Auf Feinschmecker eingestellt

„Wir wollen uns klar abgrenzen vom Imbissstand“, sagt Michaela Lang. Die Metzgerei Lang in der Lindenstraße im niederbayerischen Kurort Bad Füssing ist schon seit Jahrzehnten „eine Institution“. Wobei der Begriff Metzgerei inzwischen nicht mehr ausreicht: Der Familienbetrieb firmiert als „Lang – die Feinschmeckerei“.

Die Qual der Wahl haben die Kunden an der Imbisstheke der Feinschmeckerei. - © Schrutka-Peukert

◆ Die Fläche des bisherigen Ladens hat sich mehr als verdoppelt. Die neben der Metzgerei liegenden Ladenflächen werden jetzt für den Außer-Haus-Verzehr samt Bistro und Café sowie für die eigene Bäckerei genutzt. Die Familie Lang erkannte hier ganz klar den Trend, dass immer mehr außer Haus verzehrt wird. Michaela Lang: „Wir bieten sowohl Frühstück als auch Brotzeiten und Mittagsgerichte an. Sie können aber auch den Nachmittag mit feinsten Kaffeespezialitäten und Kuchen bei uns verbringen.“ Das Team vom Ladenbauer Schrutka-Peukert hat das ganze Projekt unter anderem mit dem Schwerpunkt des optimalen Arbeitsablaufes geplant.

Die Heiße Theke wurde als Sonderfertigung über Eck geführt. „So kann jeder Zentimeter genutzt werden“, erklärt Winfried Groß, Geschäftsführer von Schrutka-Peukert. Das Wasserbad kann im Niveau reguliert werden. Es können sowohl flache als auch tiefe Schalen eingestellt werden. Das alles erfolgt einfach per Knopfdruck. Direkt am Heiße-Theken-Bereich ist eine Kasse platziert. Hier zahlen Kunden, die sich Mahlzeiten zur Mitnahme holen. Der Gast will schnell bedient werden.

Durchdacht bis ins Detail

Die Salattheke wurde so gebaut, dass die Salate in den Gastronorm-Behältern streifenweise präsentiert werden können. Die Behälter sind 16,5 × 35 cm groß und werden mit der schmalen Seite nach vorne präsentiert. Winfried Groß: „Das ist übersichtlich und hygienisch.“ Der gleiche Grundgedanke wurde auch im Servicebereich der Theke verfolgt. Ketchup- und Senfspender sind in der Thekenfläche integriert. Leicht kann sich der Gast hier nehmen, was er braucht.

Im Kassenbereich der Gastronomie ist eine Waage in die Arbeitsplatte integriert. Die Salate werden beispielsweise nach Gewicht abgerechnet. Spender für Besteck und Servietten wurden ebenfalls bei der Planung berücksichtigt – sie sind im Kassenbereich zusammen mit Regalen für Brezeln und Backwaren integriert. Der Gast hat alles übersichtlich, sauber und griffbereit vor sich. „Wenn die Gäste schnell bedient werden und sich Gäste wie auch Mitarbeiter gleich wohl fühlen, dann haben wir unsere Arbeit als Ladenbauer richtig gemacht“, sagt Winfried Groß. So sind zum Beispiel am richtigen Platz Tellerspender in die Theke eingefügt. Für Getränkekisten und Brötchenkörbe gibt es passende Regale, genauso wie für alle verschiedenen Gläser am Zapfbalken. Im Bereich der Kaffeemaschine finden ein Sahnespender sowie ein Milchkühler und ein Wärmetassenschrank Platz.

Direkt hinter dem Bereich der Gastrotheke befindet sich die Spülküche. Die Tabletts werden an zwei Stellen im Bistro-Café-Bereich gesammelt. Im Eingangsbereich ist der Stellplatz für den Geschirrwagen gleichzeitig Windfang und Abtrennung ins Bistro. Von der Spülküche gelangen die gereinigten Teller und Tabletts auf kürzestem Weg zurück in den Gastrobereich. Völlig neu präsentiert sich in der Feinschmeckerei die eigene Backwarentheke. Den ganzen Tag über wird bei Lang frisch gebacken. Hinter der Backwarentheke befindet sich die „kleine Backstube“; der Backofen ist vom Laden aus einsehbar. „Da kommt der Frischeaspekt noch besser rüber“, argumentiert Michaela Lang. Konditoreiartikel kauft die Familie Lang bei einem Konditormeister täglich frisch zu.

Der Gast hat in der Feinschmeckerei die Qual der Wahl. Wurst, Schinken, Käse mit frischer Semmel zum Frühstück, Kuchen oder etwas Warmes zum Mittagessen. Auch die Auswahl an Kaffee, Cappuccino oder einer anderen Kaffeespezialität ist riesig. Auch die hochwertige Bestuhlung passt genau zum Angebot der Feinschmeckerei. Sitzplätze an einer Bar, die sich der Theke anschließt, und hochgezogene Bänke erinnern an eine Lounge. Während im Thekenbereich der Boden gefliest ist, wurde der Sitzbereich durch einen Holzfußboden optisch abgegrenzt. „Das vermittelt eine ganz andere Atmosphäre als kalte Fliesen“, argumentiert Michaela Lang. Nochmals vergrößert wurde der Sitzbereich durch den Anbau eines Wintergartens. So kommt gleichzeitig auch viel Licht in den Raum. „Mittags sind wir immer voll besetzt“, freuen sich Michaela und Christina Lang über die Erfüllung ihrer Erwartungen. www.schrutka-peukert.de

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