gebiet der Thermoprozessanlagen für Lebensmittel weltweit in dieser Branche bekannt. Es bietet Lösungen für die thermische Behandlung von Fleisch- und Wurstwaren, Fisch, Geflügel, Käse, Fertiggerichten, veganen und vegetarischen Produkten sowie Heimtierfutter. Als zuverlässiger und kompetenter Partner der Lebensmittelindustrie will Reich mit kompromissloser Qualität in Verbindung mit maximaler Leistung und Effizienz überzeugen. Um diesen Standard zu gewährleisten, setzt das Unternehmen auf kontinuierliches Lernen und ständige Verbesserung. Auf der IFFA präsentiert das Unternehmen Verarbeitungslösungen, die auf Effizienz, Flexibilität und Anpassungsfähigkeit zielen. Die Messebesucher erhalten einen Einblick in die Zukunft der thermischen Lebensmittelverarbeitung und erleben wegweisende Technologien, die Lebensmittelherstellern helfen, in einem dynamischen Markt wettbewerbsfähig zu bleiben.

Reifeschrank mit Rundum-Verglasung

Auf dem Messestand erfährt man, wie sich Dry Aging nahtlos in den eigenen Betrieb integrieren lässt – für mehr Wirtschaftlichkeit, stärkere Kundenbindung und einen klaren Wettbewerbsvorteil. Landig + Lava

Auf der Messe zeigt Landig + Lava, Bad Saulgau, den Dry Ager Vision 360° – einen Reifeschrank mit Rundum-Verglasung. Die transparente Konstruktion bietet einen freien Blick auf das Reifeprodukt und verbindet moderne Technologie mit ansprechendem Design.

Dry Ager Reifeschränke stehen für Qualität und Wirtschaftlichkeit. Ihre effiziente Reifetechnologie sorgt dafür, dass sich die Geräte im professionellen Einsatz bereits nach wenigen Monaten amortisieren. Danach steigert der Reifeschrank den Produktwert und erhöht die Gewinnmarge – ein klarer Vorteil für Betriebe, die auf veredeltes Fleisch setzen.

Mit der SmartAging-Technologie lassen sich Fleisch, Schinken, Wurst, Fisch, Käse oder alternative Proteine unter optimalen Bedingungen reifen – einfach per Knopfdruck. Das erleichtert den Einstieg ins Dry Aging und eröffnet neue Möglichkeiten für Handwerksbetriebe, den Lebensmitteleinzelhandel und die Gastronomie.

Für Betriebe mit hohem Bedarf bietet Landig + Lava leistungsstarke Reifeaggregate. Diese Systeme verwandeln Kühlhäuser in maßgeschneiderte Reifekammern und ermöglichen maximale Kontrolle über den Reifeprozess.

Neben den neuesten Produkten bietet Landig + Lava auf der IFFA 2025 wertvolle Einblicke ins Dry Aging. Besucher können sich direkt mit Experten austauschen und individuelle Beratung erhalten. Wer sich tiefer mit dem Thema befassen möchte, findet in der Dry Aging Bibel fundierte Informationen zur Fleischreifung und deren wissenschaftlichen Grundlagen.

Reiniger fürs Grobe

Den Betriebsstatus des hybriden Dampfreinigers SteamCommander zeigt eine Signalleuchte an. Enrico Coletto/beam

Fleisch- und Wurstwarenhersteller können ihre Produktionsflächen jetzt noch effizienter reinigen. Wie das geht, zeigt beam, Altenstadt, auf der Messe in Frankfurt mit seinen Hochleistungs-Dampfreinigungssystemen für die Lebensmittelindustrie – darunter die Neuheit SteamCommander.

Mit 18 kW Leistung, bis zu 184 °C Dampftemperatur und 10 bar Druck entfernt der SteamCommander selbst hartnäckige Rückstände. Entwickelt für industrielle Anwendungen, eignet er sich zur Reinigung von Geräten, Oberflächen und Räumen. Er verfügt über einen Festwasseranschluss und einen 20-Liter-Frischwassertank und kann sowohl stationär im Dauerbetrieb als auch mobil eingesetzt werden. Als erster Dampfreiniger seiner Klasse lässt er sich mit verschiedenen Industriesaugern kombinieren.

