Entwicklung von neuen marktgerechten Erzeugnissen, erstklassige handwerkliche Produktqualität im Sortiment und Optimierung der Produktion – das sind die passenden Antworten auf die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen, denen sich Fleischer-Fachgeschäfte stellen müssen. Leistungsfähige Fülltechnik und Portioniersysteme sind dabei ein wichtiger Baustein.
Der Strukturwandel im deutschen Fleischerhandwerk setzt sich fort: Die Zahl der Metzgereien geht seit Jahren kontinuierlich zurück. Die Ursachen für diese Entwicklung sind vielfältig und eng miteinander verknüpft. Zum einen sorgt der anhaltende Fachkräftemangel dafür, dass immer weniger junge Menschen eine Ausbildung im Metzgerhandwerk anstreben. Zum anderen verändern sich die Konsumgewohnheiten, insbesondere bei der jüngeren Generation: Der Trend zu vegetarischer und veganer Ernährung sowie der Griff zu günstigeren Produkten aus Supermärkten und Discountern erschweren es traditionellen Betrieben, am Markt zu bestehen. Hinzu kommen wirtschaftliche Herausforderungen wie steigende Energie- und Rohstoffkosten, die die Rentabilität vieler Metzgereien weiter unter Druck setzen. Dennoch gibt es Wege, um diesen Herausforderungen erfolgreich zu begegnen. Neben der Bereitschaft zu Innovation im Produktportfolio und der konsequenten Ausrichtung auf handwerkliche Qualität kommt vor allem der Optimierung der Produktion eine zentrale Bedeutung zu.
Neuer technologischer Standard
Die kontinuierliche Weiterentwicklung und Integration moderner Technologien werden als entscheidender Erfolgsfaktor zur zukunftssicheren Gestaltung von Unternehmen betrachtet, ob Handwerksbetrieb oder Industrie. Ein neuer technologischer Standard kann beispielsweise als Basis für Digitalisierungsprozesse dienen und die nahtlose Anbindung an moderne Produktions- und Warenwirtschaftssysteme ermöglichen. Dies gewinnt auch im handwerklichen Umfeld zunehmend an Bedeutung. Handwerksbetriebe, die entsprechende Systeme einsetzen, profitieren von einer effizienteren Organisation betrieblicher Abläufe. Die Investition in fortschrittliche Technologien gilt somit nicht nur als Maßnahme zur kurzfristigen Effizienzsteigerung und dem Ausgleich von Fachkräftemangel, sondern auch als strategischer Beitrag zur nachhaltigen Zukunftssicherung des Betriebes.
Der Vakuumfüllmaschine kommt als zentrales Modul in der handwerklichen Produktion eine Schlüsselrolle zu: Smarte, automatisierte Prozesse und umfassende Dokumentationsmöglichkeiten helfen Handwerksbetrieben, die Vielzahl an Gesetzen, Verordnungen und Normen auf nationaler wie europäischer Ebene zuverlässig zu erfüllen, entlasten sie im Arbeitsalltag und sichern so nachhaltig ihre Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit. Dazu zählen Industrie-4.0-Fähigkeiten wie eine moderne Steuerung und Bedieneinheit, WiFi- und Ethernet-Anschluss, Updatefähigkeit, der Zugang zu digitalen Lösungen wie Cloud-Anbindung sowie die unkomplizierte Integration ins lokale Firmennetzwerk. Weiterentwicklungen der Software können jederzeit als Update aufgespielt werden.
Flexible Produktions- und Produktstrukturen
Die flexible Verarbeitung unterschiedlichster Ausgangsmassen unter variablen Bedingungen mit nur einem System ermöglicht es Handwerksbetrieben, effizient auf veränderte Marktanforderungen zu reagieren und ihr Geschäftsmodell anforderungsgerecht weiterzuentwickeln. Der neue Vakuumfüller VF 804 S wurde fokussiert auf zukunftsorientierte Handwerksbetriebe ausgelegt – mit gewichtsgenauer Portionierung, mit Leistungs-Upgrades, digitalen Leistungsmerkmalen und hoher Konnektivität zu vielfältigen Vorsatzgeräten.
