Warum uns Essen erst zum Menschen macht

20 Thesen über die gesellschaftliche Bedeutung des Essens. Westend Verlag

Essen ist weit mehr als bloße Nahrungsaufnahme: Es stiftet Identität, schafft Gemeinschaft und spiegelt gesellschaftliche Entwicklungen wider. In ihrem Buch „Hinter dem Tellerrand. Warum uns erst Essen zum Menschen macht“ beleuchtet die Journalistin Sira Huwiler-Flamm die kulturelle und soziale Dimension des Essens in 20 unterhaltsamen Thesen. Die Autorin hat dafür mit Spitzenköchinnen und -köchen wie Johann Lafer, Alexander Herrmann und Maria Groß gesprochen und mit Historikern, Wissenschaftlern und Menschen aus dem echten Leben: etwa einer Hospizköchin, Wanderin Christine Thürmer oder Schauspieler Tetje Mierendorf. Ihre Erkenntnis: Essen prägt unser Miteinander, nährt Körper und Seele und hat Respekt verdient, den wir ihm im Alltag oft verwehren.

Das Buch gibt Denkanstöße ohne Moralkeule. Es zeigt, wie sich Essgewohnheiten wandeln, warum roher Fisch für viele Ältere unappetitlich ist, welche Rolle Dosenravioli beim Verlust kulinarischer Vielfalt spielten und weshalb Deutschlands erster Fernsehkoch eigentlich ein Schauspieler war.

Außerdem erzählen 20 Spitzenköchinnen und -köche was Essen für sie bedeutet. Das Buch, erschienen im Westendverlag, Frankfurt, ist eine spannende Lektüre für alle, die täglich mit Lebensmitteln arbeiten.

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