Eine Trennung von Dampfeinheit und Elektronikeinheit erhöht die Ausfallsicherheit, während das Fast-Change-­Modulsystem schnelle Wartung ermöglicht. Ein Signalsäulenlicht zeigt den Betriebsstatus an und warnt bei Problemen wie unterbrochener Frischwasserzufuhr.

Auch die HACCP-zertifizierten Dampfsaugsysteme der Blue-Evolution-Serie werden präsentiert. Diese kombinieren Dampfreinigung und Absaugung in einem Schritt, sodass Oberflächen schnell wieder trocken sind. Sie sparen bis zu 93 Prozent Wasser, kommen ohne Chemie aus und eignen sich für Maschinen, Böden, Förderbänder sowie empfindliche Komponenten wie Be­dien­elemente oder Verdampfer.

Mit speziellen Aufsätzen erreichen die Geräte selbst verwinkelte Ecken und erleichtern die Reinigung sämtlicher Produktionsbereiche.

Effizienter verarbeiten und verpacken

Der Messeauftritt von Multivac steht unter dem Motto #Think connected. Multivac

Multivac, Wolfertschwenden, präsentiert auf der IFFA Maschinen und Lösungen für die Verarbeitung und Verpackung von Frischfleisch, Fleischwaren und alternativen Proteinen. Im Fokus stehen Effizienzsteigerung, Personaleinsparung und nachhaltige Verpackungskonzepte – für Handwerksbetriebe ebenso wie für die Industrie.

Auf dem Messestand zeigt das Unternehmen unter anderem eine vollautomatisierte Portionier- und Verpackungslinie, die mit bis zu 70 Prozent weniger Personal auskommt. Auch die Flexibilität der Systeme wird demonstriert: So lassen sich bis zu 97 verschiedene Artikel auf einer einzigen Linie verarbeiten oder ein Artikelwechsel im laufenden Betrieb mit minimalem Stillstand realisieren.

Für eine einfache und sichere Bedienung setzt Multivac auf einheitliche, intuitive Benutzeroberflächen. Mit der Multivac Line Control können Bedienlaufwege in einer Produktionslinie um bis zu 80 Prozent reduziert werden.

Ein weiteres Schwerpunktthema ist die Recyclingfähigkeit von Verpackungen. Experten beraten am Stand zu recyclingfähigen Packstoffen, optimiertem Verpackungsdesign und nachhaltigen Produktionsprozessen. Durch angepasste Materialien und Prozesse lässt sich die Recyclingfähigkeit von Verpackungen um bis zu 95 Prozent erhöhen.

Ein Highlight erwartet Besucher im Slicer-Zelt im Außenbereich der Halle 12: Dort sind die Slicer im Live-Betrieb zu sehen – mit hoher Leistung und einfacher Handhabung.

Nachhaltig Verpacken

Der neue Vakuumbeutel monoLine lässt sich als PE-Einstofflösung bestens recyceln. allfo

Unter dem Motto „Recycle, Reduce, Replace“ präsentieren allfo und allvac, Waltenhofen, Lösungen für nachhaltige Verpackungen. Im Mittelpunkt stehen drei neue Monomaterial-Optionen: monoLine, der PE-Einstoff-Vakuumbeutel von allfo, sowie die Folien monoFlex T und monoFlex O von allvac. Zudem stellt allvac mit allflex ER eine bis zu 97 Prozent recyclingfähige Hochbarrierefolie vor.