Bei Produktionsmengen von zwei bis drei Tonnen pro Woche ist die neue Füllmaschine ideal für Betriebe, die ein vielseitiges Produktportfolio mit häufigen Produktwechseln und kleinen Chargen umsetzen möchten. Dies ermöglicht ein breites Produktspektrum – von klassischen Wurstwaren und Würstchen über Convenience-Produkte für Partyservice und Mittagstisch bis hin zu Suppen, Burgern, Feinkostsalaten und Konserven. Die hochwertige Verarbeitung sorgt für erstklassige Produktqualität bei optimaler Rohstoffausnutzung.
Ein wesentliches Merkmal ist die außergewöhnliche Flexibilität der Maschine: Der schnelle Austausch kompakter Komponenten wie Blindflügel oder Vakuumverschluss erlaubt eine einfache Anpassung an unterschiedliche Produktanforderungen. Die Kompatibilität mit verschiedenen Vorsatzgeräten, wie etwa Abdrehgetriebe, Darmaufziehgerät, Darm-Haltevorrichtung sowie Dosier- und Formlösungen, bietet zusätzliche Anpassungs- und Erweiterungsmöglichkeiten.
Darüber hinaus eignet sich der VF 804 S auch für mittelständische und industrielle Betriebe, beispielsweise als „Slave-Maschine“ für die Herstellung von ConPro- oder Koex-Produkten oder für die Veredelung von Convenience-Produkten durch Zu- oder Aufdosieren vielfältiger Produktmassen. Flexibel und kompakt integriert er sich in verschiedenste Produktionskonstellationen und sichert hier zuverlässig das exakte Portionieren vielfältiger Produktmassen.
Industrietechnik fürs Fleischerhandwerk
Im Vakuumfüller VF 804 S kommt die leistungsstarke und besonders belastbare Industrietechnik der VF-800-Generation zum Einsatz. Robuste, verschleißarme Komponenten, modernste Technologien und smarte 4.0-Lösungen gewährleisten eine hohe Zuverlässigkeit im täglichen Einsatz in der Fleischerei. Dank der langlebigen Bauteile werden Verschleiß und Betriebskosten reduziert, Wartungsintervalle verlängert und der Aufwand für Kundendienst und Wartung minimiert. Das Ergebnis ist eine sichere, wirtschaftliche und ausbaufähige Produktion für Meisterbetriebe.
Die Grundtechnologie des VF 804 S umfasst einen hochpräzisen, energieeffizienten Servo-Hauptantrieb, eine leistungsstarke 16-m³-Vakuumpumpe sowie ein intelligentes Vakuummanagement für eine zuverlässige Produktzuführung. Die Maschine bietet einen Fülldruck bis zu 25 bar in der Ausführung S2 und bis zu 35 bar in der Ausführung S3. Die Füllleistung ist skalierbar bis zu 2.000 kg pro Stunde in der S2-Version bzw. bis zu 3.000 kg pro Stunde in der S3-Version. Der teilbare Fülltrichter ermöglicht die flexible und chargenspezifische Befüllung und bietet mit 40/100 l zusätzliche Kapazitätsreserven.
Neben der Erweiterung des Leistungsbereichs in Bezug auf Füllleistung und Fülldruck durch das Handtmann-Funktions-Modul (HFM) ermöglicht diese Lösung auch die flexible Aktivierung zusätzlicher Funktionen, wie beispielsweise der Druckregelung. Das flexible Konzept zur bedarfsgerechten Erweiterung bestehender Technik um weitere Funktionen und Leistungsmerkmale trägt maßgeblich zu einer zukunftssicheren und anpassungsfähigen Produktion bei.
Intelligentes Vakuumsystem und Zuführung
Die Grundlage für die präzise Gewichtskontrolle bei der Portionierung ist die korrekte Zuführung zum Förderwerk. Nur vollständig befüllte Kammern des Flügelzellenförderwerks ermöglichen exakte Gewichtsergebnisse. Das leistungsstarke Vakuumsystem der VF-800-Vakuumfüllergeneration sorgt dafür, dass auch zähe, hochviskose Produkte bei hoher Ausstoßleistung zuverlässig und schonend eingesaugt werden. Abhängig von der Produktkonsistenz unterstützen dabei die Zubringer- und Gegenhaltekurve mechanisch. Der patentierte Vakuumansatz über die Seitenscheibe gewährleistet dabei eine hohe Funktionssicherheit und ein luftfreies Füllen.
Das intelligente Vakuumsystem ist robust und leistungsstark und sichert damit in Verbindung mit der Einlassgeometrie des Förderwerks eine zuverlässige und schonende Zuführung, auch bei anspruchsvollen Produkten. Die Vakuumhöhe lässt sich nicht nur im Bereich von 50 – 100 Prozent einstellen, sondern auch im Bereich von 0 – 50 Prozent, was bei der Verarbeitung empfindlicher und gezielt lufthaltiger Produkte für ein einwandfreies Produktbild sorgt. Der VF 804 S Vakuumfüller ist mit detektierbaren Abstreifern für weiche und feste Produkte ausgestattet. Das exakte Zusammenspiel aus strömungsoptimierten Komponenten wie Zuflusstrichter, Zubringerkurve und Förderwerk stellt geringe Restmengen und hohe Flexibilität sicher. In Verbindung mit dem optionalen Füllstandsensor wird das unbeabsichtigte Leerfüllen der Maschine verhindert.
Flügelzellenförderwerk für exakte Portionen
Das Förderwerk in den VF 800 Vakuumfüllmaschinen – und so auch im VF 804 S – besteht im Wesentlichen aus einem starren Pumpengehäuse mit aufgesetzter Seitenscheibe, die am schwenkbaren Trichter befestigt ist, und einem herausnehmbaren Rotor mit Pumpenflügeln und Spannexzenter. Im Pumpengehäuse befindet sich der angetriebene Rotor mit entsprechender Anzahl an Schlitzen (beim Vakuumfüller VF 804 S ist ein Pumpenrotor mit zehn Schlitzen Standard, wobei für spezifische Anwendungen sogenannte Blindflügel oder ein Pumpenrotor mit acht oder auch mit vier Schlitzen – etwa für Schinken – zum Einsatz kommen können, in denen Pumpenflügel bei geschlossener Maschine, abgestützt durch den Spannexzenter, sogenannte Kammern oder Zellen mit definierten Volumina bilden. Eingeleitet durch die Rotorbewegung beim Start der Maschine, bewegen sich die Kammern im Uhrzeigersinn Richtung Förderwerksauslauf und sorgen somit für einen definierten Volumenstrom. Bei der Portionierung wird der Rotationswinkel berechnet, den der Rotor drehen muss, um die gewünschte Portion auszustoßen.
Die maximale Befüllung der Kammern allein reicht jedoch nicht aus, um einen Prozess mit hoher Portioniergenauigkeit zu gewährleisten. Vor allem Druckunterschiede, die sich beim Austritt des Füllgutes aus dem Flügelzellenförderwerk ergeben, stellen eine weitere Herausforderung hinsichtlich genauer Portionierung dar. So können vor dem Auslass des Flügelzellenförderwerks hohe Gegendrücke entstehen, vor allem dann, wenn hochviskoses Füllgut durch Abdrehtüllen oder Füllrohre mit geringen Durchmessern gefördert wird. In herkömmlichen Fördersystemen entsteht durch diese Druckunterschiede ein Effekt, der als Pulsation bezeichnet wird. Die Folge sind unkontrollierte pulsierende Bewegungen des Füllgutes im Fördersystem, die eine der Hauptursachen für Gewichtsschwankungen darstellen.
Verschleißarme Werkstoffe
Nach eigenen Angaben schafft es Handtmann durch eine ausgeklügelte Förderwerksgeometrie und Steuerung, den Pulsationseffekt bestmöglich zu kontrollieren und dadurch hochpräzise zu portionieren. Für eine dauerhaft genaue Portionierung bedarf es bei den Förderwerkselementen zudem hochbelastbarer und verschleißarmer Werkstoffe, die in kontinuierlicher Entwicklungsarbeit optimiert und auf modernsten Produktionsanlagen gefertigt werden. Ein besonderes Merkmal bei Handtmann ist der nachstellbare Spannexzenter, durch den bei Verschleiß die Position der Flügel korrigiert und dadurch bis zum Erreichen der Verschleißgrenze die Portioniergenauigkeit wiederhergestellt werden kann. Die Ausnutzung dieser Verschleißreserve minimiert Wartungskosten. Das portioniergenaue, nachstellbare Flügelzellenförderwerk des Vakuumfüllers VF 804 S mit korrosionsgeschütztem Rotor gewährleistet maximale Gewichtsgenauigkeit und minimalen Verschleiß. Es ermöglicht eine präzise Portionierung und Feineinstellung ab 0,1 g und erreicht eine Portioniergeschwindigkeit von bis zu 1.200 Portionen pro Minute.