Der monoLine Vakuumbeutel besteht aus MDO-PE-Folie mit weniger als fünf Prozent EVOH und ist als Monomaterial-Lösung optimal recycelbar. Er bietet hohe Barriereeigenschaften für maximalen Produktschutz und sorgt für eine lange Haltbarkeit von Lebensmitteln. Zudem überzeugt er durch Reißfestigkeit, Flexibilität und gute Siegelfähigkeit. Der Beutel ist für alle gängigen Vakuumkammermaschinen geeignet. Eine weitere ressourcenschonende Lösung ist ecoLine, ein PA/PE-Vakuumbeutel mit reduzierter Materialstärke. Anstelle der üblichen 90 µm kommt er mit nur 50 µm aus und spart so 45 Prozent Material ein. Er ist als Schlauch- und Siegelrandbeutel verfügbar.

Mit monoFlex T und monoFlex O erweitert allvac sein Sortiment um zwei Monomaterial-Folien auf Polyolefinbasis. Während sich die monoFlex T als tiefziehbare Unterfolie eignet, kann die monoFlex O als Deckelfolie und für vertikale oder horizontale Schlauchbeutelanlagen genutzt werden. Sie dient zudem zur Herstellung von Siegelrandbeuteln und kann im Zwischenlagendruck veredelt werden.

Ein weiteres Highlight ist die allflex ER Folie, eine PA/EVOH/PE-Mehrschichtfolie mit einer Recyclingfähigkeit von bis zu 97 Prozent. Sie bietet optimalen Produktschutz für Rindfleisch und Wurstwaren und verlängert dank EVOH-Hochbarriere die Haltbarkeit der Lebensmittel.

Mit der allflex SR präsentiert allvac eine voll recyclingfähige Weiterentwicklung der bewährten allflex S-Folie. Sie bietet hohe Durchstoßfestigkeit, gute Formbarkeit sowie Glanz und Transparenz. Damit eignet sie sich für die Verpackung von Fleisch- und Wurstwaren ebenso wie für vegane Alternativen und Convenience-Produkte.

Neben diesen Neuentwicklungen zeigen allfo und allvac auf der IFFA 2025 bewährte Verpackungslösungen: allfo präsentiert Siegelrand-, Schlauch- und Standbodenbeutel sowie individuell bedruckte Vakuumbeutel. allvac stellt hochwertige PA/PE-Verbundfolien für vielfältige Anwendungen in der Fleischwirtschaft und Lebensmittelindustrie vor.

Supermarkt der Innovationen

Die A6max ermöglicht die Herstellung hochwertiger, sicherer und optisch ansprechender Verpackungen – mit einem in Bezug auf Schnelligkeit unerreichten Formatwechselkonzept. Sealpac

Im Segment Tiefziehtechnik sind die neuen Hochleistungsthermoformer der F-Serie eine vollständige Eigenentwicklung von Sealpac, Oldenburg. Die Anlagen verarbeiten unterschiedliche Materialien und sind damit besonders zukunftssicher – insbesondere im Hinblick auf die Erfüllung der PPWR. Dank digitaler Kontrolle liefern sie eine detaillierte und systematische Betriebsdatenerfassung in Echtzeit.

Die reinigungsfreundliche Konstruktion der F-Serie reduziert Stillstandzeiten und erleichtert die Wartung. Das Plug&Pack-Wechselsystem sorgt für Flexibilität und vereinfacht den Umstieg auf eine neue Anwendung. Der Austausch des Siegelwerkzeugs erfolgt nahezu werkzeuglos und mit minimalem Kraftaufwand. Dadurch wird der Umrüstprozess nicht nur beschleunigt, sondern ist auch sicherer für das Bedienpersonal

Mit der Sealpac A6max – stellvertretend für die Amax-Serie – zeigt der Maschinenbauer auf der IFFA die Herstellung nachhaltiger Verpackungslösungen. Die Traysealer-Serie ermöglicht die Herstellung hochwertiger, sicherer und optisch ansprechender Verpackungen – mit einem in Bezug auf Schnelligkeit unerreichten Formatwechselkonzept. Auf der Messe demonstriert Sealpac wie die Verarbeitung verschiedener Tray Materialien (Ultralight PP, FiberWise oder eTray) ganz ohne Werkzeugwechsel auskommt. Die Anlagen sind wartungsarm und langlebig. Die integrierte EnergyManager-Funktion optimiert den Energieverbrauch und sorgt für eine ressourcenschonende Produktion.