Unterscheidungsmerkmale zu anderen Förderprinzipien
Neben dem Flügelzellenförderwerk findet in der Portioniertechnik teilweise auch das Prinzip des Schneckenförderwerks mit Doppelschnecke Anwendung. Beim Schneckenförderwerk sind zwei gegenläufige Schnecken in einem Gehäuse so angeordnet, dass sie Kammern bilden, in denen das Produkt bei Rotation der Schnecken gefördert wird. Beim Vergleich der Förderwerksprinzipien Doppelschnecke und Flügelzellen gilt es, vor allem die Unterschiede bei mechanischer Produktbelastung und Gewichtsgenauigkeit zu beleuchten. Im Flügelzellenförderwerk von Handtmann wird das Produkt nach Unternehmensangabe in der Kammer eingeschlossen und ohne Umwälzung über einen sehr kurzen Weg gefördert. Die mechanische Belastung des Produkts ist dabei aufgrund der kleinen Kontaktfläche mit bewegten Teilen und dem guten Verhältnis von Oberfläche zu Volumen der Kammern gering. Diese Kontaktflächen zwischen Produkt und bewegten Teilen sind beim Prinzip der Schneckenförderung durch die ineinanderlaufenden Schnecken um ein Vielfaches größer, was zu einer deutlich höheren Belastung des Produkts durch Reibung führen kann.
Hinsichtlich der Gewichtsgenauigkeit spricht die erwähnte Einstellbarkeit des Förderwerks eindeutig für das Prinzip der Flügelzelle, nachdem beim Doppelschneckenprinzip die Spalte zwischen den Schnecken und dem Gehäuse nicht eingestellt werden kann. Verschleiß führt bei diesem Prinzip somit unmittelbar zu Rückströmungen im Förderwerk und damit neben Gewichtsungenauigkeiten auch zu Qualitätseinbußen. Auch bietet das Schneckensystem nicht die Funktion zur Kontrolle der Druckverhältnisse und zur Vermeidung von Pulsation. Im Ergebnis kann die Flügelzellenförderung, wie im Förderwerk von Handtmann umgesetzt, als das genaueste Portionierprinzip für alle Produktarten und als das schonendste Fördersystem hinsichtlich Produktqualität bezeichnet werden. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass ein Flügelzellenförderwerk mit dem Austausch kleiner und handlicher Komponenten für alle Anwendungsfälle ausreichend ist, während beim Doppelschneckenprinzip eine Vielzahl verschiedener Kurvensätze und Gehäuse mit Varianz an Werkstoffen, Steigungen, Geometrie und Durchmessern für die unterschiedlichen Anwendungen nötig ist.
Maximale Produktqualität
Das Handtmann-Flügelzellenförderwerk gewährleistet maximale Qualität über das gesamte Produktspektrum hinweg. Die produktschonende Verarbeitung erfolgt ohne Rückströmungen im Förderwerk. Hierfür sorgen zentrale Merkmale wie die hochpräzise Fertigung aller Förderwerkskomponenten sowie die Realisierung geschlossener Kammern auch bei Verwendung von Blindflügeln. Die ausschlaggebenden Vorteile hinsichtlich Produktqualität liegen damit in einer minimalen Belastung des Produkts, was in ein einheitliches Produktbild sowie ein klares Schnittbild ohne Schmieren resultiert.
Mit der „Automatischen Produktqualitätsüberwachung durch die Handtmann-Monitoring-Funktion (HMF)“ erfüllt der Vakuumfüller VF 804 S auch die Anforderungen an eine Industrie-4.0-fähige Produktionsumgebung im Hinblick auf die Überwachung und Sicherstellung der Produktqualität. Eine dauerhaft exzellente Gewichtsgenauigkeit trägt wesentlich zu erstklassigen Ergebnissen beim Portionieren unterschiedlichster Produktarten bei. Der präzise, leistungsstarke und energieeffiziente Servo-Hauptantrieb gewährleistet einheitliche Produktbilder bei weichen, festen sowie flüssigen Produkten und minimiert das Give-away bei normierten Erzeugnissen. Das Anwendungsspektrum reicht vom vielseitigen Wurstsortiment über stückige Convenience- und Feinkostprodukte bis hin zu dünnflüssigen Suppen, Saucen und Dips – beispielsweise für Partyservice, Außer-Haus-Verzehr oder den Mittagstisch.
Zukunftsfähige Produktion
Die Digitalisierung handwerklicher Produktionsprozesse und die Integration von Industrie-4.0-Technologien sind zentrale Bausteine für eine zukunftssichere und wettbewerbsfähige Produktion im Fleischerhandwerk. Der VF-804-S-Vakuumfüller erfüllt diese Anforderungen durch eine Vielzahl an modernen, digital unterstützten Ausstattungsmerkmalen sowie die optionale Nutzung von Handtmann-Digital-Solutions (HDS). Hierzu zählen unter anderem Cloud-Anbindung, integrierte Produktionsplanung und fortschrittliches Datenmanagement, wie beispielsweise über die Lizenz der Handtmann-Communication-Unit (HCU) mit den Optionen HCU-Basis, Gewichtsregelung, Produktionsplanung, Schneidsatzmanagement und Schnittstellenintegration.
Weitere Industrie-4.0-Funktionen sind die automatische Produktqualitätsüberwachung mittels Handtmann-Monitoring-Funktion (HMF) sowie die OPC-UA-Anbindung, die eine herstellerübergreifende Kommunikation und Integration in bestehende IT-Infrastrukturen ermöglicht.
Ein praktisches Merkmal in der täglichen Produktion stellt der Machine Set-up Assistant (MSA) dar, der den Anwender durch automatische Vorschläge zur Maschinenausrüstung, Parameterberechnung und -einstellung unterstützt. Der MSA stellt Erfahrungswerte für optimale Maschineneinstellungen bereit und erleichtert insbesondere neuem Bedienpersonal einen sicheren und effizienten Produktionsstart oder das Umrüsten der Maschine. Zusätzlich sind alle erforderlichen Verbrauchsmaterialien wie Clips und Därme für jeden Artikel hinterlegt, was die Arbeitsvorbereitung weiter vereinfacht.
Über die moderne Steuerungs- und Eingabeeinheit mit Touchdisplay sowie integrierten Hilfefunktionen wird eine besonders einfache und intuitive Bedienung ermöglicht. Die Updatefähigkeit der Steuerungssoftware sorgt dafür, dass aktuelle Weiterentwicklungen jederzeit aufgespielt werden können, wodurch die Maschine stets auf dem neuesten Stand der Technik bleibt. Die umfassende digitale Vernetzung ist bereits ab Werk möglich. Die Einbindung ins lokale Firmennetzwerk erfolgt unkompliziert über WiFi oder Ethernet. Mit diesen umfassenden, zukunftsorientierten Funktionen bietet der VF 804 S eine hohe Investitionssicherheit und ermöglicht eine flexible, digital vernetzte Produktion im Sinne von Industrie 4.0.
Smartes Handling und optimale Ergonomie
Der Vakuumfüller VF 804 S bietet Handwerksbetrieben smartes Handling und hohen Bedienkomfort. Das bedienerfreundliche Maschinendesign und digitale Features erleichtern eine moderne Handwerksproduktion, wie häufige Produktwechsel bei kleinen Chargen oder eine große Produktvielfalt über das klassische Wurstsortiment hinaus. Die ergonomisch durchdachte Konstruktion sorgt für ein komfortables und ermüdungsarmes Arbeiten. Dazu tragen beispielsweise die Höhenverstellung zur Anpassung an unterschiedliche Körpergrößen, ein optionaler Auftritt zum leichten Befüllen, das zur Bedienperson geneigte Display, geringe Bedienkräfte sowie handliche Komponenten für schnelle Rüst- und Reinigungsvorgänge bei.