Die kompakte M-Flex kombiniert Präzision mit einem Rotationsprinzip und eignet sich ideal für kleine Betriebe, Caterer, Zulieferanten der Gastro­branche oder Start-ups. Mit geringem Platzbedarf verarbeitet die Anlage unterschiedliche Materialien wie Kunststoff, Aluminium oder Karton. Neben Standardlösungen lassen sich auch innovative Konzepte wie CateringMap umsetzen. Ein Sicherheitssystem überwacht zuverlässig mögliche Fehlbedienungen, wodurch sich ungewollte Betriebszustände vermeiden lassen.

Ein Highlight des Messestandes ist der Supermarkt der Innovationen. Hier präsentiert Sealpac neuartige Verpackungskonzepte aus internationalen Märkten.

Intelligente Vakuumlösungen

Die kompakten und leichten Drehschieber-Vakuumpumpen der Baureihe R5 KD lassen sich optimal in Tabletop-Verpackungsmaschinen integrieren. Busch Vacuum

Busch Vacuum Solutions, Maulburg, zeigt neben leistungsstarken Vakuumpumpen eine weitere innovative Lösung: Vacuum Diagnostics.

Dabei handelt es sich um einen Service zur ganzheitlichen Analyse von Vakuumprozessen. Experten von Busch prüfen vor Ort Vakuumsysteme, ihren Energieverbrauch und die jeweiligen Umgebungsbedingungen, um Verbesserungspotenziale zu identifizieren. Auf Basis der Ergebnisse erhalten Kunden gezielte Empfehlungen zur Optimierung von Wartungsintervallen, zur Reduzierung des Energieverbrauchs sowie der Betriebskosten und zur Erhöhung der Prozessstabilität – mit dem Ziel, die Produktivität zu steigern und effizienter zu machen.

Ergänzt durch digitale Lösungen wie OTTO – Digitale Services wird eine vorausschauende Wartung ermöglicht, die Ausfälle minimiert und die Ressourcennutzung optimiert. Das fördert eine effiziente Produktion, indem Stillstände vermieden und Wartungsmaßnahmen gezielt sowie rechtzeitig durchgeführt werden.

Ein weiteres Messe-Highlight ist die Baureihe R5 KD von Busch. Die kompakten und leichten Drehschieber-Vakuumpumpen lassen sich in Tabletop-Verpackungsmaschinen integrieren. Dort sorgen sie für effiziente Luftabsaugung und eine stabile Vakuumatmosphäre. Bei der Entwicklung wurde auf einen niedrigen Geräuschpegel, geringe Abwärme und einen reduzierten Energieverbrauch geachtet. Aufgrund ihrer Feuchtigkeitstoleranz und Korrosionsbeständigkeit eignen sich die Vakuumpumpen auch für die Verpackung feuchter Produkte wie Fleisch und Fisch. Das neue Luftentölelement reduziert die Partikelemissionen und trägt zu einer sauberen Arbeitsumgebung bei. Gleichzeitig lässt es sich bei der Wartung der Vakuumpumpe leicht austauschen.

Die Cobra DX 0950 A Plus ist eine trockene Schrauben-Vakuumpumpe, die für die hygienischen Anforderungen in der Lebensmittelverpackung und -verarbeitung ausgelegt ist. So kann sie auch in verschiedenen Anwendungen wie Pasteurisierung, Sterilisation, Gefriertrocknung und Vakuumkühlung eingesetzt werden. Die Steuerung der Vakuumpumpe optimiert die Betriebseffizienz und reduziert Energiekosten. Ihre robuste Bauweise und hohe Verträglichkeit gegenüber Dampf und Partikeln gewährleistet eine lange Lebensdauer und minimale Wartungsintervalle.

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