Hygienisches Design und integrierte Reinigungsprogramme vereinfachen die tägliche Pflege der Maschine zusätzlich. Die intelligente, intuitiv bedienbare Eingabeeinheit für eine smarte Prozesssteuerung oder ein optional einsetzbarer RFID-Leser unterstützen eine effiziente Produktion und Entlastung des Personals. Zusatzoptionen wie Fußschalter, Fernbedienung, externe oder mobile Bedieneinheit und ein optionales, höhenverstellbares Fahrwerk bieten Flexibilität für unterschiedlichste Produktionsanforderungen.
Weitere ergonomische Details wie ein Nivellierassistent mit integriertem Lagesensor zur einfachen Ausrichtung der Maschine, eine Signalsäule mit Füllstandsensor sowie ein am Trichterrand anbringbarer Spiegel runden das Gesamtkonzept ab. So entsteht ein attraktiver, moderner Arbeitsplatz, der die Effizienz und das Wohlbefinden der Bedienpersonen nachhaltig fördert.
Sicherheit im Füllprozess
Die Sicherstellung hygienischer Produktionsbedingungen sowie eine konsequente Prozessüberwachung sind zentrale Faktoren für die Herstellung mikrobiologisch sensibler Produkte, wie sie insbesondere in der Fleischverarbeitung erforderlich sind. Diese Maßnahmen führen nicht nur zu einer signifikanten Verbesserung der Produktqualität, sondern ermöglichen darüber hinaus Zeit- und Kostenersparnisse im Produktionsprozess.
Die Konstruktion des VF 804 S in Hygienic Design erfüllt nicht nur die europäischen Normen, sondern übertrifft diese in wesentlichen Punkten. Das Hygienic Design gemäß DIN EN 1672-2:2005 wird durch verschiedene Merkmale gewährleistet: Dazu zählen das durchgängige Hygienic Design von Maschine und Komponenten, glattflächige, gewölbte und leicht zu reinigenden Maschinenaußen- und -oberflächen, verrundete Übergänge sowie die in die Maschinenfront eingelassene Bedieneinheit. Alle im Lebensmittelbereich eingesetzten nichtmetallischen Teile wie Dichtungen und Abstreifer sind metalldetektierbar sowie FDA-konform ausgeführt und tragen damit zu einer erhöhten Hygiene und Produktsicherheit im Füll- und Portionierprozess bei. Als Zusatzoption kann die Integration eines UVC-Moduls zur Entkeimung der Umgebungsluft gewählt werden, wodurch die Hygienestandards im Produktionsprozess weiter gesteigert werden.
Reduzierung von Betriebskosten
Der Vakuumfüller VF 804 S generiert geringe Betriebskosten, was auf ein Zusammenspiel mehrerer Konstruktionsmerkmale zurückzuführen ist. Ein zentrales Element ist die vom TÜV bestätigte Energie- und Medieneffizienz, welche einen reduzierten Verbrauch von Strom und Betriebsmitteln gewährleistet. Dies trägt maßgeblich zur Senkung der laufenden Kosten bei. Darüber hinaus ermöglichen verlängerte Wartungsintervalle von bis zu 20 Prozent (+400 Stunden) je nach Maschinenbelastung eine spürbare Reduzierung der Wartungshäufigkeit und damit verbundenen Wartungskosten. Die Wartungsintervalle liegen belastungsabhängig im Bereich von 2.000 bis 2.400 Stunden, was die Maschinenverfügbarkeit zusätzlich erhöht.
Das durchdachte und servicefreundliche Design des VF 804 S sorgt zudem für eine optimale Zugänglichkeit aller relevanten Komponenten. Dies erleichtert Servicearbeiten und Reparaturen, minimiert Ausfallzeiten und senkt die Kosten für Instandhaltung nachhaltig.
Das vielseitige Angebot an Handtmann-Vorsatzgeräten, wie Darmhaltevorrichtungen, Form-, Schneid- und Dosierlösungen, erweitert den Produktionsspielraum in Kombination mit dem VF 804 S zusätzlich. Insgesamt fördert das Gesamtkonzept des Vakuumfüllers VF 804 S die Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit eines modernen Fleischerhandwerksbetriebes.